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Blog für relevante Sichtweisen zum Zeitgeschehen. Twitter: @s_ights

Archive for the ‘Spiegel Online’ tag

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Tatsächlich sei es gesellschaftspolitisch ein verheerendes Zeichen, nach dem Ende aller zivilrechtlichen Verfahren nun staatlicherseits gegen Künstler mit Befugnissen zu ermitteln, als drohe schwere Gefahr für die öffentliche Sicherheit. Und mit dem Ziel, umfassende Hintergrundinformationen zu sammeln.

Steffen Dittes im Interview mit Spiegel Online. Read the rest of this entry »

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April 3rd, 2019 at 2:37 pm

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Der Aufstieg der autoritären Kräfte weltweit wäre ohne Medien nicht möglich gewesen, und zwar sowohl sozialer wie redaktioneller Medien. Die Verantwortung für eine weitere Stärkung der Rechten, Rechtsextremen, Autoritären liegt zum guten Teil bei ebendiesen Medien.

Sascha Lobo, Spiegel Online, 16.01.2018
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Januar 16th, 2019 at 8:14 pm

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Es ist ein – schlechter – rhetorischer Trick, diesen [Antifa-]Gruppen Widerstand zu verunmöglichen, indem man ihnen als einzige Art, sich zu wehren, ein sanftes Lächeln und ein paar warme Worte zugesteht. Es stimmt, dass Antifaschisten und Antifaschistinnen manchmal gewalttätig werden. Es stimmt total. Sie mussten es zum Beispiel in den Vierzigerjahren werden, um das faschistische Deutschland zu besiegen, weil höfliche Ansprachen manchmal nicht ausreichen.

Margarete Stokowski, Spiegel Online, 04.09.2018

 

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September 4th, 2018 at 7:13 pm

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Widerstand gegen Rechtsradikale muss radikal sein, es geht nicht anders. Radikal heißt in diesem Fall: breit aufgestellt, unnachgiebig, keine Menschenfeindlichkeit duldend. Die Nachrichten aus Chemnitz zeigen, dass Nazis in diesem Land zu wenig Angst haben.

Margarete Stokowski, Spiegel Online, 04.09.2018

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September 4th, 2018 at 6:21 pm

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(…) wie Stadt kaputt gemacht wird, durch die gedankenlos und geschichtslos vor sich hin malmende Maschine des Kaputt-Mach-Kapitalismus.

Georg Diez über den Verlust des öffentlichen Raumes, Spiegel Online, 26.08.2018
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August 31st, 2018 at 11:48 am

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Durch Realitätsumdeutung, verhindert man Zäsuren.

Sascha Lobo im Spiegel Online (29.08.2018) über den Umgang staatliche Stellen und dem Bundesinnenministerium zu den rechtsradikalen Ausschreitungen in Chemnitz.

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Die sächsische Polizei ist bei Rechten überrascht und überfordert, bei Linken übergriffig und übereifrig. Natürlich steckt dahinter ein strukturelles Problem, und auch ein politisches, wenn zu einem G8-Gipfel 20.000 Polizisten zusammengezogen werden, aber zu einem Naziaufmarsch mit Ansage auf einmal Polizisten fehlen.

Sascha Lobo, Spiegel Online, 29.08.2018
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August 29th, 2018 at 2:54 pm

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Denn es geht um mehr als um Gentrifizierung, die nur ein Teil des Problems der gegenwärtigen Städte darstellt – es geht beim Kampf um die Stadt um die grundsätzliche Frage, wie Demokratie funktionieren soll, was Eigentum bedeutet, welche Verantwortung an Eigentum geknüpft werden soll, wie Wirtschaft, Energie, Gemeinschaft, Technologie anders gedacht werden können, es (geht) um das Verhältnis des Einzelnen zur Gesellschaft, „(…) wie der Kapitalismus der Demokratie schadet, sie schwächt und aushöhlt.

Georg Diez, Spiegel Online, 26.08.2018
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August 27th, 2018 at 8:15 am

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In praktisch keinem Artikel wird das eigentlich Offensichtliche erwähnt: Die langwierige, aufwendige Rettungsaktion der Frau im Mittelmeer steht in direktem Kontrast zur fortwährenden Katastrophe ertrinkender Menschen im Mittelmeer und deren Seenotrettung. Seit Anfang 2018 sind mindestens 1500 Menschen, Männer, Frauen, Kinder im gleichen Meer ertrunken, aus dem die britische Frau gerettet wurde. Der Kapitän des Rettungsschiffes sagte, es sei ein unvergleichliches Gefühl, ein Menschenleben gerettet zu haben. Man stelle sich vor, sie hätten statt der Britin aus Versehen eine dahintreibende Frau aus dem Tschad entdeckt, dem gleichen Kapitän würde eine Anklage drohen.

Sascha Lobo kommentiert die Rettung einer Britin, die wegen Trunkenheit von einem Luxusschiff stürzte und in Seenot geriet, Spiegel Online, 25.08.2018

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August 25th, 2018 at 6:24 pm

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Warum also gibt es Debatten zurzeit vor allem, wenn sie von rechts angeschoben werden? Warum wird noch jede Messerattacke zum Staatsproblem gemacht, aber nicht die täglich stattfindenden Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte? Warum nennen sie bei der CSU den Antisemiten Orbán einen Freund, pochen aber auf das „jüdisch-christliche Erbe“, sobald es gegen Muslime geht? (…) Die Reaktionen auf die „Erklärung 2018“ machen deutlich, wie wenig das klassische konservative Milieu dem Angriff von rechts entgegenzusetzen hat. Zu beobachten ist aber auch, wie mit zwei läppischen Sätzen eine mediale Aufmerksamkeit erzeugt wird, die in keinem Verhältnis zur Substanz und Komplexität dessen steht, was diskutiert werden sollte, wenn es um die Grundlagen unserer Gesellschaft geht. Deprimierend ist die Oberflächlichkeit und Willfährigkeit der Debatte, die sich nach Akzenten wieder, ob gewollt oder nicht, ein Stück weit nach rechts verschiebt. Es ist die Mitte, die die Rechte stark macht, die ideenlose, driftende Mitte, nicht die Linke. Es wäre an der Mitte, der konservativen Mitte, die Rechte mit emanzipatorischer und aufklärerischer Politik zu bekämpfen, anstatt sie zu kopieren. Es geht um diese Demokratie.

Georg Dietz, Spiegel Online, 08.04.2018

Sichten-Cloud: Die enthemmte Mitte
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