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Gesellschaftskritische Kommunikation

Archive for the ‘NoGo-Area’ tag

No Go Ebertplatz

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Indem Faschist_innen grinsend für Selfies auf dem Ebertplatz posieren, widerlegen sie ihre rassistische Behauptung einer „No Go Area“ eindrucksvoll selbst.

Die im Schatten von AfD und Pro-Spektrum auftretenden Neonazis sind allerdings real. Sie sind gewalttätig, werfen mit Flaschen und wollen andere Menschen verletzen oder töten. Dass nun ausgerechnet Neonazis das Areal als „No Go Area“ deklarieren, weil dort Drogen angeboten werden, lenkt davon ab, dass dort durch sie tatsächlich Gefahr für Leib und Leben entstanden ist.
Was deutsche Neonazis als NoGo-Areas in vielen deutschen Stadtteilen zwischen Dortmund und der sächsischen Provinz etabliert haben, heißt konkret: Ganze Menschengruppen können sich dort aufgrund ihrer Nationalität, Hautfarbe, Religion oder ihres „alternativen“ Aussehens nicht mehr hinwagen. Insofern hat es etwas zynisches, dass ausgerechnet Faschist_innen einen Begleitschutz in Köln anbieten wollen, während sie den Großteil der Menschen vernichten wollen.
Nehmen wir es ernst: wenn Neoazis NoGo-Areas deklarieren ist Schluss mit lustig!

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November 9th, 2017 at 4:44 pm

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Die tatsächliche Bedrohung in Dresden geht aus unserer Sicht weder von islamistischen Terrorist_innen aus, noch richtet sie sich gegen Pegida. Gefahr für Leib und Leben geht in Dresden seit Wochen von Pegida, ihren Botschaften, ihrer Ideologie und ihren Teilnehmer_innen aus. Unsere Aktiven und andere, die sich Pegida in den Weg stellen, sehen sich seit Wochen auch sehr konkreten (Mord-)Drohungen ausgesetzt und unsere Demos und ihre Teilnehmer_innen wurden mehr als einmal von Pegidiot_innen attackiert. People of Colour müssen in einer Stadt leben, die aktuell ein Klima der Angst für sie vermittelt und NoGo-Areas und Zeiten geschaffen hat. Der Alltagsrassismus nimmt durch Pegida unerträglichste Auswüchse an. All das wird durch die inszenierte Bedrohungslage gegen Pegida nun verdrängt und durch die unverhältnismäßige Aufmerksamkeit für Rassist_innen ad absurdum geführt.

Dresden Nazifrei, Pressemitteilung vom 19.01.2015

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Januar 19th, 2015 at 7:02 pm