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Gesellschaftskritische Kommunikation

Archive for the ‘Medien’ Category

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Viele der anspruchslosen Zeitfresser, bei denen Fernsehzuschauer regelmäßig hängen bleiben, würden vom Zuschauerkein Crowdfunding-Geld erhalten, um produziert zu werden. Das Schauen dieser Sendungen wird eher als eigenes Laster betrachtet.

Studie „Öffentlichkeit 4.0“ für den Schweizer Rundfunk SRG, GDI Gottlieb-Duttweiler-Institute, Karin Frick, Jakub Samochewiec, Detlef Gürtler, 2016

Chronologie von Naziaktivitäten auf der Frankfurter Buchmesse

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[meldet Ergänzungen per  Kommentar]

Blick nach Rechts berichtet über Verlage des faschistischen Spektrums auf der Frankfurter Buchmesse 2017.

10. Oktober 2017
11:00 Uhr: Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse, bekennt sich auf der Eröffnungspressekonferenz der Frankfurter Messe zur liberal-demokratischen Gesellschaft: „Wir liberal-demokratisch gesinnten Büchermenschen müssen in Zeiten, in denen giftige Narrative Hochkonjunktur haben und die Verbreitung von Angst und Hass wieder gesellschaftsfähig wird, mit attraktiveren Gegenentwürfen antworten.“ In einer Pressemitteilung ruft der Börsenverein „zur aktiven Auseinandersetzung“ mit Rechten auf.

11. Oktober 2017
10:48 Uhr: Vertreter der Buchbranche, darunter der Geschäftsführende des Börsenvereins Alexander Skipis, protestieren auf der Frankfurter Buchmesse gegen rechte Verlage auf der Messe.

13. Oktober 2017

15:42 Uhr meldet Eva Maria Holmes via Facebook: Der 74 Jahre alte Verleger vom Trikont-Verlag wird am Stand der Jungen Freiheit zusammengschlagen (Augenzeugenbericht). Holmes kommentiert: „So also diskutiert die Neue Rechte auf der Buchmesse.  (…) Es ist nicht der Haken, es ist dieses neue Rechte Selbstbewusstsein, diese Arroganz und diese Gewissheit, dass sowas wieder möglich ist.

 

14. Oktober 2017

08:12. Uhr Neonazis skandieren rechte Sprüche in der Messehalle (Bericht)

09:09 Uhr: Neonazis gehen mit Faustschlägen gegen Besucher der Buchmesse und Journalist_innen vor (Augenzeugenbericht Tweet1 | Tweet2). Weitere viele neonazistische Besuchende skandieren rechte Parolen und blockieren die Wege.

10:00 Uhr Massiver friederlicher Protest mit Plakaten wurde von Neonazis aggressiv beantwortet. Als Besuchende die Situation verlassen wollten, wurden sie von einem Pulk von knapp 50 rechten Gegendemonstranten, aus dem die „Sieg heil“-Rufe zu hören waren, umringten.

10:10  Uhr: Der Politiker Nico Wehnemann wird aus einer Gruppe Neonazis heraus vom mutmaßlich rechten Sicherheitspersonal von von Björn Höcke aus Thüringen angegriffen und muss ins Krankenhaus eingeliefert werden (Video). Anschließend erhält Wehnemann Todesdrohungen. In seinem Statement erhebt Wehnemann schwere Vorwürfe gegen die Messe-Sicherheit: „Diese Situation hätte durch eine kluge, verantwortungsvolle Planung der Messeleitung verhindert werden können. Stattdessen wird das Ganze jetzt als „Gewalt zwischen Linken und Rechten“ zerredet. Ich werde mich auch stadtpolitisch dafür einsetzen, dass das Sicherheits- und Einladungskonzept der Buchmesse gründlich überprüft wird.“ Weiter heißt es: „Im übrigen waren die Sympathien auch des Sicherheitspersonals erkennbar nicht auf unserer Seite. Ich sitze gerade immer noch im Krankenhaus und bekomme anonyme Todesdrohungen via Telefon; auch andere Freunde erhalten Drohungen.“

11:07 Uhr: Götz Kubitschek (Antaios Verlag) unterbindet nach Augenzeugenberichten die Durchsage des Buchmessendirektors Boos.

