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Gesellschaftskritische Kommunikation

Archive for the ‘#noNazitalk’ tag

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Bundestagsdebatten sollten ohnehin wieder große Diskussionen werden, denn die Debatte ist das Salz der Demokratie. Insofern fürchte ich mich auch vor der AfD nicht.

befindet Klaus von Dohnanyi (SPD), Ex-Bildungsminister. Anders steht von Dohnanyi der Qualität „großer Diskussionen“ gegenüber, wenn es um linke Themen geht. Im selben Interview sagt er:

Die Linke (…) attackiert zum Beispiel deutsche Politik als „neoliberal“ und behauptet zugleich, „neoliberale Politik“, Konkurrenz und Haushaltsdisziplin führten zur „Massenarbeitslosigkeit“.

Überwiegende Teile der Gesellschaft missverstehen, dass es sich bei der AfD nicht um eine_n demokratische_n Partner_in handelt. Ihr kann nicht auf Augenhöhe begegnet werden. Vielmehr müssen alle demokratischen Kräfte der Gesellschaft akzeptieren, dass die AfD ihnen allen feindlich gegenüber steht. Dies würde eine Solidarisierung mit Die Linke erfordern. Scheitern die Deutschen an der antikommunistischen Tradition?

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Ohne Scham ging er einfach über die Sache hinweg – in der Gewissheit, dass dort, wo er fischt, nicht die Wahrheit, sondern die identitäre Verwahrlosung zählt. Gauland ist nicht mehr der britophile Ehren- und Edelmann, der er früher so gerne sein wollte. Mit voller Absicht reitet er auf den Wellen des Ressentiments. Es ist sein politischer Motor.

Thomas Schmid, Die Welt Read the rest of this entry »

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September 1st, 2017 at 11:03 am

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Gestern Abend, nach einem Vortrag in Köthen, ging die Diskussion wieder los. Wir müssen doch mit der AfD reden, wir dürfen sie nicht ausgrenzen, usw.. Es war zwar eine Minderheitenposition, allerdings eine sehr lautstarke. Richtig ist: wir sollten mit AfD-Wähler*innen und Sympathisant*innen reden (wenn es geht, auch da gibt es Grenzen (Rassismus, Sexismus, Klassismus…)). Auf keinen Fall aber sollten AfDler*innen zu Gesprächen oder auf Podien eingeladen werden. Dazu ist die AfD inzwischen viel zu verwoben mit der Neuen Rechten. (…) Ich darf an dieser Stelle auch Alexander Gaulands Bewunderung für das Blut-und-Eisen-Zitat Bismarcks erwähnen: „nicht durch Reden oder Majoritätsbeschlüsse werden die großen Fragen der Zeit entschieden […] sondern durch Eisen und Blut.“ Mit diesem Zitat gegen die Demokratie und für die Gewalt endete sein Artikel gegen den Pazifismus der Deutschen – kurz darauf gründete Gauland die AfD. (…) Zum jetzigen Zeitpunkt ist klar: Wer im Namen der Demokratie den offenen Dialog über Podien mit AfD-Funktionär*innen fordert, macht sich in den Augen der neurechten Donovan-Fans lächerlich und unterstützt antidemokratische Kräfte, die Dialog für Schwäche und Gewalt für Stärke halten.

Andreas Kemper, Grenzt die neue Rechte, also die AfD aus!

Grenzt die Neue Rechte, also die AfD, aus

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März 29th, 2017 at 8:40 am

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Auch seriöse Medien praktizieren demnach „nicht selten eine unkritische, unreflektierte Übernahme und Weitergabe von Bedrohungsrhetorik durch die Verwendung von dramatischen Bildern und Begrifflichkeiten“. Den Zuschauer erreichten „zur besten Sendezeit menschenfeindliche und antidemokratische Botschaften, die ihm geadelt und abgesegnet durch die seriös erscheinende politische Debattenrunde, als offenkundig denk-, sag- und durchführbar erscheinen. Ein Vorwurf, der offenkundig insbesondere an ARD und ZDF adressiert ist. Denn in den öffentlich-rechtlichen Sendern finden sich unter anderem mit „Anne Will“, „hart aber fair“, „Maischberger“ sowie „Maybrit Illner“ mehrere Formate auf besten Sendeplätzen, die sich als politische Gesprächssendungen definieren – und die, so der Vorwurf, die Botschaften von Populisten veredeln.

