Sichten Blog

Gesellschaftskritische Kommunikation

Archive for the ‘Andre Meister’ tag

without comments

Laut [einer Meldung des BND-Hackerdienstes an das Kanzleramt] ist Tor „ungeeignet“ für drei Szenarien: „für die Verschleierung von Aktivitäten im Internet“, „zur Umgehung von Zensurmaßnahmen“ und für „Computernetzwerkoperationen für Nachrichtendienste“ – also geheimdienstliches Hacking. Der BND geht „von einer sehr hohen Überwachungsdichte innerhalb des Netzes“ aus, unter anderem durch „die Möglichkeit, selbst sogenannte Exit-Knoten zur Überwachung einzurichten“.

Andre Meister, netzpolitik.org, 14.09.2017
Read the rest of this entry »

without comments

Eine ganze Reihe an Forschern hat diesen Angriff praktisch demonstriert, durch simples Zählen der übertragenen Pakete, über die Analyse von Zeitfenstern bis zur De-Anonymisierung durch einen Bruchteil des Verkehrs. All diese Forschung ist öffentlich einsehbar. Die Geheimdienste beobachten diese Forschung, nutzen sie für eigene Zwecke und nutzen theoretische Schwachstellen in ihrer praktischen Überwachung aus.

André Meister, netzpolitik.org, 14.09.2017
Read the rest of this entry »

Written by .

September 14th, 2017 at 4:51 pm

without comments

Obwohl das neue Gesetz den Titel „Ausland-Ausland-Fernmeldeaufklärung“ trägt, enthält es keine Regeln zur Auslandsaufklärung im Ausland. (…) Der neue Gesetzentwurf verpasst die Gelegenheit, diesen Überwachungs-Freibrief tatsächlich auf internationalen Terrorismus zu beschränken. Stattdessen soll die Bandbreite der Themen sogar ausgeweitet werden. Der BND soll zukünftig deutsche Provider abhören dürfen, um:

  • frühzeitig Gefahren für die innere oder äußere Sicherheit der BRD erkennen und diesen begegnen zu können,
  • die Handlungsfähigkeit der BRD zu wahren oder
  • sonstige Erkenntnisse von außen- und sicherheitspolitischer Bedeutung zu gewinnen.

Der BND ist ein Auslandsgeheimdienst, die „innere Sicherheit“ Deutschlands ist nicht seine Aufgabe. Dafür sind Polizei und Justiz da, für bestimmte Fälle auch die Verfassungsschutzbehörden. Und selbst die dürfen nur nach „Straftaten“ suchen, die sich gegen die innere Sicherheit richten – und nicht ganz allgemein nach „Gefahren“. Das ist eine deutliche Befugnis-Ausweitung.

Andre Meister, Netzpolitik.org vom 6. Juni 2016

Read the rest of this entry »