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Blog für relevante Sichtweisen zum Zeitgeschehen. Twitter: @s_ights

Archive for the ‘Antifaschismus’ Category

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Von Seiten der Schulleitung zeigen wir uns entsetzt über den Umgang von Teilen der Presse mit den erhobenen Vorwürfen. Aus der o.g. Chronologie wird deutlich,dass eine fundierte Stellungnahme seitens der Schule, auch aufgrund der zurückliegenden Ferien, nur nach einer gewissen Zeit erfolgen kann. Dennoch wurde von Teilen der Presselandschaft die Sichtweise der AfD-Fraktion bzw. die Wortwahl aus der SKA (Anm. Schriftliche Kleine Anfrage) übernommen, ohne dass die betroffene Schule die Zeit hatte, faktenbasiert zu antworten. Dies finden wir fahrlässig. Gerade in der aktuellen Debatte um „Fake News“, halbwahrheiten und journalistischen Standards, sollte ein fachlich fundierter, faktenbasierter Artikel wichtiger sein, als die „schnelle“ Aufmerksamkeit mit zum Teil möglichst „effekt-heischenden“ Überschriften und Kommentaren.

Die Schulleitung der Ida-Ehre-Schule, Hamburg, zu den Vorwürfen der AfD und des Hamburger Abendblattes, Linksextremismus an der Schule zu dulden, 21.03.2019
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Unterdessen gibt es in der Bürgerschaft ganz unterschiedliche Ansichten zu der politischen Werbung. „Wir begrüßen es ausdrücklich, dass sich Jugendliche antifaschistisch engagieren. Antifaschismus ist kein Verbrechen, sondern gerade heute wieder bittere Notwendigkeit“, sagt Linken-Fraktionschefin Sabine Boeddinghaus. Dies zeige sich auch darin, dass schon Aufkleber mit antifaschistischen Inhalten mit Gewalttätigkeit gleichgesetzt würden. „Demokratiebildung und politische Auseinandersetzung sind Auftrag der Schulen, dafür müssen sie auch den Raum schaffen. Da erwarte ich von der zuständigen Behörde die entsprechende Unterstützung und nicht eine öffentliche Maßregelung auf Zuruf eines widerlichen AfD-Hetzportals“, so Boeddinghaus.

Hamburger Morgenpost, 19.03.2019
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Und diese Gefahr, dass „Patrioten“ wieder mit ihrem „Nationalstolz“ ein dreckiges Deutschland erschaffen, geht eben nicht nur von den Rechtsextremen aus, die kommt auch gerade aus der vermeintlichen „Mitte der Gesellschaft“, von den sich selbst als „Bürgerliche“ bezeichnenden Wackelkandidaten, die in ihrer Mittelmäßigkeit auch wieder bereit sind, über Menschenrechte und Grundrechte zu verhandeln.

Fred Groeger, Die Kolumnisten, 28.12.2018
Sichten-Cloud: Die enthemmte Mitte
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Und wer angesichts der zahlreichen Gewaltaufrufe der AfD und anderer rechter Gruppen nur mit „Keine Gewalt“ und Justizgrundsätzen reagiert, verkennt, dass sich der Mörder von Kamal K. nicht um solche Grundsätze scherte und diese Gewalt gegen Menschen sehr wohl existiert. „Keine Gewalt“ ist angesichts der Tatsache, dass zahlreiche Menschen heute in Deutschland Gewalt ideologisch befürworten und sie auch ausführen, eine naive Parole.

Lalon Sander, taz, 15.01.2019
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Januar 18th, 2019 at 12:12 am

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Was seltsamerweise nie passiert: dass ein Extremismusforscher nach tagelanger Berichterstattung über linke Gewalt – etwa bei den G20-Protesten in Hamburg – ankommt und mahnt: „Wir dürfen aber die rechtsextreme Gewalt nicht vergessen!“
Was also treibt einen wie Jesse dazu, in Zeiten von Chemnitz und Köthen unbedingt über linke Gewalt sprechen zu müssen?

Sebastian Leber, Der Tagesspiegel, 23.09.2018
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September 25th, 2018 at 12:13 am

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Es ist ein – schlechter – rhetorischer Trick, diesen [Antifa-]Gruppen Widerstand zu verunmöglichen, indem man ihnen als einzige Art, sich zu wehren, ein sanftes Lächeln und ein paar warme Worte zugesteht. Es stimmt, dass Antifaschisten und Antifaschistinnen manchmal gewalttätig werden. Es stimmt total. Sie mussten es zum Beispiel in den Vierzigerjahren werden, um das faschistische Deutschland zu besiegen, weil höfliche Ansprachen manchmal nicht ausreichen.

Margarete Stokowski, Spiegel Online, 04.09.2018

 

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September 4th, 2018 at 7:13 pm

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Widerstand gegen Rechtsradikale muss radikal sein, es geht nicht anders. Radikal heißt in diesem Fall: breit aufgestellt, unnachgiebig, keine Menschenfeindlichkeit duldend. Die Nachrichten aus Chemnitz zeigen, dass Nazis in diesem Land zu wenig Angst haben.

Margarete Stokowski, Spiegel Online, 04.09.2018

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September 4th, 2018 at 6:21 pm

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Diejenigen, die das sagten, waren keine Glatzköpfe in Springer-Stiefeln und trugen auch keine Thor-Steinar-Klamotten. Es waren äußerlich besehen ganz normale sächsische Bürger. Sie würden sich vermutlich nicht selbst als Neo-Nazis verstehen, nur weil sie etwas den Holocaust bezweifeln und an ein Einsitzer-Volksflugzeug erinnern. Sie reden von „den Rechten“ und meinen nicht sich selbst. Bei PEGIDA sind sie allerdings ganz vorn mit dabei, wie zu hören war. Und morgen 15:00 Uhr, da wollen sie wieder zusammenkommen und demonstrieren…

Dr. Harald Lamprech, Confessio, 28.08.2018

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Heute mal ein Song. Das Bündnis Chemnitz Nazifrei hat diesen Song gepostet. Er fasst die Situation in der BRD gut zusammen und vermittelt zwischen den Menschen, die im gesellschaftlichen und globalen Umbruch stecken und in ihrer Orientierungslosigkeit die Werte der Aufklärung auf eine harte Probe stellen. Verteidigen wir unsere Werte der Emanzipation und schreiben die Geschichte, die in Deutschland einen rechten Turn erfährt, um! Sei dir der Kraft deines eigenen Handelns bewusst!

Organisiert den antifaschistischen Widerstand!

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August 30th, 2018 at 8:39 am

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Antifaschismus ist die politische Ablehnung und Bekämpfung des Faschismus und möglicher Entwicklungen dorthin. Unter Faschismus wiederum versteht man grundsätzlich drei verschiedene Ebenen: Die Faschistische Ideologie; Bewegungen, Parteien und andere Zusammenschlüsse, die Faschismus etablieren wollen, sowie tatsächliche faschistische Regime. Letztere teilen bestimmte Wesensmerkmale: „[…] Gemeinsam ist ihnen a) eine charismatische, autoritäre Führerfigur, b) die strikte Unterwerfung unter das Führerprinzip und c) der hierarchische Aufbau der politischen Organisation; weiterhin d) das rechtsextreme, offen rassistische und fremdenfeindliche Gedankengut und e) die (in Bezug auf andere politische Überzeugungen) negative Eigendefinition (als antidemokratisch, anti-parlamentarisch, antiliberal, anti-humanistisch etc.).

Anja Schillhaneck, 19.05.2014
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August 29th, 2018 at 7:47 am