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Gesellschaftskritische Kommunikation

Archive for the ‘Nationalismus’ Category

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Wer Geiseln nimmt, handelt aus einer Position der Schwäche. Wer stark ist, weiß seine Interessen anders durchzusetzen.

Volkan Ağar über Geiselnehmer Erdogan, Jungle World Nr. 2017/40 Read the rest of this entry »

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Oktober 8th, 2017 at 5:27 pm

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Worauf basiert denn die heutige Staatenwelt? Die heutige Staatenwelt basiert auf der Fiktion der Deckungsgleichheit von Nation, der Bevölkerung und den staatlichen Grenzen. Das ist das Bild, auf dem die heutige Staatenwelt und erst recht mehrheitlich die postkoloniale Staatenwelt basiert ist. Das ist die Fiktion.

Michael Wolffsohn im Interview mit Narin Sevin Dogan, Deutschlandfunk Kultur ,20.08.2017.
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September 21st, 2017 at 1:50 pm

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Die Ereignisse von 1933 bis 1945 hätten spätestens bis 1928 bekämpft werden müssen. Später war es zu spät. Man darf nicht warten, bis der Freiheitskampf Landesverrat genannt wird. Man darf nicht warten, bis aus dem Schneeball eine Lawine geworden ist. Man muß den rollenden Schneeball zertreten. Die Lawine hält keiner mehr auf. Sie ruht erst, wenn sie alles unter sich begraben hat. … Drohende Diktaturen lassen sich nur bekämpfen, ehe sie die Macht übernommen haben. Es ist eine Angelegenheit des Terminkalenders, nicht des Heroismus …

 

Erich Kästner, zit. aus einer Rede auf der Hamburger Tagung des PEN-Clubs aus Anlaß der 25. Wiederkehr des Jahrestages der Bücherverbrennung, 1958. nach: Praktische Vernunft und Theorien Der Gerechtigkeit: XV. Weltkongress Der Internationalen Vereinigung Für Rechts- und Sozialphilosophie, Göttingen, 18. Bis 24. August 1991 (Werner Maihofer, Gerhard Sprenger).

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September 21st, 2017 at 1:19 pm

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No nation on earth has an interest in seeing this band of criminals arm itself with nuclear weapons and missiles. The United States has great strength and patience, but if it is forced to defend itself or its allies, we will have no choice but to totally destroy North Korea. Rocket Man is on a suicide mission for himself and for his regime. The United States is ready, willing and able, but hopefully this will not be necessary.

Donald Trump, Auszug seiner Rede vor der UN-Vollversammlung vom 19.9.2017, zitiert nach Spiegel Online
Deutsche Übersestzung von Bild.de
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September 19th, 2017 at 11:23 pm

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Die Vereinigten Staaten sind stark und geduldig. Aber wenn sie gezwungen werden, sich selbst oder ihre Verbündeten zu verteidigen, dann haben wir keine Wahl, als Nordkorea total zu zerstören. Der Raketenmann ist auf einer Selbstmordmission für sich selbst und für sein Regime. Die Vereinigten Staaten sind (zu seiner Zerstörung) bereit, gewillt und in der Lage – aber hoffentlich wird das nicht notwendig sein.

Donald Trump, Auszug seiner Rede vor der UN-Vollversammlung vom 19.9.2017, Übersetzung von Bild.de
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September 19th, 2017 at 10:21 pm

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Es handelt sich (bei Gallien in den Asterix und Obelix-Comics) um eine autochthone und homogene Dorfgemeinschaft, die sich nicht nur dem römischen Imperium, sondern allen äußeren Einflüssen überhaupt widersetzt. Frauen sind entweder mütterlich oder begehrenswert gezeichnet. Wissenschaft ist funktionierende Alchemie und obliegt dem drui­dischen Oberpriester, die technische Entwicklung verharrt in der Hinkelsteinzeit. Und der Dorfälteste spricht „frei von der Leber“ weg, wenn er sagt: „Ich habe nichts gegen Fremde, einige meiner besten Freunde sind Fremde. Aber diese Fremden sind nicht von hier.“
Und das ist schon, en miniature, die ganze Philosophie der Identitären. (…) Schließlich ist jedes Symbol auch nur weißes Papier. Es kommt darauf an, mit welcher Ideologie es beschrieben oder überschrieben ist.

Arno Frank, die tageszeitung taz, 18.09.2017
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September 18th, 2017 at 9:45 am

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Betrachtet man die Weltgeschichte des Kommunismus, so war das kommunistische Projekt immer dann erfolgreich, wenn es sich mit einem starken und aggressiven Nationalismus verbinden ließ. Die Stalinistin Sarah Wagenknecht weiß natürlich um diese Geschichte. Und basierend auf diesem Wissen verfolgt sie die Strategie, Kommunismus, Nationalismus, Demokratieverachtung, populistische Xenophobie, Europafeindlichkeit und Antiamerikanismus zu einem toxischen Amalgam zu verbinden. Damit liegt sie konsequent auf der Linie ihrer Partei, die in der Tradition der totalitären Formate KPD und SED steht. Der innerparteiliche Widerstand gegen Wagenknecht hält sich wohl auch deshalb in engen Grenzen. Insbesondere in Ostdeutschland verstehen die alten Genossen ganz genau, wohin Wagenknecht strebt und können nichts dagegen einwenden. Außerhalb der Linkspartei aber können sich nicht alle Vertreter der radikalen Linken damit abfinden, daß Wagenknecht die AfD kopiert.

Reaktion eines Users auf die Sarah Wagenknecht-Kritik von Jutta Dithfurt via Facebook, 12.09.2017
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September 13th, 2017 at 4:12 pm

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Erdogan hat nie richtig anerkannt dass ein Türke, oder eine Türkin, mal etwas anderes werden könnte als eben türkisch zu sein. Menschen mit türkischen Wurzeln, die seit Generationen in Deutschland, den Niederlanden oder Österreich leben und auch die Staatsangehörigkeit dieser Länder angenommen haben, bleiben für ihn Türken.

Volker Perthes, Politikwissenschaftler im Interview mit Michael Hesse, Kölner Stadtanzeiger, zum Fall des Schriftstellers Akhanli, 23.08.2017

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August 23rd, 2017 at 5:11 pm

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Merkel-style consensus politics seems to have trickled down into the arts. Perhaps the most symptomatic product of her decade is a magazine that was launched in the year of her election victory and now sells more than a million copies, more than the revered news weekly Der Spiegel: Landlust, a magazine for those who fantasise about swapping the modern world for country living. The current issue includes special features on autumn flowers and poodles.

Philipp Oltermann, The Guardian, 18.09.2015
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Wir müssen diese Vorurteile besiegen. Ich verlange damit etwas nahezu Unmögliches von Ihnen, weil wir auch unsere Vergangenheit besiegen müssen. Aber wenn wir dies nicht tun, müssen wir ein unumstößliches Prinzip bedenken, meine Damen und Herren: Nationalismus bedeutet Krieg. Krieg, das ist nicht nur Vergangenheit. Er kann auch unsere Zukunft sein.

François Mitterrand, Rede im Europaparlament am 17. Januar 1995, zit. nach Die Zeit und EuroparlTV

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August 20th, 2017 at 3:29 pm