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Blog für relevante Sichtweisen zum Zeitgeschehen. Twitter: @s_ights

Archive for the ‘Kapitalismus’ tag

Hohler Hausfrieden

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‪Wie kann eigentlich der Hausfrieden gebrochen werden, wenn das Haus seit Jahren leer steht? Wie kann ein Ort oder Raum, in welchem sich niemand befindet welche stören? Leerer Wohnraum stört meinen Frieden genauso. ‬

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Oktober 9th, 2018 at 8:10 am

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(…) wie Stadt kaputt gemacht wird, durch die gedankenlos und geschichtslos vor sich hin malmende Maschine des Kaputt-Mach-Kapitalismus.

Georg Diez über den Verlust des öffentlichen Raumes, Spiegel Online, 26.08.2018
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August 31st, 2018 at 11:48 am

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Denn es geht um mehr als um Gentrifizierung, die nur ein Teil des Problems der gegenwärtigen Städte darstellt – es geht beim Kampf um die Stadt um die grundsätzliche Frage, wie Demokratie funktionieren soll, was Eigentum bedeutet, welche Verantwortung an Eigentum geknüpft werden soll, wie Wirtschaft, Energie, Gemeinschaft, Technologie anders gedacht werden können, es (geht) um das Verhältnis des Einzelnen zur Gesellschaft, „(…) wie der Kapitalismus der Demokratie schadet, sie schwächt und aushöhlt.

Georg Diez, Spiegel Online, 26.08.2018
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August 27th, 2018 at 8:15 am

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Wenn Wissenschaftler einen Konflikt zwischen Theorie und empirischen Daten sehen, verwerfen Sie die Theorie. Wenn die Finanzbranche einen Konflikt zwischen Theorie und Praxis sieht, verwirft sie die empirischen Daten

Andrew Smithers ist ein britischer Ökonom und erläutert die Grundhaltung im Kapitalismus in: „Wall Street Revalued. Imperfekts Markets and Inept Central Bankers“, Wiley, 2009

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August 5th, 2018 at 10:39 pm

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Brot wird nicht mehr gebacken, weil Menschen Hunger oder Appetit darauf haben, sondern weil es verkauft werden, etwas einbringen soll. Das Resultat: Millionen hungernder Menschen trotz immenser Güterproduktion, krankmachende Lebensmittel, sinnlose Produkte, für deren Verpulverung wiederum eine noch sinnlosere Werbeindustrie aus dem Boden gestampft wird. Nicht nur das eigentliche Subjekt der Bedürfnisbefriedigung, der Mensch, wurde unwichtig, sondern auch das Objekt dieser Befriedigung. Kapitalistische Produktion nimmt keine Rücksicht auf den Stoff, mit dem sie sich vollzieht. Eine irrsinnige Ressourcenverschwendung und Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen der Menschen sind die unvermeidliche Folge.

Martin D. erklärt Marx, CEE IEH, Heft Nr. 80, Leipzig.
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August 5th, 2018 at 9:55 pm

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Gleichwohl hat Yogeshwar einen Denkanstoß geliefert, den gerade Linke nicht ignorieren sollten, wenn sie Zukunft gestalten wollen. Denn er berührt zwei wesentliche Aspekte: Zum einen beleuchtet er das die Demokratie hochgradig gefährdende Potenzial des Kapitalismus digitaler Plattformen. Zum anderen macht er deutlich, dass darauf eine fortschrittliche politische Antwort gefunden werden muss.

Thomas Wagner, Neues Deutschland, 13.04.2018 Read the rest of this entry »

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August 5th, 2018 at 12:33 pm

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Denn etwa 40 Prozent der Beschäftigten haben nach Betriebsratsangaben nur „Flexi-Verträge“, das heißt, die Arbeitszeit wird hoch- und runtergefahren je nach Umsatz. „Dem Mitarbeiter ist bekannt, dass die Vergütung (..) entsprechend dem Umfang des Stundeneinsatzes variieren kann und somit gegebenenfalls nicht geeignet ist, eine stabile Einkommensgrundlage zu liefern.“ – einen solchen Satz müssen die flexiblen „Sales Advisor“, vulgo VerkäuferInnen, unterschreiben, bevor sie sich in die H&M-Klamottenberge wagen.

Barbara Dribbusch, die Tageszeitung taz, 12.10.2017
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Man kann die Bundestagswahl als Pendant zur Arbeitsplatzwahl betrachten. Auch wer die Lohnabhängigkeit ablehnt, bequemt sich in der Regel ja irgendwann dazu, einen Arbeitsplatz zu suchen. Sonst wird das Geld gar zu knapp und es drohen Sanktionen vom Jobcenter. Und so unerfreulich die Lohnabhängigkeit ist – im Vergleich zu Sklaverei und Leibeigenschaft stellt sie einen historischen Fortschritt dar, ebenso wie die bürgerliche Demokratie im Vergleich zum Feudalismus. Anders als beim Bewerbungsgespräch müssen Sie sich bei der Wahl nicht erniedrigen. Niemand verlangt von Ihnen, vorzugeben, dass Sie das gerne machen und die Partei und den Kandidaten Ihrer Wahl liebhaben. Vielmehr empfiehlt es sich, bereits vor der Wahl zu überlegen, wie man die nächste Koalitions­regierung, wie auch immer sie sich zusammensetzen mag, unter Druck setzen kann. Denn eines sollten Sie nicht vergessen: Es handelt sich um Wahlen im Kapitalismus, und es gibt keine richtige Wahl im falschen Wirtschaftssystem.

Jörn Schulz klärt radikale Linke auf und ermutigt zum Wählen, Jungle World Nr.38, September 2017
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September 24th, 2017 at 12:16 pm

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Zentral für einen emanzipatorischen Anspruch ist für uns eine Kritik am Bestehenden, die sich nicht nur auf ein Feld bezieht, also z.B. auf Antisemitismus, Rassismus, Kapitalismus oder Sexismus. Es geht auch darum, die Verbindungen der einzelnen Felder herauszuarbeiten und eine Perspektive auf die gesellschaftliche Totalität, eine Kritik am Ganzen, zu entwickeln. Ziel der Analyse und der Politik ist die Befreiung von Zwangsverhältnissen, nicht nur von direkten, sondern auch von gesellschaftlich vermittelten. Direkte Gewalt, wie körperliche sexistische Übergriffe, gilt es genauso zu kritisieren wie die unbewusst-zwanghafte Selbstzurichtung. Neben dem Geschlechterverhältnis gehören der Geschichtsrevisionismus und die Verharmlosung der deutschen Geschichte ebenso kritisiert wie gegenwärtiger Nationalismus, die Verwertungslogik des Kapitals und die dazugehörigen Denkformen. Keines dieser Verhältnisse ist isoliert, sie überlagern sich und wirken aufeinander und miteinander. Dieser Komplexität ist nur mit differenzierter Analyse beizukommen.
Grundlegend für unsere Politik ist, dass sich auch Kritiker_innen niemals im Außen der Gesellschaft befinden. Das muss zur Folge haben, auch die eigene Position und Praxis kritisch zu hinterfragen, allein schon, da sie sich aus und in den gesellschaftlichen Zwangsverhältnissen artikuliert.

AFBL (Antifaschistischer Frauenblock Leipzig), 29.09.2011

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September 11th, 2017 at 3:48 pm

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Das Risiko von Fassadendämmung, als Mittel zur Gentrifizierung, Sicherheitsproblem und Pseudo-Umweltschutz wurde wiederholt von uns thematisiert.

Recht auf Stadt Köln, Facebook, 19.06.2017


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August 24th, 2017 at 11:14 am