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Gesellschaftskritische Kommunikation

Archive for the ‘98.8 KISS FM’ tag

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Das gesetzliche Verbot der Holocaustleugnung wird oft als Verstoß gegen die Meinungsfreiheit kritisiert – ein Begriff, der heutzutage überstrapaziert wird. Hetze, Verleumdung oder Assoziationen zwischen unserer Bundeskanzlerin und einem weiblichen Geschlechtsteil werden unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit als „sachliche Kritik“ präsentiert.

Shahak Shapira, Die Zeit, 20.20.2016

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Kann man überhaupt noch jemanden entlarven, der sich schon selbst entlarvt hat? Seine Anhänger wissen, was er ist, und meine auch. Schaffe ich es nicht, ihn bloßzustellen, wird er von seinen treuen Fans wieder gefeiert, genau wie nach seinem Interview auf Kiss FM. Schaffe ich es doch, bin ich automatisch Teil der Lügenpresse und/oder der zionistischen Weltverschwörung, die den armen Neonazi manipulierte und verunglimpfte. Niemand könnte MaKss Damage oder seine Anhänger in einem Interview überzeugen, ihre menschenverachtenden Ideologien plötzlich abzulegen – das ist eine Entwicklung, die, wenn überhaupt, niemals vor laufenden Kameras stattfinden könnte.

Shahak Shapira, Die Zeit, 20.20.2016.

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Oktober 22nd, 2016 at 12:57 pm

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Darf man auf die Straße gehen oder macht man damit den kleinsten Neonazi-Aufmarsch groß, indem man zu Gegenaktionen auffordert. Ich bin der Meinung, es muss die Gegenaktionen geben und es darf Neonazis in keinster Weise Raum gegeben werden. (…) Es wird dadurch deutlich, dass die Gesellschaft demokratisch ausgerichtet ist und demokratisch auch Neonazis eine klare Kante zeigt und sagt: Hier ist die rote Linie.

Torsten Nagel von Regionale Beratungsstelle gegen Rechtsextremismus Schleßwig-Holstein im Interview mit dem Radiosender Kiss FM 16.10.2016. Kiss FM Redakteure hatten zuvor den Neonazi-Rapper „MaKss Damage“ interviewt und viel Kritik geerntet.

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Mit einer Frage wie „Dürfen Nazis Döner essen?“ geht eine Verharmlosung des Phänomens Nationalsozialismus und Faschismus einher. Es ist vollkommen unerheblich ob Nazis Döner essen oder nicht. Nazis töten und Nazis gehen auf die Straße, um ihren politischen Gegner mit Gewalt zu begegnen. Die wollen ein anderes System und dieses ist immer noch davon geprägt, was im System im Nationalsozialismus vorherrschte. Auch die Feindbilder sind noch die gleichen, ist immer noch voll von Antisemitismus. Der Neonazi-Rapper zeigt auch, dass er da wenig verändert hat.

Torsten Nagel von Regionale Beratungsstelle gegen Rechtsextremismus Schleßwig-Holstein im Interview mit dem Radiosender Kiss FM 16.10.2016. Kiss FM Redakteure hatten zuvor den Neonazi-Rapper „MaKss Damage“ interviewt und viel Kritik geerntet.

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Ihr seid ein Jugendsender und dieser Neonazis zielt gerade auf Jugend, hat sich ganz bewußt Hip-Hop bedient um Jugend zu erreichen. Ich hätte ihn nicht in so eine Sendung eingeladen. Das ist ein knallharter Nazi, der sich nicht überzeugen lässt, den man nicht entzaubern kann.

Torsten Nagel von Regionale Beratungsstelle gegen Rechtsextremismus Schleßwig-Holstein im Interview mit dem Radiosender Kiss FM 16.10.2016. Kiss FM Redakteure hatten zuvor den Neonazi-Rapper „MaKss Damage“ interviewt und viel Kritik geerntet.

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Was die Zunahme von Angriffen angeht, begreifen wir im Moment die Stimmungslage als eine Polarisierung in der Gesellschaft, die statt gefunden hat, mit einer großen enthemmten Mitte. […] Es sind Neonazi-Straftaten, die nicht von Neonazis begangen werden.

Torsten Nagel von Regionale Beratungsstelle gegen Rechtsextremismus Schleßwig-Holstein im Interview mit dem Radiosender Kiss FM 16.10.2016. Kiss FM Redakteure hatten zuvor den Neonazi-Rapper „MaKss Damage“ interviewt und viel Kritik geerntet.

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Dahinter steckt die Neonazis-Szene, die immer beides behauptet: gleichzeitig hätte es den Holocaust nicht gegeben und es seien noch lange nicht genug Juden vergast worden. Für diese Doppeldeutigkeit benötigt man nicht Neonazis, sondern man kann auf Leute zurückgreifen, die sich mit Neonazis beschäftigen. Ein Trugschluss ist es, zu glauben, man müsse sich entweder mit Neonazis auf Augenhöhe unterhalten oder man muss das Thema ansonsten ignorieren. Ich denke, man muss das Thema ernst nehmen und gerade deshalb darf man nicht mit solchen Leuten sprechen.

Sebastian von Kein Bock auf Nazis im Interview mit dem Radiosender Kiss FM 16.10.2016. Kiss FM Redakteure hatten zuvor den Neonazi-Rapper „MaKss Damage“ interviewt und viel Kritik geerntet

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Oktober 18th, 2016 at 11:02 am

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Ich halte es für eine schlechte Art des Umgang mit Neoanzis, indem man versucht, sie zu stellen, indem man sagt „Isst du vielleicht auch Döner“. (…) Das ist nicht das Problem bei Nazis. Nazis haben schon immer, seitdem es sie gibt, die Musik, die Kunst, die Kultur von den Leuten ausgebeutet und angeeignet, die sie umgebracht haben. Das ist kein Widerspruch, auf den man hinaus will.

Sebastian von Kein Bock auf Nazis im Interview mit dem Radiosender Kiss FM 16.10.2016. Kiss FM Redakteure hatten zuvor den Neonazi-Rapper „MaKss Damage“ interviewt und viel Kritik geerntet

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Oktober 18th, 2016 at 10:55 am

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Man kann Faschisten kein Podium geben, ohne dabei ihre Ideologie und ihre Praxis zu unterstützen. Man kann sich nicht mit Faschisten hinsetzen und dann so tun, als gäbe es irgendetwas, über das man einfach mal reden könnte, denn das sind Leute, die große Teile der Menschheit vernichten wollen. Wenn sie so tun, als würden sie sich mit irgendwem hinsetzen und erstmal reden, dann ist dies keine Frage von Toleranz, sondern der Kräfteverhältnissen. Wenn sie Handeln könnten, wie sie wollten, würden sie Leute in Lager schicken.

Sebastian von Kein Bock auf Nazis im Interview mit dem Radiosender Kiss FM 16.10.2016. Kiss FM Redakteure hatten zuvor den Neonazi-Rapper „MaKss Damage“ interviewt und viel Kritik geerntet