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Blog für relevante Sichtweisen zum Zeitgeschehen. Twitter: @s_ights

Archive for the ‘Gentrifizierung’ Category

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(…) wie Stadt kaputt gemacht wird, durch die gedankenlos und geschichtslos vor sich hin malmende Maschine des Kaputt-Mach-Kapitalismus.

Georg Diez über den Verlust des öffentlichen Raumes, Spiegel Online, 26.08.2018
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August 31st, 2018 at 11:48 am

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Denn es geht um mehr als um Gentrifizierung, die nur ein Teil des Problems der gegenwärtigen Städte darstellt – es geht beim Kampf um die Stadt um die grundsätzliche Frage, wie Demokratie funktionieren soll, was Eigentum bedeutet, welche Verantwortung an Eigentum geknüpft werden soll, wie Wirtschaft, Energie, Gemeinschaft, Technologie anders gedacht werden können, es (geht) um das Verhältnis des Einzelnen zur Gesellschaft, „(…) wie der Kapitalismus der Demokratie schadet, sie schwächt und aushöhlt.

Georg Diez, Spiegel Online, 26.08.2018
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August 27th, 2018 at 8:15 am

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Und so hat die Architekturwelt seit neuestem ein neues Lieblingsthema: den Boden. (…) Statt Detailverbesserungen und leichter Verordnungsentschlackung wird nach einer Revolution der Besitzverhältnisse gerufen, danach, sich die Stadt aus der Hand der Spekulanten zurückzuholen

Niklas Maak, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.04.2018 Read the rest of this entry »

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Stadtpolitik heute ist eine Übung von Moderation. Die Leute wollen das und sie möchten sich dazu auch physisch in einem Raum treffen. Natürlich verfolgt jeder egozentrisch seine Interessen, aber man kann sie abholen und einen gemeinsamen Nenner verhandeln.

Wolfgang Kaschuba, Ethnologe und Kulturwissenschaftler am Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität Berlin, interviewt von Alexandra Ringendahl, Kölner Stadtanzeiger, 21.04.2018

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Diejenigen, die sich nicht an den bestehenden Kodex gehalten haben, verlangen nun, dass dieser verschärft wird. Das Problem war doch nicht, dass es bislang keine scharfen Regeln gab. – Das Problem war, dass die Fraktionsspitzen von CDU, Grünen und SPD die bestehenden Regeln ignorierten. Auf so ein Verhalten wusste der römische Dichter Horaz eine Antwort: „Was nützen die Gesetze uns, wenn gute Sitten fehlen?“

Jörg Detjen zum Klüngel in der Kölner Stadtpolitik, 03.05.2018
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Mai 3rd, 2018 at 6:31 pm

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Wäre das nicht schön? Man steigt in den nächsten Bus oder die nächste Bahn ein, ohne sich um ein Ticket Gedanken zu machen und fährt wohin man mag? Nein, das wäre nicht schön. Nicht nur, weil der Steuerzahler den Nahverkehrsunternehmen Einnahmen in Milliardenhöhe ersetzen müsste, sondern weil das Geld für andere Dinge viel besser ausgegeben wäre: Zum Beispiel für neue Strecken, mehr Busse und Bahnen, höhere Gehälter für die Mitarbeiter und eine bessere Abstimmung der Angebote.

Stefan Laurin, Ruhrbarone, 14.02.2018

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Februar 14th, 2018 at 9:11 am

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Die Polizei spricht sich sogar dafür aus, den westlichen Teil mehrere Meter hoch komplett aufzuschütten, die städtische Arbeitsgruppe hält das aber für unverhältnismäßig. Die Künstler sollen den Platz möglichst weiter nutzen. Am heutigen Donnerstag behandelt der Stadtentwicklungsausschuss das Thema, der Stadtrat entscheidet am Dienstag über das Grobkonzept – und hat sich im Vorfeld fast geschlossen gegen den Wegfall der Zugänge ausgesprochen. Bis März sollen Kostenprognosen hinzugefügt, der Rat das verfeinerte Konzept endgültig absegnen. Die wichtigsten Fragen.

Matthias Hendorf, Kölnische Rundschau, 14.12.2017
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Dezember 18th, 2017 at 9:47 am

AZ Köln wehrt sich gegen Lügen der Stadt Köln

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Recht auf Stadt Initiative führt USK in München vor

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Die bayrische Polizei hat kein Verständnis für ihre eigene Unverhältnismäßigkeit und beschwert sich darüber öffentlich.

Das USK, ein auf Terrorismusbekämpfung spezialisiertes Sondereinsatzkommando, stürmte zunächst die leerstehende Diskothek „Meinburk“, in welchem Besetzende vermutet worden waren. Vorausgegangen war dem eine Presseerklärung der Recht auf Stadt-Initiative „Für Lau Haus“ und an der Außenfassade  angebrachte Transparente. Tatsächlich war dies bloß eine Scheinbesetzung, das Sondereinsatzkommando stürmte stark bewaffnet einen Leerstand. Das nicht dialogbereite Vorgehen in München steht in einer Traditionslinie, die auf Franz-Josef Strauß zurück geht. Im Zuge antikommunustischer Politik etablierte er im Freistaat die Null-Toleranz-Politik gegen linke Besetzungen. Die Einsätze sind gor die Unverhältnismäßigkeit bekannt. Offenbar erwartet die Polizei hierfür von den Aktivist_innen Rpcksichtnahme und beschwert sich:

„Wir haben Null Komma Null Verständnis für solche Aktionen“, sagt Elizabeth Matzinger, Sprecherin der Münchner Polizei. „Das zieht einen riesigen Polizeieinsatz nach sich – und kostet viel Geld.“

Die Initiative „Für Lau Haus“  führte den bayerischen Staat vor, der mit Gewalt gegen soziale und unkommerzielle Initiativen vorgeht. Ihr Anliegen erklären sie so:

Mit ihrer Besetzung des ehemaligen Nobel-Clubs „Meinburk“ wollen die Aktivist_innen nicht wie im Juli Wohnungsleerstand kritisieren, sondern ihrer Forderung nach sogenannten Freiräumen Ausdruck verleihen. Darunter verstehen die Aktivist_innen selbstverwaltete, unkommerzielle Räume. Die Kommerzialisierung des öffentlichen Raums würde die Verdrängung von Menschen mit zu geringem Einkommen auf der Ebene der Lebenshaltungskosten begünstigen, argumentieren die Aktivist_innen in einer Erklärung zu ihrer Aktion. Sie könnten sich das öffentliche Leben schlicht nicht mehr leisten und würden so davon ausgeschlossen. Doch die Aktivist_innen kritisieren nicht nur den finanziellen Ausschluss von Menschen in kommerziellen öffentlichen Räumen. Das mangelnde Mitbestimmungsrecht der Menschen in kommerziellen Räumen würde zu weiteren Diskriminierungen führen. In Clubs beispielsweise herrsche Sexismus, der von den Betreiber_innen nicht ernst genommen und sogar gefördert werden würde. In Freiräumen, in denen alle Menschen die Möglichkeit zur Mitgestaltung und -verwaltung hätten, ließen sich nicht nur die finanziellen Diskriminierungen vermeiden, sondern auch andere Formen der Diskriminierung bekämpfen, argumentieren die Aktivist_innen.

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Das Risiko von Fassadendämmung, als Mittel zur Gentrifizierung, Sicherheitsproblem und Pseudo-Umweltschutz wurde wiederholt von uns thematisiert.

Recht auf Stadt Köln, Facebook, 19.06.2017


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August 24th, 2017 at 11:14 am