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Gesellschaftskritische Kommunikation

Archive for the ‘Die Zeit’ tag

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Der Wutbürger-Schlachtruf „Merkel muss weg!“ klingt jetzt schon so altmodisch wie „Ho, Ho, Ho Chi Minh“.

Michael Ebmeyer, Die Zeit Online, 28.05.2017
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Mai 28th, 2017 at 10:45 pm

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Von hundert Kindern mit mindestens einem studierten Elternteil beginnen 74 ein Studium, von denen wiederum 63 einen Bachelorabschluss machen, 45 noch einen Master dranhängen und schließlich 10 eine Promotion absolvieren. Von hundert Kindern, deren Eltern keine Hochschule besucht haben, beginnen nur 21 ein Studium, schaffen nur 15 einen Bachelor, machen nur 8 bis zum Master weiter – und nur eine einzige Person erlangt den Doktorgrad.

Astrid Herbold, Louisa Reichstetter und Anna-Lena Scholz, Die Zeit Campus, 23.05.2017

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Kölner Polizeipräsident Mathies hatte, im Kontrast zu seiner Verpflichtung zur politischen Neutralität, nichts unversucht gelassen, um die Beteiligung an demokratischen Protestformen gegen die in großen Teilen völkische AfD zu verhindern. Seine grotesken Gewaltszenarien waren als Einschüchterung gedacht.

Susanne Müller, Störungsmelder Die Zeit, 24.04.2017
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April 24th, 2017 at 3:54 pm

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Wenn es in Deutschland Praxis werden soll, in bestimmten Fällen die Herkunft eines Menschen zu einem Kriterium zum polizeilichen Umgang mit ihm zu machen, dann geht es um die Hardware. Dann geht es um das Grundgesetz, Artikel 3. Dann braucht es Debatten, die sich gewaschen haben. Aber stattdessen werden Menschen, die zur Kölner Silvesternacht noch Fragen haben, als Realitätsverweigerer und Ideologen der politischen Korrektheit angebrüllt. Und zwar auch von Leuten, die sonst vom Ende der Demokratie jammern, weil angeblich die AfD ausgegrenzt wird. So ist es hier in Deutschland, am Beginn von 2017, dem Superwahljahr.

Christian Bangel, Die Zeit,02.01.2017
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Januar 4th, 2017 at 12:07 pm

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Adorno und seine Mitautoren wenden sich gegen die vulgärmarxistische Vorstellung, rechtsradikale Stimmungen seien einfach der Ausdruck sozialer Missstände. Sie vermuten stattdessen, dass „lange bestehende Sehnsüchte und Erwartungen, Ängste und Unruhen die Menschen für bestimmte Überzeugungen empfänglich und anderen gegenüber resistent machen“. Zu diesen Sehnsüchten zählte schon damals, dass der permanente Veränderungsstress endlich aufhören möge. Das ist verständlich, aber doch regressiv: die Verweigerung eines erwachsenen Umgangs mit der Welt.

Gero von Randow, Die Zeit, 01.12.2016

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Auch die Leute, von denen sich die neuen Rechten so lustvoll unterdrückt fühlen, gibt es in Wirklichkeit nicht: Die globale, grüne Umerziehungselite ist Fiktion, eine Projektion der Rechten. Sie bezeichnet einfach Menschen, die für Freiheit und Nachhaltigkeit eintreten und manchmal in einem anderen Land arbeiten, zum Beispiel, weil sie in ihrem Heimatland keinen Job finden. Ganz normale Leute, die von der antidemokratischen Rechten zu einer verschworenen Clique aufgebaut wurden.

Felix Stephan, Die Zeit Online, 10.11.2016

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Eine pluralistische Diktatur, ein Terror der Toleranz: Wie soll das eigentlich aussehen? Wird man da aufdringlich in Ruhe gelassen? Wird man da von der Regierung gezwungen, zu tun und zu lassen, was man will? Das Argument ist vollkommen irre.

Felix Stephan, Die Zeit Online, 10.11.2016

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Das gesetzliche Verbot der Holocaustleugnung wird oft als Verstoß gegen die Meinungsfreiheit kritisiert – ein Begriff, der heutzutage überstrapaziert wird. Hetze, Verleumdung oder Assoziationen zwischen unserer Bundeskanzlerin und einem weiblichen Geschlechtsteil werden unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit als „sachliche Kritik“ präsentiert.

Shahak Shapira, Die Zeit, 20.20.2016

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Kann man überhaupt noch jemanden entlarven, der sich schon selbst entlarvt hat? Seine Anhänger wissen, was er ist, und meine auch. Schaffe ich es nicht, ihn bloßzustellen, wird er von seinen treuen Fans wieder gefeiert, genau wie nach seinem Interview auf Kiss FM. Schaffe ich es doch, bin ich automatisch Teil der Lügenpresse und/oder der zionistischen Weltverschwörung, die den armen Neonazi manipulierte und verunglimpfte. Niemand könnte MaKss Damage oder seine Anhänger in einem Interview überzeugen, ihre menschenverachtenden Ideologien plötzlich abzulegen – das ist eine Entwicklung, die, wenn überhaupt, niemals vor laufenden Kameras stattfinden könnte.

Shahak Shapira, Die Zeit, 20.20.2016.

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Oktober 22nd, 2016 at 12:57 pm

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Wo rechte Gewalt Alltag ist, feiert Deutschland seine Einheit: in Sachsen. Ein Bundesland, in dem die Heimat glüht, die Sprache peitscht und sich die Politik raushält.

Andrea Anna Hünninger, Christian Bangel und Lenz Jacobsen,
Die Zeit, 02.10.2016

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