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Blog für relevante Sichtweisen zum Zeitgeschehen. Twitter: @s_ights

Archive for the ‘Antisemitismus’ Category

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Sich hinter künstlerischer Freiheit zu verstecken oder kalkulierte Geschmacklosigkeiten als Stilmittel zu verteidigen, ist lächerlich. Provokation um der Provokation willen ist substanzlos und dumm. Und eine Industrie, die ohne moralische und ethische Bedenken Menschen mit rassistischen, sexistischen und gewaltverherrlichenden Positionen nicht nur toleriert, sondern unter Vertrag nimmt und auch noch auszeichnet, ist skrupellos und korrupt.

Marius Müller-Westernhagen, Die Welt, 17.04.2018.
Statement zum mit dem Echo-Preis ausgezeichneten Rapper Kollegah wegen seiner antisemitischen Texte. Die Kritik Westerhagens besitzt auch jenseits der Musik – in der gesamten Medienindustrie – Gültigkeit. Read the rest of this entry »

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August 5th, 2018 at 10:49 am

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Dabei darf nicht vergessen werden, dass auch das „Dritte Reich“ nicht mit der Endlösung begann und der Zweite Weltkrieg sechs Jahre nach der Machtergreifung. Wer wird denn gleich mit dem Tor ins KZ fallen wollen? Doch wohin die Reise auch diesmal gehen soll, darüber muss man sich angesichts der Radikalität und Tonalität der Äußerungen einer Vielzahl von AfD-Funktionären keinerlei Illusionen hingeben: Da ist der Berliner AfD-Abgeordnete Kay Nerstheimer, der syrische Flüchtlinge als „widerliches Gewürm“ und Homosexuelle als „degenerierte Spezies“ bezeichnet; da ist der Vorsitzende der AfD Sachsen-Anhalt, André Poggenburg, der Türken „Kümmelhändler“ und „Kameltreiber“ nennt und der „linksextreme Lumpen“ von deutschen Hochschulen verbannen und praktischer Arbeit zuführen will.

Philip Meinhold, 17.3.2018, taz
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Mein solidarisches Verhältnis zu Israel macht mich nicht blind und taub für israelische Vergehen. Im Gegenteil. Was in Teilen schrille Debatte um Antisemitismus und Antizionismus vernachlässigt, ist jene Kritik, die in emotionaler Nähe und Sorge um Israel, nicht in antisemitische Verweigerung des Existenzrechts Gründer.

Carolin Emcke

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Mai 8th, 2018 at 12:26 pm

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  1. Es gibt sieben Beispiele von schwersten Kriegsverbrechen, wo Burschenschafter beteiligt waren. Und alle diese Burschenschafter sind nach wie vor in den Ehrenlisten und Tafeln ihrer Verbindungen.

Rudolf Gelbard,Holocaustüberlebender aus Österreich zur Kraft hinter der FPÖ
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November 3rd, 2017 at 10:22 am

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Doch Feminismus war damals kein Streitpunkt zwischen dem antideutschen und antiimperialistischen Lager. Die antiimperialistische Linke betrachtete Patriarchat und Sexismus meist als ein Resultat des Kapitalismus, das deshalb gemeinsam mit diesem zugrunde gehen würde. Dies ist auch heute noch eine gängige Überzeugung in linken Kreisen (so verkürzt diese These vom bloßen „Nebenwiderspruch“ auch ist). (…) Auch in antideutschen Gruppen war das anfangs noch eine verbreitete Analyse. Doch inzwischen scheint dies nicht mehr so zu sein. Sexismus wird dort immer seltener als Resultat des Kapitalismus betrachtet und stattdessen als Problem von regressiv-religiösem Denken definiert. Denn den wirklich schlimmen Sexismus gäbe es ja in westlichen Ländern nicht mehr. Männer und Frauen seien gleichberechtigt und Sexismus gehe angeblich vor allem von Menschen aus, die nicht den westlichen Vorstellungen einiger „AntiDEdudes” entsprechen. Also von Muslimen. Eine Ansicht, die natürlich nur in einer männlich dominierten Bubble bestehen kann.

