Sichten Blog

Gesellschaftskritische Kommunikation

Archive for the ‘Antifa’ tag

without comments

Wählen gehen ist keine Diskussion, welche in der radikalen Linken geführt wird. Ich finde das seit dem Moment nicht mehr vertretbar, seit völkische Nationalist_innen wieder in die Parlamente gewählt werden.

Das Mobilisierungsvideo von Kein Veedel für Rassismus, einem Bündnis unter Beteiligung Kölner Antifas, unterstellt den Nicht-Wählenden Unentschlossenheit. Dabei gibt es zahlreiche entschlossene Gründe kein Kreuz zu machen. Das wird leider von deutschen #Vote-Initiativen verkannt.

Und doch hat das Video eine Aussage die nicht oft genug betont werden kann: Jede Stimme gegen rechte Parteien bringt etwas. Und insofern gibt es tatsächlich das geringere Übel.

Es ist innerhalb der radikalen Linken eine Frage der Verhältnismäßigkeit zu klären: Was ist die Stimme gegen rechte Parteien im Verhältnis zum Symbolismus, dem Parlamentarismus zu entsagen?

 

Written by .

September 11th, 2017 at 2:49 pm

without comments

Auch das Programm drückte vor allem den Willen der endgültigen Zerschlagung des Nazismus aus. Das braunschweiger Programm der Antifaschistischen Aktion enthielt zwölf Punkte, die so oder in ähnlicher Weise von vielen Komitees im damaligen Deutschland vertreten wurden:

  1. Zusammenfassung aller antifaschistischen Kräfte.
  2. Bereinigung aller Behörden von Nazis und sofortige Ersetzung durch fähige Antifaschisten.
  3. Säuberung von Justiz, Polizei,Arbeitsamt, Schulen und Genossenschaften.
  4. Einsetzung von Betriebsräten als Interessenvertretung und Überwachung der Betriebsleitung; Wiederzulassung der Gewerkschaften.
  5. Versorgung der Kriegsopfer durch Vermögen der Nazis.
  6. Entlassung aller politischen Gefangenen, Ahndung und Wiedergutmachung aller Naziverbrechen durch besondere Gesetze und Volksgerichte.
  7. Wiederherstellung normaler Verhältnisse.
  8. Sicherung der Ernährung.
  9. Wiederherstellung des Verkehrs; Sicherstellung der Versorgung mit Gas, Wasser, Strom.
  10. Wiederherstellung normaler Arbeitsbeziehungen.
  11. Wiederaufnahme der öffentlichen Gesundheitspflege.
  12. Tageszeitung.

Braunschweiger Programm der Antifaschistischen Aktion Braunschweig, 1945, zusammengetragen und kommentiert von Autonome Antifa (M), April 1995

https://www.nadir.org/nadir/initiativ/aam/broschueren/hist/komit.html

without comments

Braunschweig’s Antifa, for example, printed a twelve-point program demanding, among other things, the removal of Nazis from all administrative bodies and their immediate replacement with “competent antifascists,” liquidation of Nazi assets to provide for war victims, emergency laws to prosecute local fascists, and the reestablishment of the public health-care service.

Loren Balhorn, The Lost History of Antifa, Jacobin, 05.08.2017
Read the rest of this entry »

Written by .

August 23rd, 2017 at 6:15 pm

without comments

When racist attacks in Germany peaked in the 1990s the state and police became increasingly active against neo-Nazi groups. In 2000, you had the ‘Antifa-Summer’. What was that?

In 1998 the conservative government fell and was replaced by a coalition of the Social Democrats and the Green Party. This government, unlike the previous government, made the problem of neo-fascist organisation into a political issue, as well as racist and anti-Semitic attitudes in society. Following a failed bombing on a Dusseldorf Synagogue in 2000 came a wave of repression against the organised right. The most important action against the neo-Nazis was the government-initiated attempt to ban the NPD. Although this failed in the end, because too many leading NPD members turned out to be employed by the secret service, the trial led to a series of investigations, confiscations and a large sense of insecurity in the neo-fascist scene. In addition to this, the government pushed through a row of legal changes, which limited the right to demonstrate, banned certain fascist symbols and made it easier for the government to ban organisations which were opposed to the constitution. In the end the government made millions of Euros available for education against racism and anti-Semitism. On a governmental level, the democratic parties in many parts of Germany agreed not to work with representatives of the extreme right-wing parties. The conservative party also often took part in this agreement.

