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Blog für relevante Sichtweisen zum Zeitgeschehen. Twitter: @s_ights

Archive for the ‘Neonazis’ tag

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Wenn sich Menschen den Rechtsradikalen entgegenstellen, dann ist das nicht Rechts und Links. Dann sind das Rechtsradikale und ein paar Anständige die wir ja brauchen. Wir brauchen Anständige, die sich dagegenstellen. Das wird immer wieder gemacht, auch in den überschriften „Zusammenstöße von Linken und Rechten“. Da sage ich: Hallo? Nee! Da waren rechte Gewalttäter und da haben sich ein paar dagegengestellt.

Katarina Barley im Gespräch bei Maybrit Illner, ZDF, 30.08.2018
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Diejenigen, die das sagten, waren keine Glatzköpfe in Springer-Stiefeln und trugen auch keine Thor-Steinar-Klamotten. Es waren äußerlich besehen ganz normale sächsische Bürger. Sie würden sich vermutlich nicht selbst als Neo-Nazis verstehen, nur weil sie etwas den Holocaust bezweifeln und an ein Einsitzer-Volksflugzeug erinnern. Sie reden von „den Rechten“ und meinen nicht sich selbst. Bei PEGIDA sind sie allerdings ganz vorn mit dabei, wie zu hören war. Und morgen 15:00 Uhr, da wollen sie wieder zusammenkommen und demonstrieren…

Dr. Harald Lamprech, Confessio, 28.08.2018

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In diesem von den Rechten imaginierten Deutschland, so muss man es kommentieren, zählen die Hooligans dann wahrscheinlich Gänseblümchen auf dem Rasen vor dem Rheinenergiestadion, weil ja die vielen Fremden dann fehlen. Besonders verfängt bei den rechten Zuhörern, wenn die Redner sich dem Thema einer reinen Rasse widmen und gegen die Multikulti-Gesellschaft und ihre Vertreter wettern.

Andi Goral, Report-K, 18.08.2018
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August 19th, 2018 at 10:09 am

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Einer der dämlichsten Ratschläge beim Thema »Was tun gegen Nazis?« lautet, man dürfe den Rechten nicht die Gelegenheit geben, sich als Opfer darzustellen. Das impliziert nicht nur, dass die Betreffenden die Nazis offenbar lieber triumphierend sähen, sondern ist schon deshalb schwierig, weil der typische selbsternannte Herrenmensch mindestens so sehr zum Rumheulen neigt wie ein verzogener ­Fünfjähriger.

Svenna Triebler, Jungle World, Ausgabe 10/2018

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März 13th, 2018 at 2:09 am

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August 23rd, 2017 at 1:18 am

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»Und es ist für mich plausibel, dass nicht wenige das als den Versuch der Bevormundung empfinden und in der Wahlkabine dagegen protestieren.« Kurz: Shitstorms sind schuld an der AfD; wer Nazis Nazis nennt, ist schuld an Nazis, schließlich führe das zu einer »Stigmatisierung eines nicht ganz kleinen Teils unserer Gesellschaft«. Das heißt, ab einer bestimmten Anzahl können die Leute gar keine Nazis mehr sein, weil Nazis ja per Definition eine Minderheit sind. Sobald sie in der Mehrheit sind.

Leo Fischer über Boris Palmer, 05.08.2017, Neues Deutschland
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August 10th, 2017 at 11:08 am

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Bei aller Berechtigung, eine bessere Diskussionskultur zu fördern, fehlt mir der Warnhinweis, unter welchen Bedingungen ein Gespräch nicht mehr weitergeführt werden sollte und  dass ein Gesprächsabbruch dennoch auch ein legitimes Mittel sein kann.

Wir dürfen die verunsicherten Menschen nicht mit den Nazis alleine lassen (…) „Man muss die Sorgen ernst nehmen.“ Klingt erstmal scheiße, aber da ist leider etwas dran. Jedoch bedeutet es nicht das gleiche, was die Politiker damit meinen. Es bedeutet nicht, dass man menschenverachtende und sogar ökonomisch unsinnige Politik machen soll (Immigration ist unter dem Strich positiv für die Wirtschaft), die dem völkisch-rassistischen Gedankengut nicht die Grundlage entzieht, sondern es im Gegenteil bestätigt. Nein, es bedeutet, dass du die Menschen, die ganz oder teilweise solche Positionen vertreten, wie gleichwertige Diskussionspartner behandelst und sie nicht lächerlich machst.

Thomas Laschyk, Volksverpetzer.de vom 30. Mai 2016.

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So wird in der Debatte über den «Fall Mügeln» explizit auf den gefährlichen «Linksextremismus» verwiesen. Hinzu kommt, dass – quasi im Denkschema des Extremismus-
Konzepts – «den Medien», die investigativ und aufklärend über den rassistischen und extrem rechten Vorfall berichten, unterstellt wird, sie gefährdeten die Demokratie. Der Angriff auf die vierte Gewalt kann die Radikale Rechte freuen: Die NPD wendet sich gegen «den Schweinejournalismus», der böswillige Rechtsextremismus-Debatten entfache, um den Ostdeutschen und nationalen Deutschen zu schaden. Auch unterstellt die NPD, die den «Fall Mügeln» gemäß ihrer ideologischen Interessen instrumentalisiert, den indischen Opfern die Mitgliedschaft in einer «extremistischen» Organisation. Dieser Vorwurf, der der Kriminalisierung und Ausgrenzung der Opfer dienen soll, wird später auch vom sächsischen Verfassungsschutz aufgegriffen: Der Verfassungsschutzbericht des Jahres 2007 erwähnt einen «indischen Extremismus» in Sachsen. Dabei taucht weder in den Jahren davor noch danach eine derartige «Gefährdung» auf. So erscheint in der Debatte über den rassistischen Vorfall in Mügeln tatsächlich die gesamte Palette von «Extremismus»: Rechts-, Links- und Ausländer-Extremismus. Es entsteht ein völlig falsches Lagebild.
Kritisch lässt sich resümieren: Die Extremismus-Perspektive impliziert, dass es mehrere, im Kern ähnliche Phänomene gibt: den linken, den rechten, und den nichtdeutschen, also «Ausländer»-«Extremismus». Das führt nicht nur zu einer Fehlwahrnehmung bezüglich der tatsächlichen Gefahren für die Demokratie, sondern auch zur Verkennung des eigentlichen Problems: Rassismus und völkische Ideologien, welche auf Ungleichwertigkeitsvorstellungen basieren und Grundlage der unrechtmäßigen Behandlung «der Inder» sind.

Britta Schellenberg, „Mügeln – Die Entwicklung rassistischer Hegemonien und die Ausbreitung der Neonazis, 2014

 

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Der allgemeine Tonus dort ist, sich die Nazis selbst in dir Scheisse reiten zu lassen.

[GPM] Pixelberger via Twitter, 11.01.2015

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Januar 11th, 2016 at 10:56 pm

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Jihadisten sind Faschisten. Eine Antifa, die ihren Anspruch nicht aufgeben will, muss sich ihnen genauso entgegenstellen wie den Neonazis.

Lothar Galow-Bergemann in Jungle World Nr. 31 vom 21.08.2014