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Gesellschaftskritische Kommunikation

Archive for the ‘Angela Merkel’ tag

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Ach, wenn das ZDF doch nur ein bisschen amerikanischer wäre. So ein klein wenig mehr wie CNN vielleicht. (…) Denn in Wirklichkeit ging es in der ZDF-Sendung „Klartext“ zu wie in Dr. Merkels Bürgersprechstunde. Die Kanzlerin hörte sich 90 Minuten lang die Sorgen und Nöte der Menschen an, sie fühlte heftig mit („Ich kann Sie gut verstehen“ / „Das treibt uns um“ / „Da will ich einfach auch ein großes Dankeschön sagen„) und machte sich Kopfnotizen zwecks späterer konkreter Hilfe („Geben Sie mir mal Ihre Adresse„).

Sebastian Fischer, Der Spiegel Online, 15.09.2017
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September 15th, 2017 at 11:47 am

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Auf weiteres Insistieren der empörten Fragestellerin gab Merkel zu: „Ich kann sie jetzt auch nicht überzeugen.“ Ein neues Rentensystem könne sie so ohne weiteres nicht in Aussicht stellen. „Armes Deutschland!“, lautete das Fazit der Reinigungskraft: „Es ist ein Unding, dass die Rentner in einem der reichsten Länder der Welt so behandelt werden“ Die leicht aufgeheizte Stimmung im Studio kühlte wenig später allerdings ein Einspielfilm ab. Kurze Fragen von Passanten etwa nach den Schokoladen-Vorlieben der Kanzlerin sorgten für Heiterkeit im Publikum.

Florian Naumann über die Sendung „Klartext! Frau Merkel“ im ZDF, Merkur, 14.09.2027
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September 14th, 2017 at 11:06 pm

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Merkel hat ja einen Nimbus entwickelt. Freundlich, authentisch und unprätentiös. Aber die Art und Weise, wie sie ihre Positionen revidiert, ist gnadenlos opportunistisch. Nehmen Sie ihren Auftritt beim TV-Duell. Als ich forderte, die EU müsse die Beitrittsverhandlungen mit Erdoğans Türkei abbrechen, hat sie in ein paar Minuten ihre Haltung angepasst. Wahnsinn.

Martin Schulz im Interview mit Stefan Reinecke und Ulrich Schulte, die tageszeitung taz,  11.9.2017

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September 11th, 2017 at 5:25 pm

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(…) stark in der Sache, sanft in der Methode. Ich beobachte aber, dass mir Journalisten oft vorhalten, ich hätte Merkel persönlich angegriffen – dabei hatte ich nur sachlich Kritik vorgetragen. Politischer Streit mit einer Frau wird offenbar anders interpretiert.

Martin Schulz im Interview mit Stefan Reinecke und Ulrich Schulte, die tageszeitung taz,  11.9.2017

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September 11th, 2017 at 4:44 pm

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Dem „Tagesspiegel“ zufolge, wirft Schertz Merkel in einem Schreiben an das Kanzleramt, das der Zeitung nach deren Angaben vorliegt, vor, sie habe mit ihrer Kritik eine „juristische Bewertung des Werkes seines Mandanten vorgenommen, die einer Vorverurteilung gleichkommt“. Dieses Verhalten sei rechtswidrig gewesen, weil Merkel für eine solche Einordnung nicht zuständig gewesen sei. Nach Einschätzung des Anwalts habe sie den Grundsatz der Gewaltenteilung verletzt. Er fordere binnen einer Woche eine Erklärung, wonach Merkel ihre Einschätzung in der Rückschau als rechtswidrig einstufen solle. Sonst werde er seinem Mandanten zur Klage raten. Merkel habe ihre Bewertung außerdem „ohne Kenntnis des vollständigen Sachverhalts vorgenommen“, zitiert die Zeitung das Rechtsanwaltsschreiben.

