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Gesellschaftskritische Kommunikation

Archive for the ‘Islamismus’ tag

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ASK Germans how people should react to terrorism and most would probably agree with Herfried Münkler, a political scientist, that the best attitude is heroische Gelassenheit: heroic calmness. Let other countries declare wars on terrorism and near-permanent states of emergency, they say; Germany’s dark history has taught it not to overreact. Sceptics used to reply that talk was cheap coming from Germany, which had been spared atrocities of the sort that have struck America, France, Turkey and others. That changed in the space of one week this month, when Germany suffered four very different attacks.

The Economist über den deutschen Umgang mit Terrorismus, 30. Juli 2016
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August 30th, 2016 at 11:26 am

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Deutsche Steuergelder für Terroristen?
Das Geld fließt auch an die Familien von Selbstmordattentätern. Vater Tarajreh weist dennoch weit von sich, dass das ein Anreiz für weiteren Terror sein könnte.(…)  Doch die Märtyrer-Renten sind in der palästinensischen Gesellschaft längst ein enormer Wirtschaftsfaktor. Nach eigenen Angaben unterstützt der Fonds 35.000 Familien. Rein formal untersteht er der Palästinensischen Befreiungsorganisation PLO. Deren Vorsitzender ist Mahmoud Abbas, zugleich Präsident der Autonomiebehörde, von der das Geld in Wirklichkeit kommt. Schwarz auf weiß nachzulesen im aktuellen Haushaltsplan. Gesamtbudget für den Märtyrerfonds: fast 670 Millionen Schekel, rund 160 Millionen Euro. Viel Geld für ein Staatsgebilde, in dem Bedürftige ohne ausreichende Absicherung auskommen müssen, und das ohne internationale Hilfe nicht überlebensfähig wäre. Einer der größten Geldgeber: die Bundesregierung. Allein im vergangenen Jahr flossen 162 Millionen Euro in die Palästinenser-Gebiete. Weiß die Regierung von den Transfers an die Angehörigen von Terroristen? Wir fragen die Sprecherin des Auswärtigen Amtes. Sawsan Chebli, Sprecherin Auswärtiges Amt: „Dazu liegen dem Auswärtigen Amt keine Erkenntnisse vor, nein.“ Vielleicht sollte das Amt einfach mal in Ramallah nachfragen. Wir treffen Kadura Fares, einflussreicher Fatah-Politiker und Vorsitzender des Gefangenenverbandes. Nicht nur „Märtyrerfamilien“ werden belohnt, erzählt er. Wer nach Attacken auf Israel in Haft kommt, bekommt ein Gehalt aus einem weiteren Fonds.

Markus Pohl, RBB am 25. August 2016

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Auch wenn sie sich sonst nicht sonderlich mochten und mögen, was persische Nationalisten, Panaraber und Islamisten innig immer verbunden hat: Die Bewunderung für den Nationalsozialismus und Adolf Hitler. „Er habe es als „Auszeichnung“ verstanden, dass sein Geburtstag, der 20. April 1998, auf den Geburtstag von Adolf Hitler fiel. Das erfuhr die F.A.Z. aus Sicherheitskreisen. Entsprechende Aussagen über seine Begeisterung für Hitler stammen demnach aus dem engsten Umfeld von S. Auch sei S., der aus einer iranischen Familie stammt, stolz darauf gewesen, als Iraner und als Deutscher „Arier“ zu sein. Ursprünglich gilt Iran als die Heimat der Arier. Türken und Araber habe S. hingegen gehasst. Er habe ein „Höherwertigkeitsgefühl“ ihnen gegenüber gehegt. Die Ermittler gehen daher auch der Hypothese nach, ob S. bei seiner Tat gezielt Menschen mit ausländischer Herkunft getötet hat. Alle seine neun Opfer hatten einen Migrationshintergrund, sechs waren Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren, zwei waren junge Erwachsene im Alter von 19 und 20 Jahren. Drei Jugendliche waren türkischstämmig, zudem wurde eine 45 Jahre alte türkische Frau getötet. Drei andere Jugendliche – ein Junge und zwei Mädchen – waren Kosovo-Albaner.“

Thomas Osten-Sacken kommentiert den rechtsterroristischen Amok-Lauf in München via Facebook

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Diese so genannte Islamkritik der Rechten weltweit richtet sich allerdings nicht gegen den Islamismus, sondern gegen alle Muslime und Nichtmuslime – es ist letztlich wieder Rassismus gegen nicht-weiße Menschen. Leider wird der Islamismus seitens der Linken selten kritisiert, weil jegliche Diskussion zum Thema Islam in linken Kreisen tabuisiert ist.

