s((i))ghts

Blog für relevante Sichtweisen zum Zeitgeschehen. Twitter: @s_ights

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Wäre das nicht schön? Man steigt in den nächsten Bus oder die nächste Bahn ein, ohne sich um ein Ticket Gedanken zu machen und fährt wohin man mag? Nein, das wäre nicht schön. Nicht nur, weil der Steuerzahler den Nahverkehrsunternehmen Einnahmen in Milliardenhöhe ersetzen müsste, sondern weil das Geld für andere Dinge viel besser ausgegeben wäre: Zum Beispiel für neue Strecken, mehr Busse und Bahnen, höhere Gehälter für die Mitarbeiter und eine bessere Abstimmung der Angebote.

Stefan Laurin, Ruhrbarone, 14.02.2018

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Februar 14th, 2018 at 9:11 am

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Einerseits ist das alles ein würdeloses Spektakel, tatsächlich geeignet, die Politikverdrossenheit noch zu steigern.

Onkel Maike zum GroKo-Sonderparteitag der SPD, 11.02.2018 Read the rest of this entry »

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Februar 11th, 2018 at 1:14 pm

Völkischer Sexismus und Nationalismus

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Die völkische Rechte setzt den gesetzlichen Schutz vor sexuellen Übergriffen mit der Abweisung von Menschen auf der Flucht vor Armut, Hunger oder Krieg gleich.

Seit dem 21. Januar wird die Parole „Nein heißt Nein – My Borders My Choice“ innerhalb der europäischen und völkischen Rechten  beworben. Darin spiegelt sich der Kern ihrer völkischen und sexistischen Ideologie wieder: Die Nation wird mit einem Körper gleichgesetzt. Dies greift die Idee des Volkskörpers und der nationalsozialistischen Blut und Boden-Ideologie auf. Darin sollen die Menschenrechte und das Grundgesetz abgeschafft werden. Völkische Nationalist_innen wollen Recht und Gesetz z.B. von der Hautfarbe, Religion oder Abstammung abhängig machen.

„Nein heißt nein“ ist eine bürgerrechtliche Forderung nach freier und körperlicher Selbstbestimmung. Die Völkischen verhöhnen mit ihrer Parole die Opfer sexualisierter Gewalt und sexueller Übergriffe sowie Geflüchtete und Asylsuchende gleichermaßen. Read the rest of this entry »

Für mehr Demonstrationen und weniger ökonomisches Gemecker

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Die Einschränkung des öffentlichen Lebens durch Demonstrationen führen zum Unmut breiter Teile der Kölner Stadtgesellschaft, die Kölner Geschäftswelt beklagte Umsatzeinbußen und leere Straßen.

Das Kölner Stadtmarketing ist gegen die Friedensdemonstration für die syrischen Kurden. Hat es die Kölner Wirtschaft wirklich nötig, die Meinungsfreiheit gegen vermeintliche Umsätze auszuspielen? Offenbar ja. „Wie viele (Massen-) Demonstrationen verträgt Köln?“ fragte Matze Ehlers für DieWirtschaft-Koeln.de erst kürzlich nach dem AfD-Bundesparteitag im April 2017 in Köln. Sind Frieden und Demokratie für Kölns Wirtschaft keine Notwendigkeit für Gewinnmaximierung bzw. kann es der Gesellschaft darum gehen?

Wenn Neonazis und Schlägertrupps durch unsere Innenstädte marodieren oder der Polizeipräsident die weltoffene, fröhliche und tolerante Stadt in eine Angst- und Polizeistadt verwandelt, sind Demonstrationen linker Bündnisse gerade nicht Teil des Problems, sondern Teil der Lösung! Demonstrationen sind eine von vielen zur Verfügung stehenden demokratischen Möglichkeiten, um zu verhindern, dass die Gesellschaft zurückfällt. Was passieren kann, ist in den Geschichtsbüchern im Kapitel über den Niedergang der Weimarer Republik abzulesen oder durch Berücksichtigung der Entwicklungen in rechtsgerichteten Landstrichen zu erahnen: Tyrannei.

