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Gesellschaftskritische Kommunikation

Archive for the ‘Antisemitismus’ Category

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Vor allem aber zeigt sich Römgens, der auch Vorstandsmitglied der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Neuss ist, entsetzt darüber, dass nach Gaulands Lob für die Soldaten des Nazi-Regimes als Gegenreaktion kein „Aufschrei der Anständigen“, der demokratischen Parteien kam: „Wir würden uns wünschen, dass es eine klare Gegenposition gibt.“

Bert Römgens von der Jüdischen Gemeinde gegenüber NGZ Online, 19.9.2017
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September 19th, 2017 at 7:06 pm

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Es sind die Methoden, die schon im Kampf gegen Donald Trump versagt haben: eine halb weinerliche, halb entrüstete Warnung vor der drohenden Gefahr für die Demokratie, unterlegt mit unzähligen Skandalisierungen rassistischer Ausfälle, vorgetragen von der politischen, medialen und kulturellen Elite im Ton der Volkspädagogik. Die ideologisch verhärteten Faschisten in der AfD lachen über solche Entlarvungen, die frustrierten und verwirrten Protestwähler, die der Partei nur lose anhängen, fühlen sich durch derart herablassende oder anklagende Belehrungen provoziert und binden sich trotzig nur noch fester an die AfD.

Michael Bittner, Blog, 14.09.2017
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September 15th, 2017 at 11:45 am

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Die „enthemmte Linke“, die alles in Frage stellt, aber jede Kritik am Islam als ‚islamophob’ zurückweist, hat mit ihrem Islamappeasement den Erfolg rechter Parteien erst ermöglicht und lässt säkulare, islamkritische Muslime im Stich, ja bekämpft diese sogar. Eine Kritik des Antisemitismus ist dem intersektionellen Feminismus begrifflich gar nicht mehr möglich, sodass diese feministische Theorie im Hass auf den jüdischen Staat linke Aktivisten und fundamentalistische Muslime vereint.

Hannah Wettig und Jörg Huber, Bahamas, 6. Juli 2017, Vortrag „Feminismus & Antirassismus – Was die Kölner Silvesternacht mit dem Kopftuch zu tun hat und warum Dieter Salomon die Schere im Kopf mit linken Antirassisten teilt“

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September 3rd, 2017 at 1:51 am

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Blicken wir auf die Vorkommnisse am Tempelberg, so gestaltete sich dort der Einsatz dieser Detektoren als weitaus schwieriger als in Mekka. Nicht etwa, weil es an Legitimation fehlen würde. Zwei israelisch-drusische Beamte verloren ihr Leben bei einem arabischen Terroranschlag auf dem Tempelberg. Es ist eher verwunderlich, warum die Installation der Detektoren nicht schon früher erfolgte – denn die Lagerung von Waffen ist dort schon fast eine Tradition.

Als Reaktion auf die daraufhin vorgenommenen israelischen Sicherheitsvorkehrungen folgte der „Tag des Zorns“. Initiiert vom „gemäßigten“ „Friedensengel Abbas“ höchstpersönlich (um Papst Franziskus zu zitieren). Nun möchte man sich unweigerlich fragen, was an blindem und indoktrinierten Zorn dieser Person und seiner Anhänger neu sei. Im Grunde gar nichts. Und so widerwärtig die anschließenden Morde an drei Israelis in Judäa und Samaria waren, so wenig überraschend sind sie.

Melissa Kaiser, 4. August 2017, Jüdische Rundschau
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„Ain ́t I A Woman?” aus dem Mund der Schwarzen Sklavin Sojourner Truth im 19. Jahrhundert benennt ein zentrales Element und Problem der Intersektionalitätsdebatte: Wer gehört aufgrund welcher Eigenschaften zu unterdrückten sozialen Gruppen? Gesellt sich zum Frausein das Schwarzsein als add-on, oder – und in diese Richtung geht schließlich auch die Diskussion – ist die Existenz verschiedener Unterdrückungsformen anders als additiv zu fassen?

Nina Degele und Gabriele Winker in “ Intersektionalität als Mehrebenenanalyse“, Juli 2007.

