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Blog für relevante Sichtweisen zum Zeitgeschehen. Twitter: @s_ights

Archive for the ‘Xenophobie’ Category

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Aber den politischen Diskurs um die Herzen und Köpfe der Mehrheit muss man woanders führen, und zwar, indem man eine offene, bunte und gemischte Gesellschaft offensiv als die bessere – und auch wirtschaftlich erfolgreichere – verteidigt, anstatt Paranoikern auch noch indirekt Recht zu geben, indem man suggeriert, ihre „Sorgen“ seien „berechtigt“. Berlin, Hamburg oder Köln stehen nicht kurz vor der „Islamisierung“. Stattdessen hängen Zuwanderung und Wohlstand unmittelbar zusammen – und alle genannten Orte sind Magneten, in denen immer mehr Menschen leben wollen.

Andrej Reisin

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April 2nd, 2019 at 2:31 pm

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(…) Von der CDU bis zu den Linken sollte man aber nie vergessen, Bürger wählen nicht nur Parteien oder Politiker, sie wählen auch einen Stil. Es gibt Wähler in diesem Land, die sehr genau beobachten, wie viel Format eine Partei in ihrer Sprache beweist und wie viel Aufmerksamkeit sie dem Frivolen widmet. Im Moment sind große Zuwächse bei den Grünen zu beobachten, also jener Partei, die sich am konsequentesten und weitesten vom Prinzip der Nachahmung entfernt. Wenn sie es jetzt nicht weiter verderben und sich endgültig von ihrer Heimatfolklore mit Patriotismusgirlande entfernen, könnten sie es schaffen, nicht auf der Schleimspur der Rechtsextremen – egal ob im Parlament oder auf der Straße – auszurutschen und damit als glaubwürdige Vertreter eines anderen Teils des Volkes wahrgenommen zu werden.

Mely Kiyak, Zeit Online, 27.02.2019

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The investigators found that the score was extremely unreliable in predicting violent crime. Only 20% of the people predicted to commit violent crimes actually did. Significant racial disparities were also revealed during the investigation. In forecasting who would re-offend, the algorithm proved to be more likely to falsely flag black defendants as future criminals. In fact, the mathematical model wrongly labeled black defendants in this way almost twice as much as white defendants. In comparison, white defendants were mislabeled as low-risk more often than black defendants.

Sophie Fitzpatrick, Edgy, 04.08.2018
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(S)ie haben einen gefährlichen blinden Fleck. Menschen mit dunkler Hautfarbe haben ein höheres Risiko, von autonomen Autos überfahren zu werden. Grund ist eine schlecht programmierte und angelernte Bilderkennungs-Software von Notbremssystemen, wie Wissenschaftler des Georgia Institute of Technology herausgefunden haben.

Auto Service Praxis über die Reproduktion von Diskriminierung und Critical Whiteness im Bereich FutureTec und KI, 13.03.2019
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When the person in the photo is a white man, the software is right 99 percent of the time. But the darker the skin, the more errors arise — up to nearly 35 percent for images of darker skinned women, according to a new study that breaks fresh ground by measuring how the technology works on people of different races and gender.

Steve Lohr, New York Times, 09.02.2018
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We already knew that some facial recognition systems struggle to accurately identify people with darker skin. Now we know that many of the artificially intelligent systems designed to help autonomous cars navigate roads have the same problem — and the result could disproportionately endanger pedestrians with darker skin, a troubling sign of how AI can inadvertently reproduce prejudices from the wider world. (…) Thankfully, based on their study, they were able to figure out what we need to do to avoid a future of biased self-driving cars: start including more images of dark-skinned pedestrians in the data sets the systems train on and place more weight on accurately detecting those images.

Kristin Houser, Futurism, 05.03.2019

https://futurism.com/the-byte/biased-self-driving-cars-darker-skin

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Übrigens fließen selbst im Silicon Valley nicht Milch und Honig. In der Innenstadt von San Francisco verenden Obdachlose vor prall gefüllten Geschäften, in denen Google- und Facebook-Angestellte shoppen gehen. In den Büros manch eines Digitalkonzerns müssen die Mitarbeiter im Sommer Jacken und Schals tragen, weil sich die Klimaanlage nicht richtig regulieren lässt. Und wenn man in Kalifornien nachts von einer älteren Frau chauffiert wird, die jeden Tag zehn Stunden für Uber und Lyft fahren muss, weil Amazon den Laden platt gemacht hat, in dem sie beschäftigt war – dann ist man sogar ein bisschen froh, dass nicht jede neue Technologie und jedes disruptive Geschäftsmodell zuhause in Deutschland sofort mit Jubelgeschrei empfangen wird.

Wolfgang Kerler, Michael Förtsch und Ben Hartlmaier, Wired.de, 21.12.2018
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Januar 11th, 2019 at 8:54 pm

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We aim to make mistakes faster than anyone else

Daniel Ek, Spotify

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Dezember 29th, 2018 at 11:30 am

Posted in Xenophobie

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Mich persönlich interessiert der Dialog mit der AfD nicht. Wir haben uns schon verstanden.Die AfD möchte eine Gesellschaft,die meinen Freunden & mir die Existenzgrundlage entziehen würde. Ich habe kein Bedürfnis, das noch mal erklärt zu bekommen.

Max Czollek, Tagesanzeiger, 15.09.2018
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September 16th, 2018 at 1:08 pm

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Dass all die Mandys und Ronnys in den letzten zwei Jahrzehnten durch massenhaft aufgelegte zivilgesellschaftliche Programme gegen Rassismus in den Dorfschulen zu aufgeklärten Staatsbürgern und -bürgerinnen umgepolt werden konnten? Dass die organisierten Nazis und der unorganisierte Otto Normalrassist einfach verschwunden wären? Natürlich nicht. Sie haben sich ihre weiße Kartoffelwelt gebaut, in Kleintierzüchtervereinen und Schrebergartenkolonien ihr stumpfes Heimatbild gepflegt und die rechte kulturelle Hegemonie ausgedehnt.

Thorsten Mense, Der Nahe Osten in: Konkret Magazin, 27.08.2018
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