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Blog für relevante Sichtweisen zum Zeitgeschehen. Twitter: @s_ights

Archive for the ‘Feminismus’ tag

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Weit entfernt von dem Gerede einer Toleranz für alle bleiben feminine Jungs und „schrille“ Männer Anlass für hämische Belustigung und Ziel der Entwertung. Keine Abschaffung von Strafparagrafen, keine Einführung der Ehe für alle, kein Abbau der Diskriminierung und auch nicht der Eintrag zum sogenannten „Dritten Geschlecht“ führten dazu, dass der rechtliche und institutionelle Fortschritt auch von den Menschen in dieser Gesellschaft übernommen worden wäre. Der Hass auf das Andere, das zeigt sich an jenen, die als Männer geboren wurden und die Bandbreite der Männlichkeit zu sehr nach ihren Bedürfnissen vergrößern wollen, hat die Liberalisierung unbeschadet überstanden.

Patsy l’Amour laLove, Jungle World, 15.09.2018
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September 15th, 2018 at 2:12 pm

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Dieser rechten Logik kommt auch Sigmar Gabriel nah, wenn er schreibt, die SPD habe sich zu sehr mit Fragen der Gleichstellung etwa von Homosexuellen beschäftigt statt mit den Arbeitern. Auch er spielt Klassenpolitik und Queer-Feminismus gegeneinander aus, statt den Menschen klarzumachen, dass sie gemeinsam um Teilhabe kämpfen müssten. Leichter ist es, in die populistische Klage einzufallen, gender-neutrale Toiletten seien schuld am vermeintlichen Zerfall der Gesellschaft.

Carolin Weidemann zur konservativen Männerbewegung, FAZ, 04.01.2018
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Doch Feminismus war damals kein Streitpunkt zwischen dem antideutschen und antiimperialistischen Lager. Die antiimperialistische Linke betrachtete Patriarchat und Sexismus meist als ein Resultat des Kapitalismus, das deshalb gemeinsam mit diesem zugrunde gehen würde. Dies ist auch heute noch eine gängige Überzeugung in linken Kreisen (so verkürzt diese These vom bloßen „Nebenwiderspruch“ auch ist). (…) Auch in antideutschen Gruppen war das anfangs noch eine verbreitete Analyse. Doch inzwischen scheint dies nicht mehr so zu sein. Sexismus wird dort immer seltener als Resultat des Kapitalismus betrachtet und stattdessen als Problem von regressiv-religiösem Denken definiert. Denn den wirklich schlimmen Sexismus gäbe es ja in westlichen Ländern nicht mehr. Männer und Frauen seien gleichberechtigt und Sexismus gehe angeblich vor allem von Menschen aus, die nicht den westlichen Vorstellungen einiger „AntiDEdudes” entsprechen. Also von Muslimen. Eine Ansicht, die natürlich nur in einer männlich dominierten Bubble bestehen kann.

Maxine Bacanji, an.schläge – Das feministische Magazin, 12.10.2017

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Oktober 18th, 2017 at 9:13 pm

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Aus feministischer Sicht ist die momentan beliebte Gleichsetzung von Rechts- und Linksextremismus nicht nachvollziehbar. Sie geht nicht nur aus historischen Gründen und Kriminalstatistiken nicht auf, sondern auch daher nicht, weil bereits Rechtspopulismus und rechtsextreme Gruppen antifeministisch, rassistisch und antisemitisch operieren. Ich lasse diesen Vergleich nicht zu und auch wenn die Gewalt einiger linksextremer Gruppen nicht zu leugnen ist, wehre ich mich gegen diese Zuspitzung und die daraus resultierenden staatlichen Maßnahmen.

Pepe, Feminismus im Pott, 05.09.2017 Read the rest of this entry »

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Ich glaube, dass in diesem (links, grün-Alternativen) Milieu besonders die Angriffe auf Frauen eine Ambivalenz produzieren. Das Thema sexuelle Gewalt steht mit dem Thema Einwanderung in Konflikt.

Armin Nassehi, die taz Online vom 8. Januar 2016

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Viele Frauen sind in den derzeit recht erfolgreichen rechtspopulistischen Parteien und Bewegungen in Europa prominent vertreten. In politischen Bewegungen also, die neben restriktiver bis rassistischer Migrationspolitik auch Positionen vertreten, die darauf abzielen, viele der politischen Errungenschaften der feministischen Bewegung zurückzunehmen. Sie bekämpfen staatliche Maßnahmen zur Gleichstellung, Liberalisierung von Abtreibung, geschlechtersensible Pädagogik und Sexualerziehung.

Cordelia Heß

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Frau und Ökonomie sind miteinander verwoben. Da sie eine Ökonomie schafft, die nur an Grundbedürfnissen orientiert ist, erlebt eine von Frauen angetriebene Ökonomie niemals eine Depression, sie schafft keine Umweltverschmutzung und sie stellt keine Bedrohung für das Klima dar.

Abdullah Öcalan
… glaubt an eine biologistische genderspezifische Ökonomie, in: Die Revolution der Frau, Internationale Initiative Edition, Köln, 2015

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Januar 5th, 2016 at 8:14 pm