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Gesellschaftskritische Kommunikation

Archive for the ‘ZDF’ tag

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Das ist ein ganz übles Machwerk. Dort kommt unter anderem ein Politikwissenschaftler zu Wort, der gleichzeitig AfD-Mitglied ist. Das hätte transparent gemacht werden müssen. Auch die anderen vermeintlichen Experten sind Personen, die einen eigenen Kampf gegen die linke Szene führen.

Juliane Nagel bewertet die ZDF-Dokumentation „Radikale von Links – Die unterschätzte Gefahr“ im Interview mit René Loch, Leipziger Internetzeitung, 22.09.2017

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September 23rd, 2017 at 11:39 am

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Deutschland, das ist ja kein Dritte Welt-Land. Hier ist eine Frau, die sich darüber freut, dass ihr Mund mal sauber gemacht wird oder ihre Zähne so dass sie in Tränen ausbricht. Das kann man sich gar nicht vorstellen.

Alexander Jorde im Interview bei Markus Lanz, ZDF, 19.09.2017
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September 21st, 2017 at 4:59 pm

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Wir sprechen von Europäischer Union und dass das langsam immer enger wird. Was ist es dann für eine Aussage von einer Bundeskanzlerin, wenn sie sagt, wenn wir das mit den Pflegekräften nicht gebacken bekommen holen wir uns die Fachkräfte aus dem Ausland. Das heißt: Wir exportieren unsere Arbeitslosigkeit und exportieren zukünftig auch noch unseren Pflegenotstand.

Alexander Jorde im Interview bei Markus Lanz, ZDF, 19.09.2017
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September 21st, 2017 at 4:53 pm

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Ach, wenn das ZDF doch nur ein bisschen amerikanischer wäre. So ein klein wenig mehr wie CNN vielleicht. (…) Denn in Wirklichkeit ging es in der ZDF-Sendung „Klartext“ zu wie in Dr. Merkels Bürgersprechstunde. Die Kanzlerin hörte sich 90 Minuten lang die Sorgen und Nöte der Menschen an, sie fühlte heftig mit („Ich kann Sie gut verstehen“ / „Das treibt uns um“ / „Da will ich einfach auch ein großes Dankeschön sagen„) und machte sich Kopfnotizen zwecks späterer konkreter Hilfe („Geben Sie mir mal Ihre Adresse„).

Sebastian Fischer, Der Spiegel Online, 15.09.2017
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Auf weiteres Insistieren der empörten Fragestellerin gab Merkel zu: „Ich kann sie jetzt auch nicht überzeugen.“ Ein neues Rentensystem könne sie so ohne weiteres nicht in Aussicht stellen. „Armes Deutschland!“, lautete das Fazit der Reinigungskraft: „Es ist ein Unding, dass die Rentner in einem der reichsten Länder der Welt so behandelt werden“ Die leicht aufgeheizte Stimmung im Studio kühlte wenig später allerdings ein Einspielfilm ab. Kurze Fragen von Passanten etwa nach den Schokoladen-Vorlieben der Kanzlerin sorgten für Heiterkeit im Publikum.

Florian Naumann über die Sendung „Klartext! Frau Merkel“ im ZDF, Merkur, 14.09.2027
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September 14th, 2017 at 11:06 pm

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Ob diese Funktion ihn als Interviewpartner in einer Dokumentation über Linksradikalismus ausschließt, ist Ansichtssache. Zumindest aber sollte sein AfD-Engagement erwähnt werden. „Die Nennung als Politologe weckt in dem Zuschauer eine bestimmte Erwartungshaltung“, sagt Hendrik Zörner, Pressesprecher des Deutschen Journalisten-Verbands, „nämlich, dass hier jemand mit Knowhow spricht und nicht von seinen Aktivitäten innerhalb einer Partei beeinflusst ist.“ Aus Sicht Zörners sollte eine Parteifunktion von interviewten Experten immer genannt werden. Egal um welche Partei es sich handelt.

