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Gesellschaftskritische Kommunikation

Archive for the ‘Politik und Gesellschaft’ Category

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Zorn ist ein Luxus, den man sich erst in Freiheit leisten kann.

Carolin Emcke, S. 24

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November 14th, 2017 at 11:47 am

AZ Köln wehrt sich gegen Lügen der Stadt Köln

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No Go Ebertplatz

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Indem Faschist_innen grinsend für Selfies auf dem Ebertplatz posieren, widerlegen sie ihre rassistische Behauptung einer „No Go Area“ eindrucksvoll selbst.

Die im Schatten von AfD und Pro-Spektrum auftretenden Neonazis sind allerdings real. Sie sind gewalttätig, werfen mit Flaschen und wollen andere Menschen verletzen oder töten. Dass nun ausgerechnet Neonazis das Areal als „No Go Area“ deklarieren, weil dort Drogen angeboten werden, lenkt davon ab, dass dort durch sie tatsächlich Gefahr für Leib und Leben entstanden ist.
Was deutsche Neonazis als NoGo-Areas in vielen deutschen Stadtteilen zwischen Dortmund und der sächsischen Provinz etabliert haben, heißt konkret: Ganze Menschengruppen können sich dort aufgrund ihrer Nationalität, Hautfarbe, Religion oder ihres „alternativen“ Aussehens nicht mehr hinwagen. Insofern hat es etwas zynisches, dass ausgerechnet Faschist_innen einen Begleitschutz in Köln anbieten wollen, während sie den Großteil der Menschen vernichten wollen.
Nehmen wir es ernst: wenn Neoazis NoGo-Areas deklarieren ist Schluss mit lustig!

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November 9th, 2017 at 4:44 pm

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  1. Es gibt sieben Beispiele von schwersten Kriegsverbrechen, wo Burschenschafter beteiligt waren. Und alle diese Burschenschafter sind nach wie vor in den Ehrenlisten und Tafeln ihrer Verbindungen.

Rudolf Gelbard,Holocaustüberlebender aus Österreich zur Kraft hinter der FPÖ
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November 3rd, 2017 at 10:22 am

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Auf dieses Plakat wurde auch Schiedsrichter Gärtner aufmerksam, der sich allerdings im Sonderbericht nur über den Anhang des RSL auslässt: „Die Spieler und Verantwortlichen trugen bei der Erwärmung T-Shirts mit dem Aufdruck ‚Nazis Raus‘. Eine Aktion extra für das Spiel in Schildau initiiert. Hier geht es nur um Provokation und das Aussenden politischer Statements. (..) Wir sollten alle um einen fairen menschlichen Umgang miteinander bemüht sein. Dieses Verhalten von RSL steht diesem Prinzip fundamental entgegen.“ Weder die rechten Provokationen noch der versuchte Platzsturm finden Erwähnung. Aber sind Shirts, die sich „gegen Nazis im Stadion“ aussprechen, eine Provokation? Und wenn ja, für wen? Uwe Tempel, der Vorsitzende des TSV Schildau, will sich auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE inzwischen nicht mehr zu den Vorfällen äußern. In der „Torgauer Zeitung“ hatte er zuvor begrüßt, dass die T-Shirts ausgezogen werden mussten. Schließlich hätten sich durch die Aufschrift „wieder andere Zuschauer provoziert“ gefühlt.

Christoph Ruf, Spiegel Online, 20.10.2017
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Oktober 21st, 2017 at 11:43 am

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Doch Feminismus war damals kein Streitpunkt zwischen dem antideutschen und antiimperialistischen Lager. Die antiimperialistische Linke betrachtete Patriarchat und Sexismus meist als ein Resultat des Kapitalismus, das deshalb gemeinsam mit diesem zugrunde gehen würde. Dies ist auch heute noch eine gängige Überzeugung in linken Kreisen (so verkürzt diese These vom bloßen „Nebenwiderspruch“ auch ist). (…) Auch in antideutschen Gruppen war das anfangs noch eine verbreitete Analyse. Doch inzwischen scheint dies nicht mehr so zu sein. Sexismus wird dort immer seltener als Resultat des Kapitalismus betrachtet und stattdessen als Problem von regressiv-religiösem Denken definiert. Denn den wirklich schlimmen Sexismus gäbe es ja in westlichen Ländern nicht mehr. Männer und Frauen seien gleichberechtigt und Sexismus gehe angeblich vor allem von Menschen aus, die nicht den westlichen Vorstellungen einiger „AntiDEdudes” entsprechen. Also von Muslimen. Eine Ansicht, die natürlich nur in einer männlich dominierten Bubble bestehen kann.

Maxine Bacanji, an.schläge – Das feministische Magazin, 12.10.2017

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Oktober 18th, 2017 at 9:13 pm

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Denn etwa 40 Prozent der Beschäftigten haben nach Betriebsratsangaben nur „Flexi-Verträge“, das heißt, die Arbeitszeit wird hoch- und runtergefahren je nach Umsatz. „Dem Mitarbeiter ist bekannt, dass die Vergütung (..) entsprechend dem Umfang des Stundeneinsatzes variieren kann und somit gegebenenfalls nicht geeignet ist, eine stabile Einkommensgrundlage zu liefern.“ – einen solchen Satz müssen die flexiblen „Sales Advisor“, vulgo VerkäuferInnen, unterschreiben, bevor sie sich in die H&M-Klamottenberge wagen.

Barbara Dribbusch, die Tageszeitung taz, 12.10.2017
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ich hab gerade mal etwas genauer in kmpfsprt und mrthnmnn reingehört. ganz ehrlich, das ist die schlimmste mucke, die ich mir momentan vorstellen kann (die ewigen revolverheld und culcha candela außen vor). diese beschissene verbrüderungskacke, dieses peinliche wir gegen die, als ob man außenseiter wäre, nur weil man sich minimal von bwl-studenten oder bachelorette-teilnehmern unterscheidet. und songtitel wie „die stadt gehört den besten“ bringen das fass zum überlaufen. wie einfach kann man es sich machen? das sind diese verschissenen gedanken bei 1,5 promille. sentimentaler mist, der nach zwei denkschritten aufhört. bei solchen titeln will ich mir weh tun. als ob diese klaus lages mit fleischtunneln und hans hartzes mit tattoos wissen, wer die guten seien. geschweige denn die besten. klar, denen gehören dann die städte, weil außerhalb von deren 150 m-kneipen-radius ja so viel böses lauert.

ich hasse das alles so sehr, dass das jetzt mal raus musste.“

J. E., 2014 <3

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Oktober 13th, 2017 at 8:48 am

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Ein schadensträchtiger Einbruch (in der Ausländerbehörde) wurde heute Morgen in Moabit festgestellt. (…) Dort wurden unter anderem (…) diverse Blankodokumente, Behördenstempel und Siegel gestohlen. Zudem entleerten die Unbekannten großflächig Pulverfeuerlöscher in den Büroräumen.

Meldung
https://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/pressemitteilung.637603.php

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Oktober 11th, 2017 at 9:51 am

Posted in Xenophobie

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 Eine Auseinandersetzung mit definitorischen Bedingungen und kriminologischen Befunden zu Vorurteils- bzw. Hassverbrechen und der Opferperspektive hat (…) nicht stattgefunden. Dies zeigt erneut: Die Auseinandersetzung mit vorurteilsgeleiteten Verbrechen ist in Deutschland generell höchst defizitär.

Matthias Quent in seinem Gutachten zum OEZ-Attentat in München, 04.10.2017

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