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Gesellschaftskritische Kommunikation

Archive for the ‘FAZ – Frankfurter Allgemeine Zeitung’ tag

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Die Abneigung der AfD-Anhänger gegenüber der Linkspartei ist also geringer als jene der Linken-Wähler gegenüber den Rechtspopulisten. Aber dennoch lehnen die Anhänger aller anderen Parteien die AfD in weit höherer Zahl ab als die Linken-Wähler. „Es gibt strukturell eine relative Nähe zwischen AfD und Linkspartei“, sagte Meinungsforscher Petersen der F.A.S. Für die Umfrage wurden 1429 Personen befragt.

Markus Wehner, FAZ.net, 17.09.2017

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Oktober 17th, 2017 at 12:54 pm

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In Deutschland dagegen gibt es in der Unterhaltungskultur weder die Kraft noch die Entschlossenheit dazu, sich mit staatlichen Organen auf subversive Weise auseinanderzusetzen. Hier werden die Polizisten jetzt auch schon im wirklichen Leben gehätschelt und gepäppelt wie schutzlose, verschreckte Kinder.

Edo Reents, 17.07.2017, Frankfurter Allgemeine Zeitung
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Sie wollen sich die Pussy greifen. Sie wollen keinen Afroamerikaner als Präsidenten, sie wollen meinungsfrei entscheiden, wen sie Nigger nennen und wem sie Respekt entgegenbringen – und ob überhaupt irgendwem. Sie denunzieren normalen Anstand als politisch korrekt, weil sie ihn abschaffen wollen: Fairness, Besonnenheit, Achtung, Ehrlichkeit – all das, was gute Menschen ihren Kindern beibringen. Ja, es geht schon längst nicht mehr um Wahlkampf. Es geht um Richtig oder Falsch.

Volker Zastrow, FAZ, 16.10.2016

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Der Feuilleton erkennt das Problem mit dem Rechtspopulismus:

Als Zugabe singt Bostridge die „Forelle“, mit abgründig vertauschten Stimmungswerten: „in süßer Ruh“ sehr unruhig, „mit regem Blute“ geradezu kaltblütig. In den um die nächste Zugabe bittenden Applaus stößt plötzlich eine laute Männerstimme: „Deutsch lernen!“ Ein weißhaariger Anzugträger mit Brille und offenem Kragen, vielleicht siebzig Jahre alt, steht am Rand des Saals. (…) Das Schockierende nach dem Befehl zum Deutschlernen, der einem Künstler erteilt wurde, der für sein Buch über die „Winterreise“ eigene Übersetzungen der Liedtexte angefertigt hat: Es entsteht zunächst absolute Stille. Man spricht von der Schrecksekunde, aber was heißt das? Hier: völlige Passivität. Bostridge und Drake auf der Bühne sind erschüttert, wir im Saal tun und sagen erst einmal nichts. Dann gibt es natürlich Buhs gegen den Störer, aber erst nach einem weiteren Moment des Schweigens fällt uns ein, durch Klatschen unsere Solidarität mit den Künstlern zu bekunden. Niemand von uns steht auf und sagt zu dem Mann: Verlassen Sie den Saal!

Patrick Bahners, 29.08.2016, FAZ

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September 1st, 2016 at 1:40 pm

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(…)Satire in Wirklichkeit nicht alles darf. Warum sollte alles erlaubt sein,von dem jemand behauptet, es sei lustig oder meta-meta-mäßig gemeint?

Friederike Haupt, Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 11. April 2016 Read the rest of this entry »

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Politikverdrossenheit ist ein seltsames Wort. Als hätte die Politik schuldhaft die Leute verdrossen. Vielleicht ist das Problem eher Politikbocklosigkeit: der Unwille mancher Menschen, sich mit etwas anderem zu beschäftigen als mit sich selbst. Und der Wille, Verantwortung immer auf andere abzuwälzen.

Friederike Haupt, Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 11. April 2016 Read the rest of this entry »

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Rechtsstaat, Günther Oettinger, CDU

Es spricht viel dafür, dass wir jetzt den Rechtsstaatsmechanismus aktivieren.

Günther Oettinger, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 2./3.1.2016