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Gesellschaftskritische Kommunikation

Archive for the ‘Xenophobie’ Category

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Ein schadensträchtiger Einbruch (in der Ausländerbehörde) wurde heute Morgen in Moabit festgestellt. (…) Dort wurden unter anderem (…) diverse Blankodokumente, Behördenstempel und Siegel gestohlen. Zudem entleerten die Unbekannten großflächig Pulverfeuerlöscher in den Büroräumen.

Meldung
https://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/pressemitteilung.637603.php

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Oktober 11th, 2017 at 9:51 am

Posted in Xenophobie

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 Eine Auseinandersetzung mit definitorischen Bedingungen und kriminologischen Befunden zu Vorurteils- bzw. Hassverbrechen und der Opferperspektive hat (…) nicht stattgefunden. Dies zeigt erneut: Die Auseinandersetzung mit vorurteilsgeleiteten Verbrechen ist in Deutschland generell höchst defizitär.

Matthias Quent in seinem Gutachten zum OEZ-Attentat in München, 04.10.2017

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Wer den von Lafontaine behaupteten Interessenkonflikt zwischen sozial Schwachen in Deutschland und denjenigen, die neu nach Deutschland kommen wollen, zur bloßen Fiktion erklärt, macht es sich viel zu einfach. Das dadurch konstruierte harmonische Bild, in dem die humanitäre Forderung nach offenen Grenzen in keinerlei Spannung zu den partikularen Interessen innerhalb der Bestandsbevölkerung steht, ist selbst eine linke und liberale Fiktion.

Floris Biskamp, Blog, 05.10.2017
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Oktober 7th, 2017 at 12:37 pm

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Die „gefühlte“ Realität dieser Leute ist nicht ins Rationale verschiebbar, was die aber kapieren sind Gefühle. Das Gefühl eins in die Fresse zu kriegen für Menschenverachtung und Volksverhetzung, zum Beispiel. Ich glaube so eine Gruppe kann nur mit breit angelegter gesellschaftlicher Ächtung und einer schlagfertigen Gegenposition begrenzt werden. Wie ein Altautonomer es mal in einem Interview ausdrückte: wir gehen immer davon aus, dass Leute die Dinge diskutieren wollen, diese Leute wollen aber keine Lösungen finden, sie wollen herrschen und dazu ist ihnen jedes Mittel recht. Wenn wir das weiter so nett „verstehen“ und „Ängste“ ernst nehmen seh ich braun…

In einer Diskussion zum Thema „Umgang mit Wutbürgern“ und dem Panorama-Video https://www.facebook.com/panorama.de/videos/1107129126091423

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September 26th, 2017 at 3:32 pm

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Um den Einsatz (in der Silvesternacht der Kölner Polizei) zu rechtfertigen, wurde im Januar oft vermutet, es seien große Gruppen angereist, die über das Internet aufgerufen und organisiert wurden. Dieser Verdacht stellte sich, wie die Polizei jetzt festgestellt hat, als falsch heraus. Die meisten haben sich vielmehr spontan dazu entschlossen, Silvester in Köln zu feiern.

Sebastian Weiermann, Neues Deutschland, 23.09.2017
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September 23rd, 2017 at 12:59 pm

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Nicht nur ideologisch, sondern auch personell bildet die AfD mittlerweile das gesamte rechte Spektrum der BRD ab. Vom unbekannten Millionenspender über Faschisten wie Björn Höcke bis hin zur Antifeministin Beatrix von Storch – in der AfD sind sie alle zu Hause.

