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Blog für relevante Sichtweisen zum Zeitgeschehen. Twitter: @s_ights

Archive for the ‘Medienkritik’ tag

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Ein großer Teil des Pressejobs in Gaza wird ohnehin von örtlichen Organisatoren, Übersetzern und Reportern erledigt, die sich verständlicherweise nie trauen würden, der Hamas Ärger zu bereiten. So muss die Organisation nur selten einen westlichen Journalisten einschüchtern. Die Presse spielte ihre Rolle nach einem von der Hamas geschriebenen Drehbuch; und sie berichtete nicht einmal, dass dieses Drehbuch existierte. Das war ja “nicht die Story”. Die bewaffneten Formationen der Hamas verschwanden. Ebenso die Charta der Hamas, die zum Mord an den Juden aufruft. Und die Raketen, die auf israelische Städte fielen, waren ja harmlos. Auf jeden Fall waren sie auch nicht die Story.

Alan Posner und Matti Friedman darüber, was die Medien an Israel nicht verstehen, Die Welt, 23.12.2014 Read the rest of this entry »

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April 2nd, 2019 at 2:09 pm

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Von Seiten der Schulleitung zeigen wir uns entsetzt über den Umgang von Teilen der Presse mit den erhobenen Vorwürfen. Aus der o.g. Chronologie wird deutlich,dass eine fundierte Stellungnahme seitens der Schule, auch aufgrund der zurückliegenden Ferien, nur nach einer gewissen Zeit erfolgen kann. Dennoch wurde von Teilen der Presselandschaft die Sichtweise der AfD-Fraktion bzw. die Wortwahl aus der SKA (Anm. Schriftliche Kleine Anfrage) übernommen, ohne dass die betroffene Schule die Zeit hatte, faktenbasiert zu antworten. Dies finden wir fahrlässig. Gerade in der aktuellen Debatte um „Fake News“, halbwahrheiten und journalistischen Standards, sollte ein fachlich fundierter, faktenbasierter Artikel wichtiger sein, als die „schnelle“ Aufmerksamkeit mit zum Teil möglichst „effekt-heischenden“ Überschriften und Kommentaren.

Die Schulleitung der Ida-Ehre-Schule, Hamburg, zu den Vorwürfen der AfD und des Hamburger Abendblattes, Linksextremismus an der Schule zu dulden, 21.03.2019
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Es geschieht zum Teil außerordentlich raffiniert, dass also gesagt wird, „na ja, wir brauchen für die Regelung des Straßenverkehrs in der Zukunft, damit der nicht eine Katastrophe ergibt, eine internetgesteuerte Logistik“. Das leuchtet ja erstmal ein. Aber dann heißt es: „Die Logistik, die entwickeln wir. Wir haben dafür das Know-how und das Datenspeicherungspotenzial.
Und die gesamte Produktion von Verkehrsmitteln gerät allmählich in diesen logistischen Sog, sodass die großen Autofirmen, Autoproduzenten zum Beispiel zu so etwas wie Zulieferern einer gigantischen Verkehrslogistik gemacht werden sollen.

Christoph Türcke kritisiert die Digitalisierung des Verkehrs im Interview mit Thorsten Jantschek darüber, wie das Internet demokratische Öffentlichkeit zerstört, Deutschlandfunk Tacheles, 09.03.2019

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die Öffentlichkeit verschwindet dadurch, weil nun alles öffentlich wird, privat und öffentlich nicht mehr unterscheidbar ist und jede Äußerung über eine Körpernutzung oder eine Anpreisung eines Rasierapparats oder was auch immer genau den gleichen Öffentlichkeitsstatus gewinnt wie die Frage der Staatsverschuldung.

