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Blog für relevante Sichtweisen zum Zeitgeschehen. Twitter: @s_ights

Archive for the ‘Gentrifizierung’ Category

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Es geschieht zum Teil außerordentlich raffiniert, dass also gesagt wird, „na ja, wir brauchen für die Regelung des Straßenverkehrs in der Zukunft, damit der nicht eine Katastrophe ergibt, eine internetgesteuerte Logistik“. Das leuchtet ja erstmal ein. Aber dann heißt es: „Die Logistik, die entwickeln wir. Wir haben dafür das Know-how und das Datenspeicherungspotenzial.
Und die gesamte Produktion von Verkehrsmitteln gerät allmählich in diesen logistischen Sog, sodass die großen Autofirmen, Autoproduzenten zum Beispiel zu so etwas wie Zulieferern einer gigantischen Verkehrslogistik gemacht werden sollen.

Christoph Türcke kritisiert die Digitalisierung des Verkehrs im Interview mit Thorsten Jantschek darüber, wie das Internet demokratische Öffentlichkeit zerstört, Deutschlandfunk Tacheles, 09.03.2019

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Deshalb entstehen trotz aller Moderne-Kritik, trotz der postmodernen Wende in den Achtzigerjahren, trotz Tausender Workshops und Bürgerbeteiligungen immer noch gnadenlos runtergerasterte, klinische Straßenzüge. Wie rund um den Berliner Hauptbahnhof und im nördlich angrenzenden Europaviertel, wie im neuen Europaviertel in Frankfurt am Main, wie im Europaviertel in Stuttgart oder der Bahnstadt von Heidelberg. An keinem dieser Orte will sich ein angenehmes Stadtgefühl einstellen.

Rainer Haubrich, Welt, 16.01.2019

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Januar 23rd, 2019 at 8:33 am

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(…) wie Stadt kaputt gemacht wird, durch die gedankenlos und geschichtslos vor sich hin malmende Maschine des Kaputt-Mach-Kapitalismus.

Georg Diez über den Verlust des öffentlichen Raumes, Spiegel Online, 26.08.2018
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August 31st, 2018 at 11:48 am

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Denn es geht um mehr als um Gentrifizierung, die nur ein Teil des Problems der gegenwärtigen Städte darstellt – es geht beim Kampf um die Stadt um die grundsätzliche Frage, wie Demokratie funktionieren soll, was Eigentum bedeutet, welche Verantwortung an Eigentum geknüpft werden soll, wie Wirtschaft, Energie, Gemeinschaft, Technologie anders gedacht werden können, es (geht) um das Verhältnis des Einzelnen zur Gesellschaft, „(…) wie der Kapitalismus der Demokratie schadet, sie schwächt und aushöhlt.

Georg Diez, Spiegel Online, 26.08.2018
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August 27th, 2018 at 8:15 am

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Und so hat die Architekturwelt seit neuestem ein neues Lieblingsthema: den Boden. (…) Statt Detailverbesserungen und leichter Verordnungsentschlackung wird nach einer Revolution der Besitzverhältnisse gerufen, danach, sich die Stadt aus der Hand der Spekulanten zurückzuholen

Niklas Maak, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.04.2018 Read the rest of this entry »

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Stadtpolitik heute ist eine Übung von Moderation. Die Leute wollen das und sie möchten sich dazu auch physisch in einem Raum treffen. Natürlich verfolgt jeder egozentrisch seine Interessen, aber man kann sie abholen und einen gemeinsamen Nenner verhandeln.

Wolfgang Kaschuba, Ethnologe und Kulturwissenschaftler am Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität Berlin, interviewt von Alexandra Ringendahl, Kölner Stadtanzeiger, 21.04.2018

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Diejenigen, die sich nicht an den bestehenden Kodex gehalten haben, verlangen nun, dass dieser verschärft wird. Das Problem war doch nicht, dass es bislang keine scharfen Regeln gab. – Das Problem war, dass die Fraktionsspitzen von CDU, Grünen und SPD die bestehenden Regeln ignorierten. Auf so ein Verhalten wusste der römische Dichter Horaz eine Antwort: „Was nützen die Gesetze uns, wenn gute Sitten fehlen?“

Jörg Detjen zum Klüngel in der Kölner Stadtpolitik, 03.05.2018
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Mai 3rd, 2018 at 6:31 pm

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Wäre das nicht schön? Man steigt in den nächsten Bus oder die nächste Bahn ein, ohne sich um ein Ticket Gedanken zu machen und fährt wohin man mag? Nein, das wäre nicht schön. Nicht nur, weil der Steuerzahler den Nahverkehrsunternehmen Einnahmen in Milliardenhöhe ersetzen müsste, sondern weil das Geld für andere Dinge viel besser ausgegeben wäre: Zum Beispiel für neue Strecken, mehr Busse und Bahnen, höhere Gehälter für die Mitarbeiter und eine bessere Abstimmung der Angebote.

Stefan Laurin, Ruhrbarone, 14.02.2018

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Februar 14th, 2018 at 9:11 am

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Die Polizei spricht sich sogar dafür aus, den westlichen Teil mehrere Meter hoch komplett aufzuschütten, die städtische Arbeitsgruppe hält das aber für unverhältnismäßig. Die Künstler sollen den Platz möglichst weiter nutzen. Am heutigen Donnerstag behandelt der Stadtentwicklungsausschuss das Thema, der Stadtrat entscheidet am Dienstag über das Grobkonzept – und hat sich im Vorfeld fast geschlossen gegen den Wegfall der Zugänge ausgesprochen. Bis März sollen Kostenprognosen hinzugefügt, der Rat das verfeinerte Konzept endgültig absegnen. Die wichtigsten Fragen.

Matthias Hendorf, Kölnische Rundschau, 14.12.2017
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Dezember 18th, 2017 at 9:47 am

AZ Köln wehrt sich gegen Lügen der Stadt Köln

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