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Suchte die Mikropolitik noch die Aneignung eines, und die Verbindung mit einem Außen, eben dem, was man nun mal nicht ist (Arthur Rimbauds „Ich ist ein Anderer“ könnte als der Wahlspruch des Minoritär-Werdens gelten), lautet der Appell der Selbst-Kritisch Weißen: „Bleibe der, der du nun einmal bist und trage schwer an deinem Privilegien-Päckchen!“. Zu diesem Zweck findet eine narzisstische Nabelschau statt, die in eine anti-politische, individualistische Sackgasse führt, die sich ideal mit der neoliberal atomisierenden Gesellschaft verträgt. (…) Hinter der Kritik am status quo verbirgt sich dessen Affirmation. Es ist darin kein großes „NEIN! Schluss damit! So soll es nicht länger sein!“ enthalten – vielleicht DIE Voraussetzung aller Emanzipation.

ad calendas graecas Blog, 02.08.2018


Privilegiencheck als unendliches Tribunal. Über die Rückkehr der Bürde des weißen Mannes in der Postmoderne.

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  1. Eine vielleicht etwas ungehaltene Gegenpolemik:
    http://undenkbar.blogsport.de/2018/08/04/antideutscher-privilegiencheck/

    undenkbar

    4 Aug 18 at 17:35

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