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Mit Humor klappt alles, das Fieseste kann man mit Humor verzieren

Faye Cukier, Edelweisspiraten Festival 2016, 03.07.2016

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Im Widerstand gegen den „Großen Austausch“, der in Wahrheit Angst hat vor den Unübersichtlichkeiten der modernen Weltgesellschaft, „unterlaufen“ überforderten AfD-Funktionären gehäuft rassistische Schlenker. Potenzielle Anhänger können daran erkennen, wohin die Reise geht: Wer politische Entscheidungen einzig nach einem angstbesetzten Wir-Gefühl trifft, der kann weder wirtschaftlichen Nutzen noch grenzüberschreitende Solidarität noch menschliche Kooperations- und Lernfähigkeit einrechnen. Und landet fast zwangsläufig beim ethnisch-religiösen Bürgerkrieg, den Nationalisten beschwören und in Wahrheit selbst inszenieren.

Claus Leggewie, Frankfurter Rundschau, 17.06.2016 beschreibt den Weg in den Faschismus. Er veröffentlicht „Ihr Kampf. Identitäre, Eurasier und Dschihadisten gegen Europa“ via Edition Suhrkamp.

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»Antideutscher Kommunismus« kann sich aber auch nicht auf unmittelbare soziale Forderungen beschränken. So sinnvoll es ist, Forderungen nach mehr Lohn, sozialer Teilhabe, der Befriedigung sozialer Grundbedürfnisse und Rechte zu unterstützen, so beschränkt ist der vermeintliche Klassenkampf von unten heutzutage auf ein bisschen Umverteilung. Hinter der Ebene des Klassenkampfs, dem berechtigten Kampf um mehr Teilhabe am Ertrag des kapitalistischen Systems, steht die Ideologieebene, auf der sich die Subjekte für eine radikale Kritik der politischen Ökonomie und kapitalistischen Vergesellschaftung entscheiden können: nicht mehr Raum im Käfig, sondern der Ausbruch!

Gaston Kirsche, Jungle World 47/2005

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Juni 1st, 2016 at 8:59 am

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Die linke Debatte um die aktuellen Nahostkonflikte ist keineswegs   zu ihrem Ende gekommen. Die Breite von Positionenn verdeutlicht  vor  allem die Tiefe der Gräben im linken Diskurs und die Notwendigkeit einer sachlichen Auseinandersetzung. Diese Auseinandersetzung muss nicht zwingend die radikalsten Positionen einschließen. Jedoch ist  ein gewisser Konsens in der auf gesellschaftliche Veränderung sowie auf soziale und demokratische Rechte orientierten Linken wünschenswert.  Auch im Sinne der Bekämpfung rechtsradikaler Unterwanderungsversuche    von sozialen Bewegungen müssen sich bestimmte Essentials durchsetzen.  Schließlich  dürfte niemandem die verlogene Palästina-Solidarität,  der plumpe Antiamerikanismus und die geheuchelte Friedensdemagogie der  radikalen  Rechten  entgangen  sein.  Zu  einem  solchen  Essential  gehört die bedingungslose Anerkennung des Existenzrechts Israels.

Katja Kipping, 8. Dezember 2006, Inhaltliche Stellungnahme zu Beginn des Fusionsprozesses zwischen WASG und PDS zu Die Linke

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Mai 6th, 2016 at 7:00 pm

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Zur Gründung Israels spielt neben dem Holocaust auch das Schicksal hunderttausender arabischer verfolgter Juden eine zentrale Rolle. Antisemiten und Israelkritiker lassen diesen Teil der Geschichte aus. So denken viele, Israeliten gehörten nicht in den Nahen Osten, hätten fremdes Land besetzt. Tatsächlich erlebten Ägypter, Iraner, Iraker uva. Verfolgung, Unterdrückung bis hin zu Progromen aufgrund ihres jüdischen Glaubens. Seit den 1930er Jahren fanden hunderttausende arabische Flüchtlinge im damals in der Gründung befindlichen Staat Israel einen sicheren Hafen, Unabhängigkeit und Freiheit.
In Erinnerung an dieses oftmals ausgeblendete Schicksal dokumentiere ich die Dokumentation “The Forgotton Refugees”.

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Mai 4th, 2016 at 8:00 am