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Gesellschaftskritische Kommunikation

Archive for the ‘Spiegel Online’ tag

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Auf dieses Plakat wurde auch Schiedsrichter Gärtner aufmerksam, der sich allerdings im Sonderbericht nur über den Anhang des RSL auslässt: „Die Spieler und Verantwortlichen trugen bei der Erwärmung T-Shirts mit dem Aufdruck ‚Nazis Raus‘. Eine Aktion extra für das Spiel in Schildau initiiert. Hier geht es nur um Provokation und das Aussenden politischer Statements. (..) Wir sollten alle um einen fairen menschlichen Umgang miteinander bemüht sein. Dieses Verhalten von RSL steht diesem Prinzip fundamental entgegen.“ Weder die rechten Provokationen noch der versuchte Platzsturm finden Erwähnung. Aber sind Shirts, die sich „gegen Nazis im Stadion“ aussprechen, eine Provokation? Und wenn ja, für wen? Uwe Tempel, der Vorsitzende des TSV Schildau, will sich auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE inzwischen nicht mehr zu den Vorfällen äußern. In der „Torgauer Zeitung“ hatte er zuvor begrüßt, dass die T-Shirts ausgezogen werden mussten. Schließlich hätten sich durch die Aufschrift „wieder andere Zuschauer provoziert“ gefühlt.

Christoph Ruf, Spiegel Online, 20.10.2017
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Oktober 21st, 2017 at 11:43 am

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No nation on earth has an interest in seeing this band of criminals arm itself with nuclear weapons and missiles. The United States has great strength and patience, but if it is forced to defend itself or its allies, we will have no choice but to totally destroy North Korea. Rocket Man is on a suicide mission for himself and for his regime. The United States is ready, willing and able, but hopefully this will not be necessary.

Donald Trump, Auszug seiner Rede vor der UN-Vollversammlung vom 19.9.2017, zitiert nach Spiegel Online
Deutsche Übersestzung von Bild.de
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September 19th, 2017 at 11:23 pm

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Die IGMG, deren Wurzeln in der Türkei liegen, ist laut eigenen Angaben die zweitgrößte islamische Religionsgemeinschaft in Deutschland. Sie betreibt demnach bundesweit mehr als 340 Moscheen und hat etwa 80.000 Mitglieder. Der Verfassungsschutz im Bund beobachtet die Organisation wegen islamistischer Umtriebe – auch wenn die in den vergangenen Jahren deutlich abgenommen haben sollen. Die Verfassungsschützer zahlreicher Bundesländer stellten die Beobachtung deshalb ein.

Ansgar Siemens, Spiegel Online, 18.09.2017
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Ach, wenn das ZDF doch nur ein bisschen amerikanischer wäre. So ein klein wenig mehr wie CNN vielleicht. (…) Denn in Wirklichkeit ging es in der ZDF-Sendung „Klartext“ zu wie in Dr. Merkels Bürgersprechstunde. Die Kanzlerin hörte sich 90 Minuten lang die Sorgen und Nöte der Menschen an, sie fühlte heftig mit („Ich kann Sie gut verstehen“ / „Das treibt uns um“ / „Da will ich einfach auch ein großes Dankeschön sagen„) und machte sich Kopfnotizen zwecks späterer konkreter Hilfe („Geben Sie mir mal Ihre Adresse„).

Sebastian Fischer, Der Spiegel Online, 15.09.2017
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(…) dass die Staatsanwaltschaft selbst im Falle eines endgültigen Freispruchs wohl das erreicht hätte, was sie wollte: ein Exempel statuieren, abschrecken. Menschen davon abhalten, auf die Straße zu gehen, ihre Meinung kundzutun. (…) „Die Staatsanwaltschaft führt damit ihre Bekämpfung der Unschuldsvermutung fort, ein Vorgehen, das das ganze Verfahren geprägt hat“, sagt Verteidiger Sven Richwin.

