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Blog für relevante Sichtweisen zum Zeitgeschehen. Twitter: @s_ights

Archive for the ‘Xenophobie’ Category

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Mich persönlich interessiert der Dialog mit der AfD nicht. Wir haben uns schon verstanden.Die AfD möchte eine Gesellschaft,die meinen Freunden & mir die Existenzgrundlage entziehen würde. Ich habe kein Bedürfnis, das noch mal erklärt zu bekommen.

Max Czollek, Tagesanzeiger, 15.09.2018
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September 16th, 2018 at 1:08 pm

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Dass all die Mandys und Ronnys in den letzten zwei Jahrzehnten durch massenhaft aufgelegte zivilgesellschaftliche Programme gegen Rassismus in den Dorfschulen zu aufgeklärten Staatsbürgern und -bürgerinnen umgepolt werden konnten? Dass die organisierten Nazis und der unorganisierte Otto Normalrassist einfach verschwunden wären? Natürlich nicht. Sie haben sich ihre weiße Kartoffelwelt gebaut, in Kleintierzüchtervereinen und Schrebergartenkolonien ihr stumpfes Heimatbild gepflegt und die rechte kulturelle Hegemonie ausgedehnt.

Thorsten Mense, Der Nahe Osten in: Konkret Magazin, 27.08.2018
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Sie haben einfach weniger Hemmungen, ihren Hass offen auszusprechen und auszuleben, weil sie sich hier zu Recht vom »Volk« beauftragt wähnen und kaum Strafverfolgung zu fürchten haben. Während Angriffe auf Flüchtlingsheime im Westen nachts und heimlich stattfinden, trifft man sich in Sachsen abends auf Bier und Bratwurst zum fröhlichen Pogrom.

Thorsten Mense über die „nicht unbedingt rassistischer“ tickenden Menschen in Sachsen, Konkret Magazin, 28.08.2018.
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Die Migrationspolitik von Angela Merkel hat unsere politische #Kultur zum Schlechten verändert, weil durch sie offenbar wurde, wie tief überholt geglaubte Ressentiments noch in der Gesellschaft verwurzelt sind. Die Nazis gibt es nicht erst seit 2015 – sie wurden nur sichtbarer.

Christian Reinboth, 29.08.2018
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August 29th, 2018 at 10:16 pm

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Die Situation ist viel gefährlicher als Rostock-Lichtenhagen, weil die rechte Szene so heterogen ist. Sie setzt sich aus ganz, ganz vielen Strukturen zusammen, wo wir immer zögern, dies tatsächlich zusammen zu bringen: das sind die Neuen Rechten, das sind die Hooligans zusammen mit der AfD und sie kämpfen dafür die Demokratie, so wie wir sie kennen, abzuschaffen. Und das macht sie gefährlicher, weil sie so wahnsinnig professionell agieren. Man darf nicht vergessen, sie haben die eigenen Medien, sie sind dominant in den sozialen Netzwerken und dann haben sie diese gefährliche, schlagkräftige Gruppe. Man hat es mit einer neuen Qualität zu tun. Das mit den 1990ern zu vergleichen ist falsch. Wir müssen uns ganz intensiv mit der neuen Mischszene von heute auseinandersetzen.

Andrea Röpke zur neuen Qualität des Rechtsextremismus und warum 2018 nicht mit Rostock-Lichtenhagen vergleichbar ist, Deutschlandfunk, 28.08.2018
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In Sachsen erweisen sich Dinge als gesellschaftliche Realität, die man aus jedem Drehbuchmanuskript als zu klischeehaft streichen würde. Längst dient dort der illiberale Staat ungarischen Zuschnitts als Leitstern, der die kritische Öffentlichkeit bekämpft und den Mob ermächtigt.

Volker Weiß erläutert die Triebkraft hinter dem Rechtsextremismus, Die Zeit, 27.08.2018
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In praktisch keinem Artikel wird das eigentlich Offensichtliche erwähnt: Die langwierige, aufwendige Rettungsaktion der Frau im Mittelmeer steht in direktem Kontrast zur fortwährenden Katastrophe ertrinkender Menschen im Mittelmeer und deren Seenotrettung. Seit Anfang 2018 sind mindestens 1500 Menschen, Männer, Frauen, Kinder im gleichen Meer ertrunken, aus dem die britische Frau gerettet wurde. Der Kapitän des Rettungsschiffes sagte, es sei ein unvergleichliches Gefühl, ein Menschenleben gerettet zu haben. Man stelle sich vor, sie hätten statt der Britin aus Versehen eine dahintreibende Frau aus dem Tschad entdeckt, dem gleichen Kapitän würde eine Anklage drohen.

Sascha Lobo kommentiert die Rettung einer Britin, die wegen Trunkenheit von einem Luxusschiff stürzte und in Seenot geriet, Spiegel Online, 25.08.2018

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August 25th, 2018 at 6:24 pm

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In Dresden gelang es ab 2010, Europas damals größten Naziaufmarsch über mehrere Jahre hinweg durch Blockaden so oft zu be- und verhindern, bis die Rechten aufgaben. Dafür brauchte es einen Konsens in der Gesellschaft, den Rechten nicht die Straße zu überlassen. In Berlin hat er dieses Mal gefehlt.

Robert D. Meyer, Neues Deutschland, 19.08.2018
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August 19th, 2018 at 8:17 pm

Posted in Xenophobie

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Die Schreiber*innen verwechseln den rechten Angriff mit einer (dringend notwendigen) Medienkritik. Um den besorgten Bürger zu besänftigen, wird das Abdrucken und Darstellen von dessen Ressentiments als Antwort geliefert. Der Abdruck, den das Abdrucken in der Gesellschaft hinterlässt, ist die legitime Teilnahme von völkischen, rassistischen Positionen an der gesellschaftlichen Debatte. Dies ist ein großer, von der radikalen Rechten sehnlich erwarteter Schritt auf der Stufenleiter zur Normalisierung und zum politischen Erfolg. Es entsteht eine Darstellung der rechten Akteur*innen, die sich ob der Nähe zu ihnen differenziert gibt, aber letztlich verharmlosend ist. Wer sich in die kritische Auseinandersetzung mit deren Ideologie und Politik begibt, kann hierzu nicht die Rechten selbst fragen, sondern sollte sich an die kritischen Forscher*innen wenden, die diese Ideologie und ihre gesellschaftlichen Grundlagen analysiert haben.

Antifa AK Köln zur Berichterstattung im Rechtsruck, 15.08.2018
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August 15th, 2018 at 5:03 pm

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Nach der Wende Anfang der 90er haben viele Westnazis wie Jürgen Rieger und Christian Worch mitgeholfen, rechtsextremistisches Gedankengut dort zu verankern. Erinnern wir uns: Die Organisation der großen Naziaufmärsche beispielsweise in Dresden, Leipzig und Jena wurden bis etwa 2009/2010 in erster Linie rund um die Hamburger Nazis organisiert.

Frank Jansen über den Tod des Rechtsextremen Jürgen Rieger in Der Tagesspiegel, 31.10.2009
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