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Blog für relevante Sichtweisen zum Zeitgeschehen. Twitter: @s_ights

Archive for the ‘Wirtschaftspolitik’ tag

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Die Vernunft ist gerade auf Toilette. Es scheint, als würden wir fast nur noch das ökonomische Denken walten lassen. Wir können uns gar nicht mehr anders vorstellen, als ökonomisch zu handeln. Angela Merkel hat es ja so formuliert: Wir brauchen eine wirtschaftsadäquate Demokratie. Wenn ich das höre, geht mir der Hut hoch. Wir brauchen genau das Umgekehrte: eine demokratieadäquate Wirtschaft. (…) Wir haben die Welt überversichert. Das Weltbruttosozialprodukt liegt bei 80 Billionen Dollar, dem gegenüber stehen Versicherungen in der Höhe von 800 oder 900 Billionen. Das ist wahnsinnig. Kaufe ich ein Auto für 2000 Euro und versichere es für 20’000, dann habe ich doch kein Interesse daran, dass es heil bleibt. So agiert die ganze Finanzindustrie. Und wir lassen alles zu, weil wir eine freie Wirtschaft haben.
Harald Lesch im Interview mit Reto Hunziker, Tagesanzeiger, 02.02.2019
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Im Widerstand gegen den „Großen Austausch“, der in Wahrheit Angst hat vor den Unübersichtlichkeiten der modernen Weltgesellschaft, „unterlaufen“ überforderten AfD-Funktionären gehäuft rassistische Schlenker. Potenzielle Anhänger können daran erkennen, wohin die Reise geht: Wer politische Entscheidungen einzig nach einem angstbesetzten Wir-Gefühl trifft, der kann weder wirtschaftlichen Nutzen noch grenzüberschreitende Solidarität noch menschliche Kooperations- und Lernfähigkeit einrechnen. Und landet fast zwangsläufig beim ethnisch-religiösen Bürgerkrieg, den Nationalisten beschwören und in Wahrheit selbst inszenieren.

Claus Leggewie, Frankfurter Rundschau, 17.06.2016 beschreibt den Weg in den Faschismus. Er veröffentlicht „Ihr Kampf. Identitäre, Eurasier und Dschihadisten gegen Europa“ via Edition Suhrkamp.

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Außerdem ist Sigmar Gabriel ein glühender Verfechter des Freihandelsabkommens. Und wann hätte die SPD jemals etwas beschlossen, das der Arbeitnehmerschaft schadet? Also außer Hartz IV. Ok, und der Rente mit 67. Ach ja, und der Zerstörung der staatlichen Rente zugunsten der Versicherungswirtschaft. Oh, und der Öffnung für Öffentlich-Private Partnerschaften. Oder der Abschaffung der Reichensteuer. Ach ja, da waren ja noch der Ausbau des Niedriglohnsektors und 1-Euro-Jobs. Hatten wir die Lockerung des Kündigungsschutzes schon?

Postillon vom 04. Mai 2016 über TTIP

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