Christoph Türcke im Interview mit Thorsten Jantschekdarüber, wie das Internet demokratische Öffentlichkeit zerstört, Deutschlandfunk Tacheles, 09.03.2019

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Oder die Shows, in denen Arm und Reich ihre Rollen tauschen: aufeinander gehetzte Klischees, die die Verachtung der Milieus gegenseitig noch verstärken. Nicht Toleranz und Verständnis sind Folge dieses Menschenexperiments, sondern Hass und Selbsthass. Ein Zynismus ohnegleichen! Die Opfer unter den Beteiligten, und das sind die meisten, werden von denen verlacht und verachtet, die sich höher gestellt dünken. Das ist der Spaß, von dem sie nicht genug haben können: anderen beim Verlieren oder Vernichtetwerden zuzugucken. Der Spielplatz der Perversen, das Internet, sammelt dazu Kommentare.
Ob Liebessucher, Glamour- oder Fäkalfetischisten, ob Möchtegernmodels oder verpeilte Superstars, ob Armutsexhibitionisten oder Millionärsspanner – mit Instinkten, Ängsten und Erfolgsträumen werden gnadenlos Geschäfte gemacht. Die Produzenten scheuen keine Demütigung, um Narzissmus, Voyeurismus, Sexismus, Hemmungslosigkeit, Verblödung sowie die zunehmende Darstellungssucht unserer Gesellschaft in den Fokus zu rücken. Mit Erfolg. Die Resonanz in vielen Medien, ob euphorisch oder kritisch, ist gigantisch. Und jeder verdient daran.

Kerstin Hensel, Deutschlandfunk Kultur, 01.03.2019
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Verfälschung droht da, wo Journalisten den „Denkroutinen“ im Regierungs- und Parlamentsbetrieb erliegen.

Georg Restle, ARD Journalist kritisiert seine Zunft via Twitter, 06.01.2019.

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Januar 27th, 2019 at 7:59 pm

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Die aktuellen Vorwürfe gegenüber Medien hätten nichts mit Medienkritik zu tun. Insbesondere von Rechts werde „der Versuch unternommen, kritische Stimmen mundtot zu machen. Das ist ganz klar eine Kampagne, die federführend von der AfD betrieben wird.“ Hinzu komme, dass „staatliche Institutionen Sorgen haben, den Kontakt zu einem bestimmten zu Milieu verlieren“. Hier verschiebe sich offensichtlich was, so Restle.

Georg Restle gegenüber dem Deutschlandfunk
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September 14th, 2018 at 11:45 am

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Wenn sich Menschen den Rechtsradikalen entgegenstellen, dann ist das nicht Rechts und Links. Dann sind das Rechtsradikale und ein paar Anständige die wir ja brauchen. Wir brauchen Anständige, die sich dagegenstellen. Das wird immer wieder gemacht, auch in den überschriften „Zusammenstöße von Linken und Rechten“. Da sage ich: Hallo? Nee! Da waren rechte Gewalttäter und da haben sich ein paar dagegengestellt.

Katarina Barley im Gespräch bei Maybrit Illner, ZDF, 30.08.2018
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Sie macht mich kirre, die Zersplitterung der Diskurse. Ein kritischer Journalismus, das wäre meine Hoffnung, würde die verzettelten Argumente der Zivilgesellschaft bündeln und zu einem klaren Kammerton machen: dass wir in die Gänge kommen wollen, dass wir Fortschritt nach wie vor für möglich halten. Dass wir die richtigen Fragen finden, wenn es schon so schwer ist mit den Antworten. Wir sind keine Fruchtfliegen. Journalismus besorgt und systematisiert den Stoff, aus dem die Geschichtsschreibung sein wird.

Sonia Seymour Mikich auf die Frage „Wozu noch Journalismus?“, Süddeutsche Zeitung, 28.03.2010 Read the rest of this entry »

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August 21st, 2018 at 8:59 am

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Das bedeutet, sie hat sich Legitimation der Institutionen der Gesellschaft, wie zum Beispiel Parlamente und Medien erworben. Linker Protest, der darauf beharrt, dass völkischer Nationalismus und Rassismus niemals legitim sein können, greift damit auch automatisch die Deutungshoheit der Institutionen an, die der AfD ihre Legitimation verleihen. Diese reagieren darauf mit einer Gegenoffensive: Der Ächtung von Protest, welche auf Verhinderung der geistigen Brandstiftung der AfD abzielt. Medien und Politik sind es gewohnt, dass ihre Deutung hegemonial ist, auf ein Anzweifeln dieser Hegemonie reagieren sie allergisch. Wer dabei bleibt, dass völkische Ideologie, wie sie von der AfD vertreten wird, keine Existenzberechtigung hat, zieht sich also deren heftige Gegenreaktion auf den Hals.

Antifa AK Köln, 20.12.2017
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Dezember 20th, 2017 at 2:46 pm