s((i))ghts

Blog für relevante Sichtweisen zum Zeitgeschehen. Twitter: @s_ights

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Oft heißt es, durch die Filterblase bekämen Nutzer nur mit, was in ihr Weltbild passt. Das können wir in diesem Fall nicht bestätigen. Wir haben rekonstruiert, welche Tweets den Nutzern der verschiedenen Gruppen angezeigt wurden. Das Ergebnis: Die meisten Fake-News-Verbreiter können die Richtigstellung durchaus gesehen haben. Sie folgen nämlich auch den klassischen Medien wie SPIEGEL ONLINE oder der „Welt“. Anders ist das bei den Nutzern, die die Richtigstellung verbreitet haben. Die haben nämlich mehrheitlich nichts von der ursprünglichen Fake News mitbekommen.

Der Datenanalyst Michael Kreil stellt die Filterblasen-Theorie in Frage, Spiegel Online, 30.12.2017
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Januar 2nd, 2018 at 10:43 am

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Mit anderen Worten: Richter wie der AfD-Bundestagsabgeordnete Jens Maier, der der NPD offenkundig näher steht als dem Bekenntnis zur Menschenwürde, sollten in der Justiz der Bundesrepublik unmöglich sein. Der rechtsradikale Maier ist in der Tat unmöglich, aber seit 20 Jahren ist er Richter am Landgericht Dresden.

Christian Brommarius, Frankfurter Rundschau, 28.12.2017

http://m.fr.de/politik/meinung/leitartikel/afd-jens-maier-ein-unertraeglicher-richter-a-1415440,0#artpager-1415440-0

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Januar 1st, 2018 at 2:39 am

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Wir sind sicher, dass das Schreiben von der Berliner Polizei erstellt und verschickt wurde, da niemand sonst Zugang zu entsprechenden Fotos von ED-Behandlungen und Ermittlungsakten haben dürfte.

Rigaer 94 erhebt schwerwiegende Vorwürfe an die Berliner Polizei und den sog. Staatsschutz, 30.12.2017
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Dezember 31st, 2017 at 12:52 am

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Im Vorjahr waren viele Journalisten auf die irreführenden Meldungen der Polizei hereingefallen, die die massenhaften Übergriffe verschwiegen. Das sorgte allerdings nicht dafür, dass die Meldungen jetzt mit größerer Skepsis behandelten – diesmal schien die Polizei ja das Problem nicht herunterzuspielen, sondern groß zu machen. Allerdings kritisierten Reporter, die vor Ort waren – vor allem ein Kollege von n-tv.de und ich –, was vor dem Hauptbahnhof passiert war. Mehr als einen Migrationshintergrund und ihr Geschlecht schienen die Festgehaltenen nicht gemein zu haben. Auch waren viele offensichtlich nicht in Gruppen unterwegs. Als Grünen-Chefin Simone Peter nur den Einsatz des Begriffes „Nafri“ kritisierte, wurde sie von der Bildzeitung zur „Grüfri“ (Grün-Fundamentalistisch-Realitätsfremde Intensivschwätzerin) gemacht. Ein kritischer Diskurs über einen Einsatz, der durchaus als stigmatisierend bezeichnet werden kann, fand in den deutschen Medien faktisch nicht statt. Und obwohl die Polizei viele Fragen erstmal offen ließ und viel spekulierte, blieben kritische Berichte die Ausnahme.

Sebastian Weiermann, Übermedien, 30.12.2017 Read the rest of this entry »

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Dezember 30th, 2017 at 2:32 pm

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„‘Köln’ ermöglichte eine enorme Diskursverschiebung in der deutschen Öffentlichkeit, die darauf abzielte, jetzt endlich einmal die Wahrheit über ‘die Flüchtlinge’ zu sagen. (…)Hauptsache ist: ‘Unsere Polizei’ hat ‘unsere Frauen’ diesmal erfolgreich vor ‘dem Ausländer’ geschützt. Aber ‘wir’ sind nicht rassistisch.
Köln ist der Inbegriff von #kaltland!“

Irgendwo in Deutschland, Kaltort-Ranking
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Dezember 29th, 2017 at 6:15 pm

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Ohne double-dass es auf geradezu spektakuläre Weise versäumt worden ist, das Projekt der Moderne und der offenen Gesellschaft für das 21. Jahrhundert weiterzudenken. Man hat den erreichten zivilisatorischen Standard der europäischen Nachkriegsgesellschaften offenbar für gegeben und damit dauerhaft gehalten, weshalb man sich darauf beschränken konnte, im komfortablen Innenraum dieses Standards schön kritisch zu sein. Aber Kritik bedeutet auch, die Voraussetzungen zu sichern, unter denen Handlungsspielräume für die ökosoziale Transformation der modernen
Gesellschaften existieren.