Mahsa Abdolzadeh, 1. August 2016
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August 4th, 2016 at 1:29 pm

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Die Tradition der Ideologie- und Religionskritik, die seit den Tagen der Aufklärung ein wesentliches Element der normativen und praktischen Emanzipations- und Freiheitsambition der europäischen Linken war, wurde durch das Schlagwort der Xenophobie mundtot gemacht. Stattdessen hat die Linke tatenlos zugesehen, wie sich eine homophobe, anti-semitische, radikal freiheits-, gleichheits- und frauenfeindliche Ideologie in Europa breit gemacht hat. Zur wachsenden Gewaltbereitschaft dieser Bewegung hat sie – jenseits von Warnungen vor „Verallgemeinerungen“ – fast nichts zu sagen gehabt. Diese Realitätsverweigerung droht sich nun bitter zu rächen. Der Kampf gegen religiösen Totalitarismus und Obskurantismus hat im 19. Jahrhundert dazu beigetragen, die Linke in Europa groß zu machen. Ihre Feigheit, diesen Kampf unter geänderten Umständen wieder aufzunehmen, droht sie nun klein zu machen: politisch und moralisch.

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Hinter dem Haß auf Schwule und alle Frauen außer Mutti verbirgt sich nicht nur beim veritablen Elternschreck Bushido der Wunsch, die traditionelle Rollenverteilung zwischen Mann und Frau wiedereinzuführen. Die rappenden Jungmänner bemängeln in ihren musikalischen Inszenierungen den Machtverlust, der mit dem eigenen Wunschbild von Machotum nicht zu vereinbaren ist. In ihren Texten wettern sie gegen alles, was die von ihnen definierte Männlichkeit vermeintlich zerstört: Schwule, Metrosexuelle, emanzipierte Frauen und die Zurichtung der Gesellschaft, in der nicht mehr alle Führungspositionen automatisch Männern zufallen. So identifizieren sie nicht nur die kapitalistische Moderne als ihren Feind, sie entdecken auch in dem internationalen islamistischen Bandenwesen einen Verbündeten. Trotzdem will die rappende »Generation Djihad« natürlich kommerziellen Erfolg, statt sich selbst in die Luft zu sprengen. Zu unzähligen willigen Groupies sind die 72 Jungfrauen, die den Märtyrer irgendwann einmal im Paradies erwarten sollen, keine wirklich attraktive Alternative.

Ralf Fischer und Juri Eber über homophobe, frauenfeindliche und antisemitische Gewaltphantasien im deutschen Hip-Hop, Konkret Magazin 01/2016

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Mai 31st, 2016 at 8:00 am

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Thorsten Gerald Schneiders erklärt das Vereinende und Trennende zwischen Islam, Islamismus und Jihadismus.

Welchen Unterschied gibt es zwischen dem Christentum und dem Islam?

Was ist bei einer Religionskritik unbedingt zu beachten und gibt es andere deutsche Pendants?

Gibt es auch einen Christianismus?

Gibt es „die“ Scharia?

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Wenn Innenminister nach mehr Geld und Überwachungsmöglichkeiten im »Kampf gegen den Terror« rufen, ist es für Linke nicht besonders attraktiv, einzustimmen. Zweitens ist das Thema zurzeit sehr stark von Rechten und Rassisten besetzt, für die »Kritik« am Islamismus nichts anderes ist als die modernere Variante von »Ausländer raus«. Bei einer Aktion gegen Koranverteilstände oder gegen ein salafistisches Zentrum würde Applaus von der falschen Seite drohen. Kurzum, es ist komp­liziert – also greift die Linke lieber nicht ein.

Sebastian Weiermann, Jungle World vom 20. August 2015

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How did we end up here, where a publication lauded by writers’ association PEN for its courage in pursuing freedom of expression clearly states that the problem is not with some Muslims, but with all Muslims? That small, ostensibly innocuous things, such as wearing the hijab or refusing to sell bacon, or even having a long beard, are the opening credits to a final scene of death.

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Der Islam ist ein spezifisches Problem, das den Rahmen einer generalisierten Religionskritik sprengt, vor allem da die meisten nordafrikanischen und arabischen Staaten nicht nur islamisch »geprägt«, sondern vielmehr islamisch konstituiert sind, weshalb sie konsequenterweise die »Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam« verabschiedeten, die sich ganz explizit gegen die universellen Menschenrechte – diese »säkulare Interpretation der judäo-christlichen Tradition«, wie es der iranische Vertreter bei der UNO formulierte – richtet. Nicht zuletzt wegen dieser staatsreligiösen Dominanz sind auch Nichtmuslime – also vor allem Christen und Säkulare – der islamischen Geschlechter- und Sexualitätsvorstellung unterworfen. Dieser sind ferner nicht nur die Frauen, sondern auch eine Vielzahl, wenn nicht sogar die Mehrheit der Männer zumindest indirekt ausgesetzt.

Paulette Gensler, 04. Februar 2016

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