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Blog für relevante Sichtweisen zum Zeitgeschehen. Twitter: @s_ights

Archive for the ‘Xenophobie’ Category

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Übrigens fließen selbst im Silicon Valley nicht Milch und Honig. In der Innenstadt von San Francisco verenden Obdachlose vor prall gefüllten Geschäften, in denen Google- und Facebook-Angestellte shoppen gehen. In den Büros manch eines Digitalkonzerns müssen die Mitarbeiter im Sommer Jacken und Schals tragen, weil sich die Klimaanlage nicht richtig regulieren lässt. Und wenn man in Kalifornien nachts von einer älteren Frau chauffiert wird, die jeden Tag zehn Stunden für Uber und Lyft fahren muss, weil Amazon den Laden platt gemacht hat, in dem sie beschäftigt war – dann ist man sogar ein bisschen froh, dass nicht jede neue Technologie und jedes disruptive Geschäftsmodell zuhause in Deutschland sofort mit Jubelgeschrei empfangen wird.

Wolfgang Kerler, Michael Förtsch und Ben Hartlmaier, Wired.de, 21.12.2018
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Januar 11th, 2019 at 8:54 pm

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We aim to make mistakes faster than anyone else

Daniel Ek, Spotify

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Dezember 29th, 2018 at 11:30 am

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Mich persönlich interessiert der Dialog mit der AfD nicht. Wir haben uns schon verstanden.Die AfD möchte eine Gesellschaft,die meinen Freunden & mir die Existenzgrundlage entziehen würde. Ich habe kein Bedürfnis, das noch mal erklärt zu bekommen.

Max Czollek, Tagesanzeiger, 15.09.2018
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September 16th, 2018 at 1:08 pm

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Dass all die Mandys und Ronnys in den letzten zwei Jahrzehnten durch massenhaft aufgelegte zivilgesellschaftliche Programme gegen Rassismus in den Dorfschulen zu aufgeklärten Staatsbürgern und -bürgerinnen umgepolt werden konnten? Dass die organisierten Nazis und der unorganisierte Otto Normalrassist einfach verschwunden wären? Natürlich nicht. Sie haben sich ihre weiße Kartoffelwelt gebaut, in Kleintierzüchtervereinen und Schrebergartenkolonien ihr stumpfes Heimatbild gepflegt und die rechte kulturelle Hegemonie ausgedehnt.

Thorsten Mense, Der Nahe Osten in: Konkret Magazin, 27.08.2018
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Sie haben einfach weniger Hemmungen, ihren Hass offen auszusprechen und auszuleben, weil sie sich hier zu Recht vom »Volk« beauftragt wähnen und kaum Strafverfolgung zu fürchten haben. Während Angriffe auf Flüchtlingsheime im Westen nachts und heimlich stattfinden, trifft man sich in Sachsen abends auf Bier und Bratwurst zum fröhlichen Pogrom.

Thorsten Mense über die „nicht unbedingt rassistischer“ tickenden Menschen in Sachsen, Konkret Magazin, 28.08.2018.
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Die Migrationspolitik von Angela Merkel hat unsere politische #Kultur zum Schlechten verändert, weil durch sie offenbar wurde, wie tief überholt geglaubte Ressentiments noch in der Gesellschaft verwurzelt sind. Die Nazis gibt es nicht erst seit 2015 – sie wurden nur sichtbarer.

Christian Reinboth, 29.08.2018
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August 29th, 2018 at 10:16 pm

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Die Situation ist viel gefährlicher als Rostock-Lichtenhagen, weil die rechte Szene so heterogen ist. Sie setzt sich aus ganz, ganz vielen Strukturen zusammen, wo wir immer zögern, dies tatsächlich zusammen zu bringen: das sind die Neuen Rechten, das sind die Hooligans zusammen mit der AfD und sie kämpfen dafür die Demokratie, so wie wir sie kennen, abzuschaffen. Und das macht sie gefährlicher, weil sie so wahnsinnig professionell agieren. Man darf nicht vergessen, sie haben die eigenen Medien, sie sind dominant in den sozialen Netzwerken und dann haben sie diese gefährliche, schlagkräftige Gruppe. Man hat es mit einer neuen Qualität zu tun. Das mit den 1990ern zu vergleichen ist falsch. Wir müssen uns ganz intensiv mit der neuen Mischszene von heute auseinandersetzen.

Andrea Röpke zur neuen Qualität des Rechtsextremismus und warum 2018 nicht mit Rostock-Lichtenhagen vergleichbar ist, Deutschlandfunk, 28.08.2018
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In Sachsen erweisen sich Dinge als gesellschaftliche Realität, die man aus jedem Drehbuchmanuskript als zu klischeehaft streichen würde. Längst dient dort der illiberale Staat ungarischen Zuschnitts als Leitstern, der die kritische Öffentlichkeit bekämpft und den Mob ermächtigt.

Volker Weiß erläutert die Triebkraft hinter dem Rechtsextremismus, Die Zeit, 27.08.2018
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In praktisch keinem Artikel wird das eigentlich Offensichtliche erwähnt: Die langwierige, aufwendige Rettungsaktion der Frau im Mittelmeer steht in direktem Kontrast zur fortwährenden Katastrophe ertrinkender Menschen im Mittelmeer und deren Seenotrettung. Seit Anfang 2018 sind mindestens 1500 Menschen, Männer, Frauen, Kinder im gleichen Meer ertrunken, aus dem die britische Frau gerettet wurde. Der Kapitän des Rettungsschiffes sagte, es sei ein unvergleichliches Gefühl, ein Menschenleben gerettet zu haben. Man stelle sich vor, sie hätten statt der Britin aus Versehen eine dahintreibende Frau aus dem Tschad entdeckt, dem gleichen Kapitän würde eine Anklage drohen.

Sascha Lobo kommentiert die Rettung einer Britin, die wegen Trunkenheit von einem Luxusschiff stürzte und in Seenot geriet, Spiegel Online, 25.08.2018

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August 25th, 2018 at 6:24 pm

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In Dresden gelang es ab 2010, Europas damals größten Naziaufmarsch über mehrere Jahre hinweg durch Blockaden so oft zu be- und verhindern, bis die Rechten aufgaben. Dafür brauchte es einen Konsens in der Gesellschaft, den Rechten nicht die Straße zu überlassen. In Berlin hat er dieses Mal gefehlt.

Robert D. Meyer, Neues Deutschland, 19.08.2018
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August 19th, 2018 at 8:17 pm

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