Harald Welzer, Editorial von „Wer keine Visionen hat, soll zum Arzt gehen!“ (Futurzwei / Dezember 2017)

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Dezember 28th, 2017 at 9:24 am

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Da ist es ungünstig, dass niemand so richtig weiß, was eine »Linke« als politische Antagonistin heute eigentlich noch ist. Deshalb fällt die Reaktion auf die Renaissance der Rechten auch ganz unangemessen aus – nämlich in der Regel sozialpädagogisch, so als handele es sich bei der Absicht, den liberalen demokratischen Rechtsstaat zu zerstören, um eine Art irrtümlicher Trotzhaltung, der man mit viel Verständnis und gutem Zureden schon beikommen könne.

Harald Welzer, Editorial von „Wer keine Visionen hat, soll zum Arzt gehen!“ (Futurzwei / Dezember 2017)

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Dezember 28th, 2017 at 9:16 am

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In der Besetzung und Verschiebung der Grenzen dessen, was im Pop gesagt werden darf, folgt die Szene auf der einen Seite der Gramsci-Idee von der Herstellung der kulturellen Hegemonie, die vor den eigentlichen Kämpfen um die Machtübernahme erreicht werden soll, und von der „passiven Revolution“ (von rechts). Sie folgt aber auch den Marktgesetzen. Wer die Grenzen nach rechts hin überschreitet, darf sich öffentlicher und medialer Aufmerksamkeit sicher sein. Geradezu exemplarisch ist das Vorgehen von Xavier Naidoo und den Söhnen Mannheims: mit einer halbfaschistischen Provokation Aufsehen erregen, sich in öffentlichen Auftritten an den Mainstream zurückkoppeln, die ursprüngliche Aussage in Zorn und politisches Missverständnis verwandeln, das Medienecho als Verkaufsförderung genießen – und dann wieder von vorn. Der mediale und politische Apparat ist offenbar so verblödet, dass er dieses Spiel wieder und wieder mitmacht. Eine Grenzüberschreitung nach links führt im Pop indes nahezu automatisch zur Herabstufung medialer Aufmerksamkeit. Schon deshalb bleiben die Aussagen von Acts, die es sich eigentlich leisten könnten, oft unverbindlich und vage. Dezidiert linke Bands müssen sich auf die Verteidigung der Zivilgesellschaft und der kulturellen Vielfalt zurückziehen, und selbst das wird in den Medien kaum honoriert.

Georg Seesslen, Spex, 26.12.2017
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Auch wir sind für Sicherheit im öffentlichen Raum und für einen  respektvollen Umgang  miteinander. Sicherheit ist ein Menschenrecht. Die Geschichte von Aufklärung und  Emanzipation ist getragen vom Gedanken für Sicherheit. Sicherheit vor   staatlicher Willkür ist der Grundgedanke für Freiheit, Gleichheit und  Solidarität. Aber „Sicherheit“ nach Vorstellung der Politik und Polizei ist Staatssicherheit. „Sicherheit“ ist ein politischer  Kampfbegriff geworden, der benutzt wird um  Sicherheit für Menschen abzubauen:  Die Sicherheit für ein gesundes und langes Leben, die Sicherheit mit seinem  Lohn auszukommen, eine sichere Arbeitsstelle, Sicherheit  vor Vergiftung und Zerstörung unserer Umwelt ,  die  Sicherheit für  unsere Bürgerrechte, die Sicherheit dass sich Polizei und Verfassungsschutz an Regeln halten und, last not least, die Sicherheit vor rassistischer und geschlechtsspezifischer Diskriminierung geschützt zu werden.

Köln gegen Rechts, aus dem Aufruf zu Silvestermahnwachen gegen Racial Pofiling in Köln am 31.12.2017 Read the rest of this entry »

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Dezember 27th, 2017 at 9:58 am

Bundespolizei in Köln verteidigt Barrieren im Fluchtweg

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Die Bundespolizei Köln präsentiert: Zur „Sicherheit“ Barrieren im Fluchtweg zum Hauptbahnhof Köln. Ein Briefwechsel.

Die Bundespolizei beantwortet die Anfrage von mir an die Stadt Köln. Das ist bezeichnend, denn offenbar gibt es keine Infos (z.B. Messergebnisse) auf welche die Stadt Köln zurückgreifen kann.

Nun der Mailwechsel zur Anzeige von gestern.

 

Meine Nachfrage:

Die Antwort:

Eigentlich hat die Polizeisprecherin keine belastbare Information aber sehr viel Vertrauen, dass das alles seine Richtigkeit habe.

 

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Dezember 22nd, 2017 at 1:30 pm