Nationalismus ist keine Alterantive, aus dem Aufruf „Rechter Infrastruktur den Stecker ziehen!“, 20.09.2017
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Um den Menschen ihre Lebenszustände als frei gewählt vorzugaukeln, wurde das parlamentarische System geschaffen. Damit steht dieses System von Anfang an unter negativen Vorzeichen: Es ist eben ein Mittel, drohende Aufstände (gegen ein offen repressives Regime) möglichst von vornherein zu vermeiden, zumindest aber gesellschaftlich zu isolieren („Ihr habt doch die Wahl…“). Der lächerliche Vorgang eines alle vier Jahre auf dem Stimmzettel abgegebenen Kreuzes bildet, zumal die erst einmal gewählten den WählerInnen die nächsten Jahre keinerlei Rechenschaft mehr schuldig sind, die Grundlage für jede staatliche Handlung, die dann mit dem angeblichen „Wählerwillen“ gerechtfertigt wird. Mit der Wahl haben die WählerInnen aber auch das Recht verwirkt, Interessenkonflikte, die sie mit anderen Menschen oder Gruppen haben, selber auszutragen. Dafür ist jetzt das Parlament zuständig, die Menschen haben ihre Selbstbestimmung an ein paar hundert Abgeordnete abgegeben. Mit jeder Wahl wird die Illusion erneuert, die WählerInnen könnten über ihre Geschicke mitbestimmen, mit jeder neuen Partei keimt die Hoffnung neu auf, „der kleine Mann“ könne jetzt endlich mal was an der „großen Politik“ ändern.

Razz – Zeitung für ein radikales Hannover # 19, Dezember 1990 (zit. n. Anarchismus.at
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September 19th, 2017 at 7:00 am

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Es handelt sich (bei Gallien in den Asterix und Obelix-Comics) um eine autochthone und homogene Dorfgemeinschaft, die sich nicht nur dem römischen Imperium, sondern allen äußeren Einflüssen überhaupt widersetzt. Frauen sind entweder mütterlich oder begehrenswert gezeichnet. Wissenschaft ist funktionierende Alchemie und obliegt dem drui­dischen Oberpriester, die technische Entwicklung verharrt in der Hinkelsteinzeit. Und der Dorfälteste spricht „frei von der Leber“ weg, wenn er sagt: „Ich habe nichts gegen Fremde, einige meiner besten Freunde sind Fremde. Aber diese Fremden sind nicht von hier.“
Und das ist schon, en miniature, die ganze Philosophie der Identitären. (…) Schließlich ist jedes Symbol auch nur weißes Papier. Es kommt darauf an, mit welcher Ideologie es beschrieben oder überschrieben ist.

Arno Frank, die tageszeitung taz, 18.09.2017
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September 18th, 2017 at 9:45 am

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Polizisten weisen immer den Vorwurf zurück, dass sie aus reinem Rassismus kontrollieren, sondern finden in der Regel eine zusätzliche Bestätigung ihres Verdachts. Ich nenne das „selbstreferenzielle Verdachtsschöpfung“: Wenn ein Beamter gezielt junge Migranten in tiefer gelegten Autos kontrolliert, dann wird er wahrscheinlich auch hin und wieder Betäubungsmittel bei ihnen finden. Und kann dann behaupten, die Praxis beruhe auf polizeilicher Erfahrung.

Rafael Behr, Professor für Polizeiwissenschaften, im Interview mit Nadja Schlüter, jetzt.de, 08.09.2017 Read the rest of this entry »

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Ich wurde selbst schon zum Racial Profiling aufgefordert. Als ich im Streifendienst angefangen habe, bekam ich von meinem Vorgesetzten mehrfach eine durchschnittliche Beurteilung. Also habe ich nachgefragt: ‚Was muss ich tun, um besser als der Durchschnitt zu sein?‘ Er hat zu mir gesagt: ‚Geh an den Bahnhof und kontrollier‘ Neger. Geh raus und kontrollier‘ Bimbos. Dann hast du spätestens bei jedem Dritten eine Anzeige. Damit kannst du dir Fachwissen aneignen und hebst dich von der Masse ab.‘ Ich habe gefragt, ob das sein Ernst sei. Und gesagt, dass ich dann lieber die Durchschnittsbeurteilung nehme.

Polizeibeamter im Interview mit Nadja Schlüter und Charlotte Haunhorst, Jetzt.de, 08.09.2017

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September 13th, 2017 at 6:04 pm