Patrick Gensing, NDR, 02.12.2016

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Demokratischer Wertemythos

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Wer sich mit Faschist_innen auf eine Diskussion einlässt, braucht nicht mit demokratischen Werten kommen, denn das hat keinen demokratischen Wert!

Mehr zu #noNazitalk

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Dezember 7th, 2016 at 8:27 am

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Das gesetzliche Verbot der Holocaustleugnung wird oft als Verstoß gegen die Meinungsfreiheit kritisiert – ein Begriff, der heutzutage überstrapaziert wird. Hetze, Verleumdung oder Assoziationen zwischen unserer Bundeskanzlerin und einem weiblichen Geschlechtsteil werden unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit als „sachliche Kritik“ präsentiert.

Shahak Shapira, Die Zeit, 20.20.2016

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Kann man überhaupt noch jemanden entlarven, der sich schon selbst entlarvt hat? Seine Anhänger wissen, was er ist, und meine auch. Schaffe ich es nicht, ihn bloßzustellen, wird er von seinen treuen Fans wieder gefeiert, genau wie nach seinem Interview auf Kiss FM. Schaffe ich es doch, bin ich automatisch Teil der Lügenpresse und/oder der zionistischen Weltverschwörung, die den armen Neonazi manipulierte und verunglimpfte. Niemand könnte MaKss Damage oder seine Anhänger in einem Interview überzeugen, ihre menschenverachtenden Ideologien plötzlich abzulegen – das ist eine Entwicklung, die, wenn überhaupt, niemals vor laufenden Kameras stattfinden könnte.

Shahak Shapira, Die Zeit, 20.20.2016.

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Oktober 22nd, 2016 at 12:57 pm

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Ihr seid ein Jugendsender und dieser Neonazis zielt gerade auf Jugend, hat sich ganz bewußt Hip-Hop bedient um Jugend zu erreichen. Ich hätte ihn nicht in so eine Sendung eingeladen. Das ist ein knallharter Nazi, der sich nicht überzeugen lässt, den man nicht entzaubern kann.

Torsten Nagel von Regionale Beratungsstelle gegen Rechtsextremismus Schleßwig-Holstein im Interview mit dem Radiosender Kiss FM 16.10.2016. Kiss FM Redakteure hatten zuvor den Neonazi-Rapper „MaKss Damage“ interviewt und viel Kritik geerntet.

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Dahinter steckt die Neonazis-Szene, die immer beides behauptet: gleichzeitig hätte es den Holocaust nicht gegeben und es seien noch lange nicht genug Juden vergast worden. Für diese Doppeldeutigkeit benötigt man nicht Neonazis, sondern man kann auf Leute zurückgreifen, die sich mit Neonazis beschäftigen. Ein Trugschluss ist es, zu glauben, man müsse sich entweder mit Neonazis auf Augenhöhe unterhalten oder man muss das Thema ansonsten ignorieren. Ich denke, man muss das Thema ernst nehmen und gerade deshalb darf man nicht mit solchen Leuten sprechen.

Sebastian von Kein Bock auf Nazis im Interview mit dem Radiosender Kiss FM 16.10.2016. Kiss FM Redakteure hatten zuvor den Neonazi-Rapper „MaKss Damage“ interviewt und viel Kritik geerntet

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Oktober 18th, 2016 at 11:02 am

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Ich halte es für eine schlechte Art des Umgang mit Neoanzis, indem man versucht, sie zu stellen, indem man sagt „Isst du vielleicht auch Döner“. (…) Das ist nicht das Problem bei Nazis. Nazis haben schon immer, seitdem es sie gibt, die Musik, die Kunst, die Kultur von den Leuten ausgebeutet und angeeignet, die sie umgebracht haben. Das ist kein Widerspruch, auf den man hinaus will.

Sebastian von Kein Bock auf Nazis im Interview mit dem Radiosender Kiss FM 16.10.2016. Kiss FM Redakteure hatten zuvor den Neonazi-Rapper „MaKss Damage“ interviewt und viel Kritik geerntet

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Oktober 18th, 2016 at 10:55 am