Lisa Ecke, die tageszeitung taz, 12.09.2017
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September 12th, 2017 at 2:34 pm

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In den Verhandlungen über die Modalitäten war es nach Ostern zu einem Konflikt zwischen den Sendern, der SPD und Vertretern aus dem Kanzleramt gekommen. Merkels Vertraute Eva Christiansen und Regierungssprecher Steffen Seibert hatten den Wunsch der Sender nach zwei Duellen sowie andere Vorschläge zur Änderung des Formats abgelehnt und erkennen lassen, notfalls einem Duell fernzubleiben.

Der Spiegel, 26.08.2017 Read the rest of this entry »

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August 27th, 2017 at 1:32 am

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“ Bei schweren Straftaten gibt es einen drastischen (!) Rückgang.  (…) Bis 2010 wurden Polizisten nicht separat als Opfer erfasst in der Kriminalstatistik, von daher ist keine langfristige Aussage möglich. (…)  nach wissenschaftlichen Kritierien ist der neue Straftatbestand nicht gerechtfertigt. Das Hochsetzen der Mindeststrafe, Geldstrafe gibt es garnicht mehr sondern gleich Freiheitsstrafe von 3 Monaten wird an der Bedrohungslage (vor allem häusliche Gewalt) für Polizisten nichts ändern.“

Rita Steffens-enn, ZDF Heute Journal vom 8. Februar 2017

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März 11th, 2017 at 2:06 am

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Auch seriöse Medien praktizieren demnach „nicht selten eine unkritische, unreflektierte Übernahme und Weitergabe von Bedrohungsrhetorik durch die Verwendung von dramatischen Bildern und Begrifflichkeiten“. Den Zuschauer erreichten „zur besten Sendezeit menschenfeindliche und antidemokratische Botschaften, die ihm geadelt und abgesegnet durch die seriös erscheinende politische Debattenrunde, als offenkundig denk-, sag- und durchführbar erscheinen. Ein Vorwurf, der offenkundig insbesondere an ARD und ZDF adressiert ist. Denn in den öffentlich-rechtlichen Sendern finden sich unter anderem mit „Anne Will“, „hart aber fair“, „Maischberger“ sowie „Maybrit Illner“ mehrere Formate auf besten Sendeplätzen, die sich als politische Gesprächssendungen definieren – und die, so der Vorwurf, die Botschaften von Populisten veredeln.

Patrick Gensing, NDR, 02.12.2016

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„Es ist für mich so ein Indiz, an dem man merkt, was sich verändert. Die aufgeklärte Gesellschaft erlebt ihre Feinde im Inneren und von außen. Umso wichtiger ist es, in dieser Zeit der auch asozialen Communitys und der Empörungs- und Manipulationsforen professionellen Journalismus zu pflegen, der den Müll von der Wahrhaftigkeit trennt. Ja, die neuen partizipatorischen Kommunikationsmöglichkeiten sind auch ein großer Fortschritt aber manchmal erscheinen mir die Volkssender gefährlicher als die Volksempfänger einst. Umso wichtiger ist eine professionelle Arbeit und ein verlässlicher und unabhängiger Absender. Ein solcher Absender wollen wir sein. (…) Dieses Strukturwandel unserer Gesellschaft rüttelt am vertrauten System demokratischer Auseinandersetzung ebenso wie an den Grundlagen bürgerlicher Öffentlichkeit. Das ist für uns alle eine enorme Herausforderung und für das öffentlich-rechtliche Fernsehen eine ganz besondere Verantwortung in einer zunehmend, so empfinde ich es, gesinnungsgeprägten Zeit. Wir müssen das öffentlich-rechtliche Versprechen einhalten und Tag für Tag den Dingen professionell, wahrheitsliebend und unabhängig auf den Grund gehen. Das ist die Voraussetzung für die demokratische Meinungsbildung in einer funktionierenden Demokratie.

Volker Herres
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