Interview with TOP Berlin, Shift magazine, Shift #07
Read the rest of this entry »

without comments

Though the regimes that inspired their original protests are long dead, antifascists have devoted themselves to treating small fascist and Nazi groups as if they could be the nucleus of a murderous movement or regime of the future.

Mark Bray, Washington Post, 16.08.2017
Read the rest of this entry »

Written by .

August 19th, 2017 at 2:16 pm

without comments

Antifascists argue that after the horrors of chattel slavery and the Holocaust, physical violence against white supremacists is both ethically justifiable and strategically effective. We should not, they argue, abstractly assess the ethical status of violence in the absence of the values and context behind it. Instead, they put forth an ethically consistent, historically informed argument for fighting Nazis before it’s too late. As Cornel West explained after surviving neo-Nazi attacks in Charlottesville, “If it hadn’t been for the antifascists protecting us from the neo-fascists, we would have been crushed like cockroaches.”

Mark Bray, Washington Post, 16.08.2017
Read the rest of this entry »

Written by .

August 19th, 2017 at 1:40 pm

without comments

Doch interne Aufzeichnungen, die dem Antifaschistischen Infoblatt (AIB) zugespielt wurden, zeichnen ein ganz anderes Bild: Unter dem Namen „PEGIDA Deutschland Orga“ bemühen sich die ProtagonistInnen aus Dresden fast von Anbeginn und bis heute, die Protestbewegung gezielt zu steuern und ein bundesweites Netzwerk aufzubauen. Ihm gehörten zeitweise rund 100 Personen an, darunter auch VertreterInnen aus Österreich und der Schweiz. (…) Auch später ließ man die angeblich guten und direkten Kontakte zur Polizei und zum Staatsschutz der Dresdner Polizei durchblicken. „Sind auf unserer Seite“, hieß es einmal seitens des Dresdner „Orgateams“, man erhalte sogar „Tipps“ oder werde, wie ein Legida-Vertreter erläuterte, zum Weitermachen ermutigt. Der Pegida e.V.-Mitbegründer Thomas H. aus Dresden erklärte – nach Medienberichten6 – zu möglichen Verbindungen zwischen dem Pegida-Protestspektrum und Sicherheitsbehörden prahlerisch: „Es gibt eben Leute die auch noch so geheime Unterlagen weiter geben weil es einfach jeder, aber auch wirklich jeder in Deutschland wissen soll wie unsere Regierung tickt!“

Antifainfoblatt AIB 112 / 3.2016 | 07.12.2016
Read the rest of this entry »

with one comment

Alter, Aleppo, ist doch saugefährlich und ich wüsste auch gar nicht, wie ich da hinkommen könnte. Auch Afrika ist so weit weg, also gefühlt jedenfalls. Und Erdogan, Duerte, Kim Jong Un und wie sie alle heißen – soll ich jedem von denen persönlich ’ne Knarre an den Kopf halten oder wie?
Nein, Sportsfreund, das sicher nicht. Aber alles hängt bekanntlich mit allem zusammen. Wenn du also da, wo du wohnst, für die richtigen Dinge streitest, ist schon viel gewonnen. Und nun geh raus und unterstütz deine lokale Antifa. Heute noch!

Jan Off, 23.09.2016 via Facebook

Written by .

September 24th, 2016 at 11:24 am

without comments

Wenn Innenminister nach mehr Geld und Überwachungsmöglichkeiten im »Kampf gegen den Terror« rufen, ist es für Linke nicht besonders attraktiv, einzustimmen. Zweitens ist das Thema zurzeit sehr stark von Rechten und Rassisten besetzt, für die »Kritik« am Islamismus nichts anderes ist als die modernere Variante von »Ausländer raus«. Bei einer Aktion gegen Koranverteilstände oder gegen ein salafistisches Zentrum würde Applaus von der falschen Seite drohen. Kurzum, es ist komp­liziert – also greift die Linke lieber nicht ein.

Sebastian Weiermann, Jungle World vom 20. August 2015

without comments

Auch die persönliche Bedrohungslage sollte nicht dazu führen (…) das im Vernichtungswunsch enthaltene faschistische Potential, das man bei den Nazis ablehnt, für sich selbst zu affirmieren.

Emanzipatorische Antifa Bonn, Kritik an skandierende Linke in Siegburg

Written by .

Februar 23rd, 2016 at 8:00 am

Posted in Demonstrationen

Tagged with , ,