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Das Kölner Stadtmarketing kritisiert nicht die Polizei für ihre immer wieder übertriebenen Einsätze sondern die Demonstranten für eine friedliche und demokratische Lösung für die Kirden, die gerade mit deutschen Panzern durch das türkische Militär und den Residuen des islamistischen Terrorismus (ISIS, Assads Schergen). Das Kölner Stadtmarketing wird von der WAZ zitiert.

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Januar 26th, 2018 at 3:45 pm

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Für mich ist Linkssein eine Haltung. Eine bürgerliche Haltung, um es genauer auszudrücken. Eine Bürgerpflicht, die sich aus bürgerlichen Privilegien ableitet, und die man deshalb bei jenen nicht erwarten darf, die solche Privilegien nicht genießen. Der Bürger Karl Marx nannte es den „kategorischen Imperativ, alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist“. Wer solche Verhältnisse nicht hasst, sondern rechtfertigt, weil sie das Ergebnis von Ordnungen sind, deren Bestand wichtiger ist als das Leiden einzelner Menschen oder Gruppen; oder wer die Knechtschaft, Verlassenheit und Verachtung als Ergebnis einer natürlichen Ordnung der Dinge – zum Beispiel des Geschlechts, der Rasse, der Intelligenz oder des Charakters – erklärt, der ist rechts.

Alan Posener, Starke Meinungen, 08.01.2018 Read the rest of this entry »

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Januar 11th, 2018 at 9:47 pm

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Das eins Zweck des Kindes ist es, sein eigenes Leben zu leben-nicht das Leben, das es nach Ansicht der besorgten Eltern führen sollte oder das den Absichten des Erziehers entspricht, der zu wissen glaubt, was für das Kind am besten ist. Solche Einmischung und Lenkung von Seiten Erwachsener hat lediglich eine Generation von Robotern zur Folge.

Alexander Sutherland Neill, „Theorie und Praxis der antiautoritären Erziehung-Das Beispiel Summerhill“, 30. Oktober 1959

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Januar 6th, 2018 at 2:36 pm

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Dieser rechten Logik kommt auch Sigmar Gabriel nah, wenn er schreibt, die SPD habe sich zu sehr mit Fragen der Gleichstellung etwa von Homosexuellen beschäftigt statt mit den Arbeitern. Auch er spielt Klassenpolitik und Queer-Feminismus gegeneinander aus, statt den Menschen klarzumachen, dass sie gemeinsam um Teilhabe kämpfen müssten. Leichter ist es, in die populistische Klage einzufallen, gender-neutrale Toiletten seien schuld am vermeintlichen Zerfall der Gesellschaft.

Carolin Weidemann zur konservativen Männerbewegung, FAZ, 04.01.2018
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Die Ausstattung der Polizei mit militärischen Waffen ist auch als Signal zu verstehen, dass man die Bundeswehr zur Wahrung der inneren Sicherheit eben nicht benötigt. Richtigerweise richten sich die Bedenken folglich nicht gegen einen verbotenen Einsatz der Bundeswehr im Inland, sondern gegen ein zunehmend „militarisiertes“ Auftreten der Polizei, das vielerorts Unbehagen auslöst oder gar bedrohlich wirkt. (…) Zweifel können jedoch an der Geeignetheit und Angemessenheit der Maßnahme auftreten. So wird die Gefahrenabwehr keineswegs erfolgversprechender, wenn Polizeibeamte bis zur Unkenntlichkeit vermummt sind und mit Maschinenpistolen patrouillieren – gegen Bombenanschläge bleiben sie auch mit dieser Ausrüstung machtlos.

Prof. Dr. Daniela Winkler und Florian Bollmann, 03.01.2018, Legal Tribune Online, Read the rest of this entry »

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Januar 4th, 2018 at 10:09 am

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In den sogenannten sozialen Netzwerken im Internet fördere dieser Hang zur Selbstbestätigung eine Polarisierung von Ansichten. Mit jedem moralisch besetzten Wort in einem Beitrag steigen demnach die Chancen seiner Weiterverbreitung um 20 Prozent. Facebook und Twitter setzen also eine Emotionalisierungsschleife in Gang, in der die Bereitschaft und die Fähigkeit verloren gehen können, sich in völlig anders sozialisierte Menschen hineinzuversetzen.

Christian Baron, Neues Deutschland, 30.12.2017 Read the rest of this entry »

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Januar 4th, 2018 at 8:56 am