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Gesellschaftskritische Kommunikation

Archive for the ‘Feminismus’ tag

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Doch Feminismus war damals kein Streitpunkt zwischen dem antideutschen und antiimperialistischen Lager. Die antiimperialistische Linke betrachtete Patriarchat und Sexismus meist als ein Resultat des Kapitalismus, das deshalb gemeinsam mit diesem zugrunde gehen würde. Dies ist auch heute noch eine gängige Überzeugung in linken Kreisen (so verkürzt diese These vom bloßen „Nebenwiderspruch“ auch ist). (…) Auch in antideutschen Gruppen war das anfangs noch eine verbreitete Analyse. Doch inzwischen scheint dies nicht mehr so zu sein. Sexismus wird dort immer seltener als Resultat des Kapitalismus betrachtet und stattdessen als Problem von regressiv-religiösem Denken definiert. Denn den wirklich schlimmen Sexismus gäbe es ja in westlichen Ländern nicht mehr. Männer und Frauen seien gleichberechtigt und Sexismus gehe angeblich vor allem von Menschen aus, die nicht den westlichen Vorstellungen einiger „AntiDEdudes” entsprechen. Also von Muslimen. Eine Ansicht, die natürlich nur in einer männlich dominierten Bubble bestehen kann.

Maxine Bacanji, an.schläge – Das feministische Magazin, 12.10.2017

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Oktober 18th, 2017 at 9:13 pm

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Aus feministischer Sicht ist die momentan beliebte Gleichsetzung von Rechts- und Linksextremismus nicht nachvollziehbar. Sie geht nicht nur aus historischen Gründen und Kriminalstatistiken nicht auf, sondern auch daher nicht, weil bereits Rechtspopulismus und rechtsextreme Gruppen antifeministisch, rassistisch und antisemitisch operieren. Ich lasse diesen Vergleich nicht zu und auch wenn die Gewalt einiger linksextremer Gruppen nicht zu leugnen ist, wehre ich mich gegen diese Zuspitzung und die daraus resultierenden staatlichen Maßnahmen.

Pepe, Feminismus im Pott, 05.09.2017 Read the rest of this entry »

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Ich glaube, dass in diesem (links, grün-Alternativen) Milieu besonders die Angriffe auf Frauen eine Ambivalenz produzieren. Das Thema sexuelle Gewalt steht mit dem Thema Einwanderung in Konflikt.

Armin Nassehi, die taz Online vom 8. Januar 2016

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Viele Frauen sind in den derzeit recht erfolgreichen rechtspopulistischen Parteien und Bewegungen in Europa prominent vertreten. In politischen Bewegungen also, die neben restriktiver bis rassistischer Migrationspolitik auch Positionen vertreten, die darauf abzielen, viele der politischen Errungenschaften der feministischen Bewegung zurückzunehmen. Sie bekämpfen staatliche Maßnahmen zur Gleichstellung, Liberalisierung von Abtreibung, geschlechtersensible Pädagogik und Sexualerziehung.

Cordelia Heß

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Frau und Ökonomie sind miteinander verwoben. Da sie eine Ökonomie schafft, die nur an Grundbedürfnissen orientiert ist, erlebt eine von Frauen angetriebene Ökonomie niemals eine Depression, sie schafft keine Umweltverschmutzung und sie stellt keine Bedrohung für das Klima dar.

Abdullah Öcalan
… glaubt an eine biologistische genderspezifische Ökonomie, in: Die Revolution der Frau, Internationale Initiative Edition, Köln, 2015

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Januar 5th, 2016 at 8:14 pm