s((i))ghts

Blog für relevante Sichtweisen zum Zeitgeschehen. Twitter: @s_ights

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Denken und histo­ri­sche Forschung sind in dem Masse Produkte der Aufklä­rung, wie sie versu­chen, Legenden von angeb­li­chen „Ursprüngen“ und behaup­tete „Tradi­tionen“ durch histo­ri­sches Wissen zu ersetzen. Auf dieses kann man sich zwei­fellos beziehen – aber es bietet nicht mehr die tröst­liche Gewiss­heit von Ursprungs­my­then. Dasselbe gilt für die Kultur: Dass diese immer „ethnisch“ sei, kann mit guten Gründen bestritten werden. Denn Kultur entsteht, wie Genera­tionen von Geis­tes­wis­sen­schaft­lern gezeigt haben, durch Kontakt, Austausch und Über­la­ge­rung mit anderen „Kulturen“ (die ihrer­seits nichts Stabiles sind) und verän­dert sich dabei ständig. Die Verach­tung der Rechten für ein kritisch-aufklärerisches Denken, das Mythen von Wissen scheidet, ist daher noto­risch.

Philipp Sarasin, Geschichte der Gegenwart Blog.

Der alte Hass auf die Aufklä­rung. Die Neue Rechte von Arnold Gehlen bis Botho Strauß

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