13:40 Uhr: Die Frankfurter Buchmesse und der Börsenverein Frankfurt veröffentlichen die Pressemitteilung „Statement zu den Vorfällen auf der Frankfurter Buchmesse“. Der Politikwissenschaftler Samuel Salzborn kritisiert den Börsenverein : „Vorschlag an die Buchmesse: Angesichts dieser Verharmlosung von Rechtsextremismus: ruhig mal ein (Geschichts-)Buch LESEN, statt es nur zu verkaufen.„* Der Satiriker Nico Semsrott kommentiert dies mit den Worten: „‚Wir geben Gewalttätigen zwar eine Bühne‘, aber wir ‚verurteilen jede Form der Gewalt.‘ Darauf muss man erstmal kommen, Frankfurter Buchmesse.

17:00 Uhr: Ellen Kositza (Antaios Verlag) möchte ihr Buch „Mit Linke leben“ vorstellen. Auf der Buchmesse erscheinen der Süddeutschen Zeitung berichtet: „Björn Höcke, Martin Lichtmesz, Götz Kubitschek, Caroline Sommerfeld, Martin Sellner, da saß die Crème de la Crème des neudeutschen Opferkultes“. Die WAZ berichtet von „tumultartigen Szenen“ und auch Spiegel Online berichtet hierüber.

18:40 Uhr: Die Veranstaltung des Antaios Verlag wurde schließlich von der Buchmessen-Leitung für beendet erklärt, auf welcher der Auftritt des Neonazis Martin Sellner geplant wurde.

19:42 Uhr: Jutta Ditfurth kritisiert die hessischen Medien via Facebook: „Auch in der Hessenschau des Hessischen Rundfunks wird der falsche Eindruck erweckt, dass Rechte und Linke irgendwie aufeinander losgegangen seien, man kennt das ja … Tatsächlich hat die Leitung der Frankfurter Buchmesse mit der fatalen Einladung von völkischen und von Nazi-Verlagen möglich gemacht, dass diese und ihr Publikum Menschen angreifen und verletzen. Zu ihnen gehören u.a. Achim Bergmann, der Trikont-Verleger und der Stadtverordnete Nico Wehnemann. (…) Schuld sind Nazis (die von der Polizei außerordentlich zurückhaltend behandelt werden), mitverantwortlich ist allerdings auch die Leitung der Buchmesse. Wer Nazis einlädt hat Nazis auf der Messe – und, oh Wunder, die verhalten sich dann wie Nazis.

 

15. Oktober 2017

In der Abschlusspressemitteilung schreibt die Buchmesse: “ Überschattet wurde die Buchmesse durch Konfrontationen zwischen rechten und linken Gruppierungen.“ Dies zieht Kritik nach sich, weil von linken Demonstrant_innen keine Gewalt ausgegangen ist und mehrere Demonstrierende von Rechten brutal angegriffen worden sind. Auch die Polizei veröffentlicht eine Mitteilung.

Der Direktor Juergen Boss sagt Spiegel Online: „Wir lehnen die politische Haltung und verlegerischen Aktivitäten der Neuen Rechten entschieden ab. Ich will die rechten Verlage nicht hier haben, aber wir müssen sie zulassen.“

Die antifaschistische Kampagbe „Nationalismus ist keine Alternative schreibt:

Klar ist schon jetzt: So eine #Buchmesse wird es nicht mehr geben. Entweder, weil nächstes Jahr keine Nazis mehr dazu eingeladen werden, ihe Hetze zu verbreiten und unter dem Schutz des Messesicherheitsdienstes und der Polizei Menschen anzugreifen. Oder weil wir gemeinsam mit Antifaschisten aus dem ganzen Bundesgebiet dafür sorgen werden, dass sie nicht statt findet. Denn Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen. Which side are you on? Zeit sich zu entscheiden.

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September 26th, 2017 at 11:28 pm

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Das ist ein ganz übles Machwerk. Dort kommt unter anderem ein Politikwissenschaftler zu Wort, der gleichzeitig AfD-Mitglied ist. Das hätte transparent gemacht werden müssen. Auch die anderen vermeintlichen Experten sind Personen, die einen eigenen Kampf gegen die linke Szene führen.

