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Blog für relevante Sichtweisen zum Zeitgeschehen. Twitter: @s_ights

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Bei aller berechtigten Kritik an dem Fotoshooting mit Erdogan ist es doch sehr auffällig, wie stark ein derartiges Foto für einen Skandal taugt. An den guten Kontakten der BRD zu Erdogans Türkei (inklusive „Flüchtlingsdeal“, Waffenexporten und enger Zusammenarbeit in wirtschaftlichen Belangen) hat die Mehrheit in diesem Lande offenbar nichts aus zu setzen. Wenn sich aber ein hochverdienter Fussballer, welcher de facto einer der besseren im schlechten deutschen Kader war, mit Erdogan ablichten lässt, ist der Aufschrei groß.
Und über die „Werte und Ideale des DFB“ lasse ich mich an dieser Stelle besser nicht aus.

User bei Facebook zur Diskussion um Mesut Özil und Oliver Bierhoff

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Juli 10th, 2018 at 12:00 am

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Es sieht ganz so aus, als würden in absehbarer Zeit automatisch fahrende Fahrzeuge auf unseren Straßen verkehren. Wer dabei jedoch blind auf die Sirenengesänge der Industrie hereinfällt, die eine schöne neue Verkehrswelt ohne Staus, Unfälle und Umweltverschmutzung verspricht, könnte in der „Autogerechten Stadt 2.0“ aufwachen – mit noch mehr Autoverkehr, kompletter Zersiedelung und einem zerstörten ÖPNV.

Martin Röhrleef, Vorsitzender der AG Multimodale Mobilität des VDV.

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Juli 3rd, 2018 at 3:41 pm

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Denn selten hat die prosperierende Gegenwart so irreführend über die bevorstehenden strukturellen Umwälzungen hinweggetäuscht wie heute.

Henning Vöpel, Direktor des Hamburgischen WeltWirtschaftsinstituts

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Juli 3rd, 2018 at 11:55 am

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Der Aufstieg der Neuen Rechten und mit ihm der Erfolg des Antaios-Verlags ist kein Produkt der Gegenaktivitäten. Bereits auf der Frankfurter Buchmesse war das eigentliche Problem nicht der Protest, sondern die Messeleitung. Statt sich selbst zu positionieren, hatte sie den Stand von Antaios mit linken Verlagen gerahmt. Dadurch wurde die Verantwortung delegiert: Wäre es ruhig geblieben, hätten sich die Organisatoren für ihre gelungene Demokratiepraxis selbst auf die Schulter klopfen können. Sollte es jedoch zu einer Eskalation kommen, was dann ja fast vorhersehbarerweise auch geschah, hätte man umgehend Verantwortliche zur Hand. Nach lautstarken antifaschistischen Schreiereien wurden die Gegendemonstranten als Überbringer der schlechten Nachricht verbal „geköpft“. Sie, so hieß es in Frankfurt und auch in Leipzig, hätten den Rechten erst die Bühne bereitet und ihnen ermöglicht, sich als harmlos zu präsentieren. (…) Gewachsen ist diese Neue Rechte, die in erheblichem Umfang noch immer die alte ist, somit weniger an ihren Gegnern als an deren Gesprächsangeboten, die sie erst zu akzeptablen Partnern machten. Gewachsen ist sie auch an den unzähligen Reportern, die zu Kubitscheks „Rittergut“ Schnellroda pilgerten und sich fasziniert den Ziegenstall zeigen ließen. Jede unkritische Homestory und jedes Dialogangebot haben stärker zur Verbreitung des Neofaschismus à la Antaios beigetragen als die Protestschreie auf den Buchmessen.

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Wer vor diesem Hintergrund immer noch meint, wir sollten nicht „über jedes Stöckchen“ springen und geduldig abwarten, verkennt den Ernst der Lage. Die AfD wird sich schon noch entzaubern? Ich kann und will dieses Argument nicht mehr hören. Mir reicht es. Vielen in Deutschland reicht es. Und deshalb ist es an der Zeit, dass wir uns zusammentun und konsequent dagegenhalten – über alle Meinungsverschiedenheiten hinweg, wenigstens in dieser Sache.

Claudia Roth, Erklärung zur Entscheidung eine inszenierte Schweigeminute zu stoppen, 16.06.2018.
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Juni 16th, 2018 at 5:36 pm

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Die Unsicherheit, welche an der Grenze besteht, soll dem Recht nach vom Staat getragen werden, der ein Verfahren betreiben kann. Sie soll nicht von den Asylsuchenden getragen werden, die allenfalls zu Unrecht und ohne anderen Ausweg abgewiesen werden. Diese Verteilung, die das Recht vornimmt, verlangt dem Staat etwas ab. Aber sie ist richtig, denn das Flüchtlingsrecht hat zum Ziel, Menschen vor Verfolgung zu schützen – nicht Staaten vor Menschen.

Dana Schmalz erklärt weshalb man Asylsuchende nicht an der Grenze abweisen kann, Verfassungsblog, 13./14.06.2018
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Juni 16th, 2018 at 1:42 pm

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Mir reicht es. Vielen in Deutschland reicht es. Es ist an der Zeit, dass wir uns zusammentun und konsequent dagegenhalten – über alle Meinungsverschiedenheiten hinweg, wenigstens in dieser Sache.

Claudia Roth fordert einen konsequenten Kampf gegen Rechts, Spiegel Online, 15.06.2018

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Juni 15th, 2018 at 7:22 am

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In der aktuellen Debatte um die von der CSU und Innenminister Horst Seehofer geforderten Zurückweisungen von Asylbewerbern an der deutschen Grenze kritisiert der CDU-[Ministerpräsident Daniel Günther aus Schleßwig Holstein] die bayerische Schwesterpartei. „Ich empfehle allen, auf einen Überbietungswettbewerb mit der AfD zu verzichten“, sagte er im Interview mit Spiegel Online. „Ich finde auch nicht, dass bevorstehende Landtagswahlen ein Grund sein können, alles zu entschuldigen.“

Florian Gathmannn, Philipp Wittrock, Spiegel Online, 13.06.2018

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Juni 13th, 2018 at 12:57 pm

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Jeder Beruf verliert seinen Routineanteil

Gunter Dueck, IBM, Keynote auf Arbeiten 4.0
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Juni 12th, 2018 at 10:25 am

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Geschichte ist ein konstruiertes Objekt, dessen Lage nicht durch gleichförmige oder leere Zeit gebildet wird, sondern durch die Gegenwart.

Walter Benjamin zit. n. Carolin Emcke

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Mai 11th, 2018 at 11:31 am