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Gesellschaftskritische Kommunikation

Archive for the ‘Freiheit’ tag

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Zorn ist ein Luxus, den man sich erst in Freiheit leisten kann.

Carolin Emcke, S. 24

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November 14th, 2017 at 11:47 am

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Die Ereignisse von 1933 bis 1945 hätten spätestens bis 1928 bekämpft werden müssen. Später war es zu spät. Man darf nicht warten, bis der Freiheitskampf Landesverrat genannt wird. Man darf nicht warten, bis aus dem Schneeball eine Lawine geworden ist. Man muß den rollenden Schneeball zertreten. Die Lawine hält keiner mehr auf. Sie ruht erst, wenn sie alles unter sich begraben hat. … Drohende Diktaturen lassen sich nur bekämpfen, ehe sie die Macht übernommen haben. Es ist eine Angelegenheit des Terminkalenders, nicht des Heroismus …

 

Erich Kästner, zit. aus einer Rede auf der Hamburger Tagung des PEN-Clubs aus Anlaß der 25. Wiederkehr des Jahrestages der Bücherverbrennung, 1958. nach: Praktische Vernunft und Theorien Der Gerechtigkeit: XV. Weltkongress Der Internationalen Vereinigung Für Rechts- und Sozialphilosophie, Göttingen, 18. Bis 24. August 1991 (Werner Maihofer, Gerhard Sprenger).

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September 21st, 2017 at 1:19 pm

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Wie kann Europa von einem grundlegenden Verdacht gegen den Staat im Eiltempo auf eine Position rücken, die den Staat für mehr Sicherheit sorgen lässt, ohne zu weit nach rechts zu rutschen.

Carlo Strenger im Interview mit Gil Yaron, Die Welt, 26.12.2016
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Dezember 26th, 2016 at 8:29 pm

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Auch die Leute, von denen sich die neuen Rechten so lustvoll unterdrückt fühlen, gibt es in Wirklichkeit nicht: Die globale, grüne Umerziehungselite ist Fiktion, eine Projektion der Rechten. Sie bezeichnet einfach Menschen, die für Freiheit und Nachhaltigkeit eintreten und manchmal in einem anderen Land arbeiten, zum Beispiel, weil sie in ihrem Heimatland keinen Job finden. Ganz normale Leute, die von der antidemokratischen Rechten zu einer verschworenen Clique aufgebaut wurden.

Felix Stephan, Die Zeit Online, 10.11.2016

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In this perverse logic, racism can then be embraced as a form of free speech. We have articulated a new discourse of freedom: as the freedom to be offensive, in which racism becomes an offence that restores our freedom (…)

Sara Ahmed, „‘Liberal Multiculturalism is the Hegemony – Its an Empirical Fact’ – A response to Slavoj Žižek“, Februar 2008

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Juli 1st, 2016 at 8:04 pm

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Die Hilflosigkeit vor einer immer bedrohlicheren Kulisse aus Krieg, Terror und Flucht ermöglichte eine gewisse Vorbehaltlosigkeit im Denken, die Trauer darüber einschließen müsste, dass eine Phase gesellschaftlicher Stabilität zu Ende geht. Das Gegenteil davon ist die Freude darüber, dass es in Europa nun endlich auch ungemütlich werde und die bequemen Metropolenbewohner mit der furchtbaren globalen Wirklichkeit konfrontiert würden – eine müde Reprise der antiimperialistischen Verelendungstheorie. Das sind die wirklich unüberbrückbaren Gegensätze, denn was scheinbar auf die Mehrheit gemünzt ist, die ihren Wohlstand und ihre Bequemlichkeit bedroht sieht, richtet sich tatsächlich gegen jene Minderheiten, denen es nicht um Gemütlichkeit, sondern um Sicherheit zu tun ist.

Tjark Kunstreich

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Kaum etwas bringt die Ideologie von Islamisten so auf den Punkt wie jener Satz, mit dem al-Qaida im März 2004 ihre mörderischen Anschläge von Madrid höchstselbst erklärte: »Ihr liebt das Leben, wir lieben den Tod.« »Ihr«, das ist in den Augen dieser besessenen Muslime der gottlose, verderbte Westen mit seinen selbstbewussten Frauen, seiner selbstbestimmten Sexualität, seinen Amüsiervierteln (inklusive Alkohol und Drogen), seinen Wahlmöglichkeiten, seinen Zweifeln, Widersprüchen und Kompromissen, seiner Individualität und seinem Freiheits- und Gleichheitsversprechen.

Lizas Welt Blog

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November 15th, 2015 at 8:09 pm

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Jawoll, lassen wir uns das mit den Stechuhren, einfach nicht mehr bieten! Ist doch egal, dass ich mich kaum erinnern kann, wie so eine Stechuhr eigentlich aussieht, gefangen bin ich trotzdem. Etwas mehr Freiheit wäre vielleicht möglich!

Onkel Maike über Klaus der Geiger

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Juli 7th, 2015 at 11:01 pm

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Die Bedeutung der über das Recht vermittelten Kommunikation (…) wird (…) für das Ganze genommen und zum ausschließlichen Bezugspunkt des eigenen Selbstverständnisses erhoben.

Axel Honneth, Das Recht der Freiheit, 2013.

Videoüberwachung im Kölner Nahverkehr – Gelebte Demokratie? – Ein Briefwechsel

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Demokratie” ist ein oft benutztes Wort. Die KVB hat auf meine Richtigstellung, alle Kunden würden sich durch eine Kooperation mit der Polizei sicherer fühlen, reagiert.

Man könne zwar meine Bedenken nachvollziehen und bedaure, dass

unsere Maßnahmen in diesem Zusammenhang nicht auf Ihre Zustimmung treffen, bitten jedoch auch um Verständnis, dass (…) wir daher gezwungen sind, stets Prioritäten zu setzen und uns dabei, wie in einer Demokratie üblich, auf die Wünsche der Mehrheit beziehen.

Im Antwortschreiben (unten nachlesbar) inszeniert sich die KVB als Speerspitze gelebter Basisdemokratie. Doch von der behaupteten Umfrage, nach welcher die Mehrheit der KVB-Kunden entschieden hätten, habe ich an den Hauptknotenpunkten des Kölner Verkerhrsnetzes der KVB in den vergangenen 5 Jahren nichts mitbekommen. Fragwürdig ist das Demokratieverständnis auch deshalb, da Meinungen starken Schwankungen unterliegen.

Die behauptete Mehrheitsmeinung ist über die KVB Seite für Lob und Kritik in Frage zu stellen.

Das Perfide an der Maßnahme ist, dass der Staatsapparat vorhandene Kamerasysteme der Privatwirtschaft nutzt und damit öffentlichen Ärger umgeht. Hätten die Sicherheitsbehörden in der ganzen Stadt Kameras aufhängen müssen, hätte es wohlmöglich einen öffentlichen Aufschrei gegeben.

Die Antwort der KVB vom 27.01.2014:

Schreiben an KVB vom 27.01.2014

Meine erneute Rückfrage an die KVB vom 27.01.2014:

Schreiben an die KVB vom 27.1.2014

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Januar 28th, 2014 at 6:25 pm