Julia Jüttner, Spiegel Online, 13.08.2017

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August 19th, 2017 at 1:50 pm

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Innenexpertin Schneider wirft der Polizei vor, sie habe Demonstranten bewusst in die Irre führen wollen. Der massive Einsatz der MZP zeige, dass Duddes Vorgabe „völlig unverbindlich“ gewesen sei. „Hinter der halben Wahrheit, die bekanntlich die beste Täuschung ist, lässt sich die Planung des Einsatzes aller Mittel bestens verbergen.“

Ansgar Siemens, 16.08.2017, Spiegel Online

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Man sagt dass die wertegeleitete Mittelschicht in einem Land auch die Basis für eine gut funktionierende Gesellschaft ist. (…) Wenn es stimmt, dass die Mittelschicht mit ihren Werten, Regeln, Umgangsformen und auch Regeln ein Land trägt, dann haben wir ein Problem.

Renate Künast, Spiegel TV Online, 28.10.2016

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Oktober 30th, 2016 at 4:58 pm

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Das sture Einfach-Weitermachen und das Wir-fragen-am-liebsten-Politiker und das Sich-vor-den-Reichstag-stellen-und-so-tun-als-sei-das-Politik hat seine Berechtigung verloren und ist grundsätzlich gefährlich geworden, gefährlich für die Demokratie, weil sie auf das Reflexionsniveau einer Streichholzschachtel reduziert wurde. […] Was also bedeutet es, wenn es zwei Fernsehextreme gibt, Verbrecherjagd und Realitätsflucht, also einerseits die Polizei Abend für Abend als die wichtigste Institution des Landes, Deutsche auf dauernder Tätersuche, und andererseits das große Eiapopeia einer Gesellschaft im luftleeren Raum, Provinz-Possen und Rentner-Romantik?

Georg Diez, Spiegel Online, 7.8.2016

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Die Konsens-Republik war darauf gebaut, dass es Unterschiede in den Argumenten gibt, aber Übereinstimmung in den Grundzielen oder Grundrechten. Das führte zu harten Auseinandersetzungen, die aber, ganz im Brandt’schen Sinn von „Mehr Demokratie wagen“, das Land im Großen und Ganzen in die richtige Richtung gelenkt haben. Die Situation jetzt ist neu: Denn wer sich auf das Niveau der AfD begibt, muss sich auf Knien durch den Schlamm von Hass und Vorurteilen schieben. Die Herausforderung ist also, ein Denken zu finden, das anders funktioniert als die Konsens- und Kritik-Automatismen der Vergangenheit. Ein Denken, das Antagonismen akzeptiert und möglicherweise als unversöhnlich nebeneinanderstehen lässt. Ein Denken, das dann eine härtere Auseinandersetzung ermöglicht, weil der Feind als Feind benannt wird. Carl Schmitt also statt Jürgen Habermas? Angenehm ist das nicht.

Georg Diez, Spiegel Online Kolumne, 12.06.2016

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Es ist falsch, so viel Zeit und Energie mit der AfD zu verschwenden, wie es derzeit geschieht, nach jeder Idiotie wieder, als sei Idiotie ein Ticket, um bei Anne Will eingeladen zu werden – warum aber soll man den Unsinn, den etwa Alexander Gauland so oder etwas anders über Jérôme Boateng gesagt hat, überhaupt ernst nehmen?
Unsinn, wenn man ihn wiederholt, bleibt ja Unsinn, er vermehrt sich womöglich sogar und, so ist schließlich die öffentlich-rechtliche Hoffnung, verschwindet nicht einfach, wenn man den Mann, der den Unsinn gesagt hat, ins Studio einlädt und mit ihm spricht – das aber ist das magische Denken, das hinter der Diskursromantik steckt, die die Auseinandersetzung mit der AfD so lähmt.

Georg Diez, Spiegel Online Kolumne 12.06.2016

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