Maxine Bacanji, an.schläge – Das feministische Magazin, 12.10.2017

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Oktober 18th, 2017 at 9:13 pm

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Allen jüdischen Freundinnen & Freunden wünsche ich ein frohes & glückliches Rosch Haschana. Allen Antisemiten wünsche ich Fußpilz,mindestens

Mehmet G. Daimagüler via Twitter, 21.09.2017
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September 21st, 2017 at 1:54 pm

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Vor allem aber zeigt sich Römgens, der auch Vorstandsmitglied der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Neuss ist, entsetzt darüber, dass nach Gaulands Lob für die Soldaten des Nazi-Regimes als Gegenreaktion kein „Aufschrei der Anständigen“, der demokratischen Parteien kam: „Wir würden uns wünschen, dass es eine klare Gegenposition gibt.“

Bert Römgens von der Jüdischen Gemeinde gegenüber NGZ Online, 19.9.2017
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Es sind die Methoden, die schon im Kampf gegen Donald Trump versagt haben: eine halb weinerliche, halb entrüstete Warnung vor der drohenden Gefahr für die Demokratie, unterlegt mit unzähligen Skandalisierungen rassistischer Ausfälle, vorgetragen von der politischen, medialen und kulturellen Elite im Ton der Volkspädagogik. Die ideologisch verhärteten Faschisten in der AfD lachen über solche Entlarvungen, die frustrierten und verwirrten Protestwähler, die der Partei nur lose anhängen, fühlen sich durch derart herablassende oder anklagende Belehrungen provoziert und binden sich trotzig nur noch fester an die AfD.

Michael Bittner, Blog, 14.09.2017
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September 15th, 2017 at 11:45 am

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Die „enthemmte Linke“, die alles in Frage stellt, aber jede Kritik am Islam als ‚islamophob’ zurückweist, hat mit ihrem Islamappeasement den Erfolg rechter Parteien erst ermöglicht und lässt säkulare, islamkritische Muslime im Stich, ja bekämpft diese sogar. Eine Kritik des Antisemitismus ist dem intersektionellen Feminismus begrifflich gar nicht mehr möglich, sodass diese feministische Theorie im Hass auf den jüdischen Staat linke Aktivisten und fundamentalistische Muslime vereint.

Hannah Wettig und Jörg Huber, Bahamas, 6. Juli 2017, Vortrag „Feminismus & Antirassismus – Was die Kölner Silvesternacht mit dem Kopftuch zu tun hat und warum Dieter Salomon die Schere im Kopf mit linken Antirassisten teilt“

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September 3rd, 2017 at 1:51 am

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Blicken wir auf die Vorkommnisse am Tempelberg, so gestaltete sich dort der Einsatz dieser Detektoren als weitaus schwieriger als in Mekka. Nicht etwa, weil es an Legitimation fehlen würde. Zwei israelisch-drusische Beamte verloren ihr Leben bei einem arabischen Terroranschlag auf dem Tempelberg. Es ist eher verwunderlich, warum die Installation der Detektoren nicht schon früher erfolgte – denn die Lagerung von Waffen ist dort schon fast eine Tradition.

Als Reaktion auf die daraufhin vorgenommenen israelischen Sicherheitsvorkehrungen folgte der „Tag des Zorns“. Initiiert vom „gemäßigten“ „Friedensengel Abbas“ höchstpersönlich (um Papst Franziskus zu zitieren). Nun möchte man sich unweigerlich fragen, was an blindem und indoktrinierten Zorn dieser Person und seiner Anhänger neu sei. Im Grunde gar nichts. Und so widerwärtig die anschließenden Morde an drei Israelis in Judäa und Samaria waren, so wenig überraschend sind sie.

Melissa Kaiser, 4. August 2017, Jüdische Rundschau
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