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Gesellschaftskritische Kommunikation

Archive for the ‘Politische Ökonomie’ Category

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Denn etwa 40 Prozent der Beschäftigten haben nach Betriebsratsangaben nur „Flexi-Verträge“, das heißt, die Arbeitszeit wird hoch- und runtergefahren je nach Umsatz. „Dem Mitarbeiter ist bekannt, dass die Vergütung (..) entsprechend dem Umfang des Stundeneinsatzes variieren kann und somit gegebenenfalls nicht geeignet ist, eine stabile Einkommensgrundlage zu liefern.“ – einen solchen Satz müssen die flexiblen „Sales Advisor“, vulgo VerkäuferInnen, unterschreiben, bevor sie sich in die H&M-Klamottenberge wagen.

Barbara Dribbusch, die Tageszeitung taz, 12.10.2017
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Die nun geplante Erhöhung (bei den Militärausgaben) auf 2% des Bruttoinlandsproduktes bedeutet eine Mehrausgabe von 25-30 Mrd € – Allein diese Mehrausgabe ist so viel wie für Bildung, Forschung und Gesundheit zusammen bereitgestellt wird. Das steht in keinem Verhältnis.

Rede vonAngelika Wagner in Kalkar, Regionalvorsitzende des DGB Niederrhein,
05.10.2017, zitiert nach VVN-BDA
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Parlamentswahlen spielen offenkundig in kapitalistischen Demokratien für alle grundlegenden politischen Entscheidungen keine Rolle mehr. Die großen politischen Entscheidungen werden zunehmend von Instanzen und Akteuren bestimmt, die nicht der Kontrolle der Wähler unterliegen. Während also die Hülse einer repräsentativen Demokratie weitgehend formal intakt erscheint, wurde sie ihres demokratischen Kerns nahezu vollständig beraubt. Demokratie birgt also für die eigentlichen Zentren der Macht keine Risiken mehr.

Rainer Mausfeld, Rubikon – Magazin für die kritische Masse, 15.09.2017
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Die deutsche Mittelschicht stellt die meisten Wähler, verliert aber immer mehr politischen Einfluss. Schuld ist das Bürgertum selbst: Es grenzt sich von den Armen ab, wähnt sich an der Seite der Vermögenden – und stärkt damit genau jene, die sich auf seine Kosten bereichern.

Ulrike Herrmann, Der Spiegel Online, 08.04.2010 Read the rest of this entry »

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September 10th, 2017 at 6:43 pm

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Im Wissen um die eigene Austauschbarkeit sind sie zu manch faulem Kompromiss bereit. Die Konfliktfähigkeit hingegen ist gering ausgeprägt. Mangelnde Organisierung, geringe Solidaritätserfahrungen, selbstunternehmerische Subjektivität und informelle Beschäftigungsverhältnisse sind keine gute Basis, um kollektiv für die eigenen Interessen einzustehen. Viele fürchten so, nur ihren eigenen Marktwert zu verschlechtern. Das kreuzbrave akademische Prekariat jammert gern, doch selbst niedrigstschwellige Formen des Engagements sind den meisten dann doch zu aufwendig. Dieser Strukturdualismus verbindet sich mit dem bekannten wenig ausgeprägten und wenig konfrontativen deutschen Protestverhalten.

Peter Ullrich, Jungle World

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Die Annahme, die Nachfrage bestimme das Angebot, ist alt. Dabei finden sich schon bei Marx schlagende Argumente dagegen. Und diese greifen auch bei einer Übertragung auf die Medienwelt – seien es die alten oder die neuen Medien. Und doch hält sich der Glaube an die Bestimmung des Angebots durch die Nachfrage, also der Produktion durch die Konsumption, hartnäckig.

Alison Dorsch, Kritisch Lesen, 4. Oktober 2016.

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Das Projekt Rigaer94 existiert seit nunmehr 26 Jahren. Auch die Bewohner*innenschaft des Vorderhauses lebt hier seit etlichen Jahren. Nun kommt irgendeine dahergelaufene Wurst mit zu viel Geld und meint, er kauft die Immobilie Rigaer94 und wir sollen uns jetzt n Kopf machen wie wir mit deren Profitinteressen auf einen grünen Zweig kommen… Worüber wir uns sehr wohl einen Kopf machen müssen ist, wie wir geschaffene soziale Strukturen im Kiez weiter ausbauen, wie wir unseren Kiez mit anderen Kiezen vernetzten können und das Projekt Rigaer Str. weiter vorantreiben können. Wie wir es schaffen können, den Ausverkauf des Kiezes und die „Verdrängung seiner Bewohner*innenschaft durch steigende Mieten“, wie Frank Henkel eine seiner Strategien gegen die Bewohner*innen der Rigaer Str. und des angrenzenden Kiezes beschreibt, zurück zu schlagen.

Rigaer Straße, Squat in Berlin, 02.10.2016

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Oktober 5th, 2016 at 12:18 am

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Außerdem ist Sigmar Gabriel ein glühender Verfechter des Freihandelsabkommens. Und wann hätte die SPD jemals etwas beschlossen, das der Arbeitnehmerschaft schadet? Also außer Hartz IV. Ok, und der Rente mit 67. Ach ja, und der Zerstörung der staatlichen Rente zugunsten der Versicherungswirtschaft. Oh, und der Öffnung für Öffentlich-Private Partnerschaften. Oder der Abschaffung der Reichensteuer. Ach ja, da waren ja noch der Ausbau des Niedriglohnsektors und 1-Euro-Jobs. Hatten wir die Lockerung des Kündigungsschutzes schon?

Postillon vom 04. Mai 2016 über TTIP

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Der Rock ist ein Gebrauchswert, der ein besonderes Bedürfnis befriedigt.

Karl Marx, Das Kapital

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April 11th, 2016 at 8:30 am

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Beachtlicher sind die großen Geländegewinne jener Gruppen, die politisch am rechten Rand fischen. Deren Wirtschaftsprogramme sind so simpel wie einfach: Sie treten als Schutzmacht des kleinen Mannes auf. Sie verurteilen freien Handel und fürchten die Globalisierung. Sie sehen sich als Opposition gegen Weltkonzerne und herrschende Eliten. Die österreichische FPÖ garniert Portraits ihres Vorsitzenden Heinz-Christian Strache gerne mit der Bildunterschrift: „Sie sind gegen ihn, weil er für euch ist.“

Martin Greive und Andre Tauber, Die Welt

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März 15th, 2016 at 12:00 pm