Juliane Nagel bewertet die ZDF-Dokumentation „Radikale von Links – Die unterschätzte Gefahr“ im Interview mit René Loch, Leipziger Internetzeitung, 22.09.2017

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September 23rd, 2017 at 11:39 am

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Ich halte es für unangemessen, dass jede AfD-Äußerung hier diskutiert wird. Die Menschen können das auch selber einordnen und benötigen nicht unsere Interpretationshilfe. (…) Was bringt es denn, dass man fortwährend die AfD mit ihren wirklich abwägigen Äußerungen konfrontiert? Ich würde lieber mal konkret wissen, was haben sie im Programm zum Unterrichtsausfall, was sagen sie zur Digitalisierung in den Schulen? Bei den Alltagsproblemen muss man die AfD doch stellen!

Christian Lindner im Gespräch „Schlussrunde“, ARD

Weitere Meinungen und Einschätzungen zum Thema „Mit Nazis (nicht) reden“

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September 22nd, 2017 at 3:24 pm

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Dabei drohte Trump (bei der UN) dem Regime in Pjöngjang mit der „völligen Zerstörung“. Dies kann man nun ablehnen, aber im Kern ist natürlich nachvollziehbar, dass die USA eine atomare Bedrohung durch Nordkorea nicht einfach hinnehmen können. Auszudrücken, dass Trump noch deutlich schlechtere Ideen hatte, fällt in jedem Fall unter eine normale Meinungsäußerung. Nicht jedoch für Twitter in Zeiten Maasvoller Gesetze. (…) Der Account von US-Präsident ist derzeit wohl nicht gesperrt.

Sebastian Weiermann über die Twitter-Accountsperre Illuminatus23 eines Ruhrbarone-Redakteurs, Ruhrbarone, 19.9.2017
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September 19th, 2017 at 10:14 pm

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Ach, wenn das ZDF doch nur ein bisschen amerikanischer wäre. So ein klein wenig mehr wie CNN vielleicht. (…) Denn in Wirklichkeit ging es in der ZDF-Sendung „Klartext“ zu wie in Dr. Merkels Bürgersprechstunde. Die Kanzlerin hörte sich 90 Minuten lang die Sorgen und Nöte der Menschen an, sie fühlte heftig mit („Ich kann Sie gut verstehen“ / „Das treibt uns um“ / „Da will ich einfach auch ein großes Dankeschön sagen„) und machte sich Kopfnotizen zwecks späterer konkreter Hilfe („Geben Sie mir mal Ihre Adresse„).

Sebastian Fischer, Der Spiegel Online, 15.09.2017
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Laut [einer Meldung des BND-Hackerdienstes an das Kanzleramt] ist Tor „ungeeignet“ für drei Szenarien: „für die Verschleierung von Aktivitäten im Internet“, „zur Umgehung von Zensurmaßnahmen“ und für „Computernetzwerkoperationen für Nachrichtendienste“ – also geheimdienstliches Hacking. Der BND geht „von einer sehr hohen Überwachungsdichte innerhalb des Netzes“ aus, unter anderem durch „die Möglichkeit, selbst sogenannte Exit-Knoten zur Überwachung einzurichten“.

Andre Meister, netzpolitik.org, 14.09.2017
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Auf weiteres Insistieren der empörten Fragestellerin gab Merkel zu: „Ich kann sie jetzt auch nicht überzeugen.“ Ein neues Rentensystem könne sie so ohne weiteres nicht in Aussicht stellen. „Armes Deutschland!“, lautete das Fazit der Reinigungskraft: „Es ist ein Unding, dass die Rentner in einem der reichsten Länder der Welt so behandelt werden“ Die leicht aufgeheizte Stimmung im Studio kühlte wenig später allerdings ein Einspielfilm ab. Kurze Fragen von Passanten etwa nach den Schokoladen-Vorlieben der Kanzlerin sorgten für Heiterkeit im Publikum.

Florian Naumann über die Sendung „Klartext! Frau Merkel“ im ZDF, Merkur, 14.09.2027
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September 14th, 2017 at 11:06 pm

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Eine ganze Reihe an Forschern hat diesen Angriff praktisch demonstriert, durch simples Zählen der übertragenen Pakete, über die Analyse von Zeitfenstern bis zur De-Anonymisierung durch einen Bruchteil des Verkehrs. All diese Forschung ist öffentlich einsehbar. Die Geheimdienste beobachten diese Forschung, nutzen sie für eigene Zwecke und nutzen theoretische Schwachstellen in ihrer praktischen Überwachung aus.

André Meister, netzpolitik.org, 14.09.2017
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September 14th, 2017 at 4:51 pm