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Blog für relevante Sichtweisen zum Zeitgeschehen. Twitter: @s_ights

Archive for the ‘Neues Deutschland’ tag

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„»Gewalt im Fußball bleibt ein großes Problem.« Eine schnelle, oberflächliche Analyse des ZIS-Jahresberichts führt zu folgender Zahl: 0,0058 Prozent. Sie bemisst den Anteil verletzter Personen gemessen an den Zuschauerzahlen in den ersten drei Ligen. Eine Zahl, die viele Volksfest-Veranstalter oder Klub-Betreiber als Erfolg verbuchen würden. Trotz 1161 Straftaten, darunter 49 Fälle von schwerer Körperverletzung, während 18 Tagen Münchner Oktoberfest im Jahr 2017 attestierte die Polizei: »Eine friedliche Wiesn«. Im Fußball ist das anders.“

Alexander Ludewig, Neues Deutschland, 20.10.2018 Read the rest of this entry »

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(Der) heute nahezu vollständige Bedeutungsverlust von Popmusik (…) geht auch einher damit, dass Popmusik schon längst ihre einstige Funktion als innovatives Begleitgeräusch zu Widerstand und Revolte verloren hat.

Thomas Blum, Neues Deutschland, 20./21.10.2018

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Oktober 21st, 2018 at 10:00 am

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Was in ganz Europa fehlt, sind feste und rechtschaffende Stimmen, die in der Lage sind, den populistischen Argumenten der Rechten entgegenzutreten.

Gulf News, Vereinigte Arabische Emirate zit. n. Neues Deutschland, 8./9. September 2018

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September 14th, 2018 at 11:46 am

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»Die politische Strategie einer Verpolizeilichung des Umgangs mit Protest beinhaltete den weitgehenden Verzicht auf deeskalierende Handlungsansätze und stattete die Polizei mit einem weitreichenden Legitimationsvorschuss aus«, stellen Schuhmacher und Matthies fest: »In diesem Zuge wurde die Polizei faktisch zum zentralen politischen Akteur des Geschehens.«

Folke Havekost über die Untersuchungsergebnisse der Protestforschung zum G20-Gipfel in Hamburg, Neues Deutschland, 07.09.2018
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September 10th, 2018 at 6:07 pm

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Dass vom politisch zuständigen Innensenator Andy Grote während des G20-Gipfels kaum etwas zu vernehmen war, ist da mehr als nur eine Fußnote. Mit Blick auf den wirksamen Widerstand gegen die Gefahrengebiete, die 2014 zunächst stark verkleinert und im Jahr darauf als verfassungswidrig erklärt wurden, konstatieren die Autoren gleichfalls, dass in Hamburg »polizeiliche Strategien der Härte nicht zur Einschüchterung des Protests, sondern zu dessen Ausweitung führen« – besonders an Orten wie St. Pauli oder dem Schanzenviertel, in dem auch der G20-Gipfel stattfand.

Folke Havekost über die Untersuchungsergebnisse der Protestforschung zum G20-Gipfel in Hamburg, Neues Deutschland, 07.09.2018
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September 10th, 2018 at 6:02 pm

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Gerade hier ist die Statistik löchrig. Doch die Zahlen, die es gibt zeigen: 2017 gab es null Verurteilungen wegen Polizeigewalt oder Fehlverhalten für Polizisten in Berlin – bei einer 25.000-Personen-Behörde!

Moritz Wichmann, Neues Deutschland, 01.08.2018
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August 27th, 2018 at 8:01 am

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»Journalistinnen und Journalisten sind nicht der verlängerte Ermittlungsarm der Polizei«, kritisierte [die Bundesgeschäftsführerin der Journalistengewerkschaft, Cornelia] Haß. Die Zusammenarbeit mit der Polizei habe fatale Folgen für die Akzeptanz und Glaubwürdigkeit journalistischer Arbeit, sagte sie. Anfragen der Polizei gingen nach »Zapp«-Informationen unter anderem an NDR, ZDF, N24, RTL, Sat.1 und n-tv sowie an mehrere Produktionsfirmen.

Elsa Koester, Neues Deutschland, 08.12.2017. Sender der RTL-Gruppe haben der Polizei Material zugänglich gemacht.
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Gleichwohl hat Yogeshwar einen Denkanstoß geliefert, den gerade Linke nicht ignorieren sollten, wenn sie Zukunft gestalten wollen. Denn er berührt zwei wesentliche Aspekte: Zum einen beleuchtet er das die Demokratie hochgradig gefährdende Potenzial des Kapitalismus digitaler Plattformen. Zum anderen macht er deutlich, dass darauf eine fortschrittliche politische Antwort gefunden werden muss.

Thomas Wagner, Neues Deutschland, 13.04.2018 Read the rest of this entry »

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August 5th, 2018 at 12:33 pm

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Doch insgesamt zeigt sich ein Muster. Es gibt bekanntlich viele Männer, die dazu neigen, Frauen monologisierend die Welt zu erklären, als ob diese per se keine Ahnung hätten. Analog zu diesem »Mensplaining« gibt es aber auch ein »Mumsplaining«: eine soziale Standardsituation, in der Frauen – zuweilen selbst dann, wenn sie gar keine Kinder haben – Männern implizit oder ausdrücklich die Kleinkindkompetenz absprechen. (…) Obwohl also in konkreten Situationen von Mumsplaining die nolens volens angeherrschten Männer die Dummen sind, sind diese habituellen Redeweisen in allgemeinerem Sinn symbolische Gewalt einzelner gegen alle Frauen. (…) Die Position hinter dem Kinderwagen bewirkt einen Verfremdungseffekt, durch den man vieles klarer sieht – zum Beispiel auch das eigene Verhalten in anderen Lebenslagen.

Velten Schäfer, Neues Deutschland, 10.03.2018
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August 5th, 2018 at 8:55 am

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In den sogenannten sozialen Netzwerken im Internet fördere dieser Hang zur Selbstbestätigung eine Polarisierung von Ansichten. Mit jedem moralisch besetzten Wort in einem Beitrag steigen demnach die Chancen seiner Weiterverbreitung um 20 Prozent. Facebook und Twitter setzen also eine Emotionalisierungsschleife in Gang, in der die Bereitschaft und die Fähigkeit verloren gehen können, sich in völlig anders sozialisierte Menschen hineinzuversetzen.

Christian Baron, Neues Deutschland, 30.12.2017 Read the rest of this entry »

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Januar 4th, 2018 at 8:56 am