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Kölner Stadtanzeiger, 05.09.2017

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September 5th, 2017 at 9:45 pm

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In den Verhandlungen über die Modalitäten war es nach Ostern zu einem Konflikt zwischen den Sendern, der SPD und Vertretern aus dem Kanzleramt gekommen. Merkels Vertraute Eva Christiansen und Regierungssprecher Steffen Seibert hatten den Wunsch der Sender nach zwei Duellen sowie andere Vorschläge zur Änderung des Formats abgelehnt und erkennen lassen, notfalls einem Duell fernzubleiben.

Der Spiegel, 26.08.2017 Read the rest of this entry »

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August 27th, 2017 at 1:32 am

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Merkel-style consensus politics seems to have trickled down into the arts. Perhaps the most symptomatic product of her decade is a magazine that was launched in the year of her election victory and now sells more than a million copies, more than the revered news weekly Der Spiegel: Landlust, a magazine for those who fantasise about swapping the modern world for country living. The current issue includes special features on autumn flowers and poodles.

Philipp Oltermann, The Guardian, 18.09.2015
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Sie kämpft selten mit offenem Visier für ihre Überzeugungen. Das sollte auch ein Regierungschef bei entscheidenden Fragen machen. Ihre Flüchtlingspolitik fand ich zum Beispiel sehr widersprüchlich. Einerseits traf sie 2015 die richtige Entscheidung, die Menschen aufzunehmen. Andererseits hat sie danach die größte Kannibalisierung des Flüchtlingsrechts in Deutschland eingeleitet.

Volker Beck über Angela Merkel, 03.08.2017
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August 10th, 2017 at 12:28 pm

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Der Wutbürger-Schlachtruf „Merkel muss weg!“ klingt jetzt schon so altmodisch wie „Ho, Ho, Ho Chi Minh“.

Michael Ebmeyer, Die Zeit Online, 28.05.2017
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Mai 28th, 2017 at 10:45 pm

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Pro Asyl schreibt:

Seit langem sterben vor Europas Grenzen jedes Jahr Hunderte Menschen. 2014 und 2015 waren es Tausende. Die meisten von ihnen flohen vor Krieg, Verfolgung und Elend. Ein Großteil von ihnen hätte, einmal in Europa angekommen, gute Chancen gehabt, im Asylverfahren einen Schutzstatus zu erhalten. (…) Die EU versucht zunehmend, Flüchtlinge und Migrant*innen schon abzuwehren, lange bevor sie die Grenzen der Union erreichen – etwa in Nordafrika, in Osteuropa oder in der Türkei. Dafür kooperiert sie mit Drittstaaten, deren Regierungen sie als eine Art Türsteher einsetzt – auch wenn es sich bei diesen um autoritäre Staaten oder Diktaturen handelt, die die Menschenrechte von Flüchtlingen und oft auch die Menschenrechte ihrer eigenen Staatsbürger*innen missachten. Das Ergebnis dieser Politik ist genau das Gegenteil der »Verhinderung von Fluchtursachen«, die EU-Politiker*innen so gern im Munde führen. Indem die EU mit autoritären Regimes kooperiert und sie so indirekt sogar zur Verletzung von Menschen- und Flüchtlingsrechten motiviert, befördert sie jene Zustände, die Menschen in die Flucht treiben.

Spiegel Online zitiert Martin Schulz und Angela Merkel:

Das Einreiseverbot für Menschen aus sieben vorwiegend muslimischen Staaten nennt Schulz im SPIEGEL „unerträglich“. Leider habe das einst tolerante Einwanderungsland USA nun „einen Präsidenten, der im kleinsten Karo Politik macht“. Kanzlerin Angela Merkel hatte das Einreiseverbot am vergangenen Samstag in einem Telefonat mit Trump bedauert. Dies machte ihr Sprecher Steffen Seiberteinen Tag später öffentlich. Kurz darauf bekräftigte die Kanzlerin nochmals ihre Kritik am Vorgehen der US-Regierung.“

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/martin-schulz-donald-trump-spielt-mit-der-sicherheit-der-westlichen-welt-a-1133009.html

https://www.proasyl.de/thema/eu-asylpolitik/